1871-1914

[Buch: Wilhelm Conrad Röntgen "Eine neue Art von Strahlen", 1895]

[Technik: Röhrenstativ einer Röntgenanlage, 1920-1930]



Röntgenstrahlen


Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte am 8. Oktober 1895 die von ihm so benannten "X-Strahlen", die später seinen Namen erhielten. Seine aufsehenerregende Entdeckung, für die ihm 1901 der erste Nobelpreis für Physik überreicht wurde, präsentierte Röntgen der "Würzburger Physikalisch-Medizinischen Gesellschaft" am 28. Dezember 1895 in einer "Vorläufigen Mitteilung" über "Eine neue Art von Strahlen". Diese Schrift, zunächst in den Sitzungsberichten der Gesellschaft erschienen, wurde in der Folgezeit häufig nachgedruckt.

Die Entdeckung bildete die Grundlage der modernen Röntgendiagnostik und -therapie. Jetzt war es der Medizin möglich geworden, in das Leibesinnere zu schauen, ohne den Körper öffnen zu müssen. Schon 1898 erschien das erste Lehrbuch zur Röntgenuntersuchung. Mit der verbesserten Leistungsfähigkeit der Röntgenröhren wurde die Untersuchung größerer Körperpartien möglich. Die hier gezeigte Anlage zur Lungenuntersuchung besteht aus mehreren Teilen: dem Röhrenstativ, dem höhenverstellbaren Lungenstativ mit der Kassette für die Aufnahme, dem Hochspannungserzeuger sowie dem Schalttisch zur Bedienung der Akkumulatorenbatterien. Wie üblich, wurden auch hier im Zuge der technischen Weiterentwicklung Teile ausgetauscht, so daß wohl nur noch der Schalttisch aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg stammt.

(rb)

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