1939-45![]()
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Kesselschlacht bei Radom (8. bis 12. September 1939)Angesichts der desolaten militärischen Lage vier Tage nach Beginn des deutschen Überfalls auf Polen ordnete die polnische Heeresleitung am 5. September 1939 zum Aufbau einer neuen Verteidigungslinie den Rückzug hinter die Weichsel an. Sechs Divisionen der nach Pulawy zurückweichenden polnischen Armee Prusy sammelten sich im Weichselbogen um die Stadt Radom. Dabei wurden sie von der mit zahlreichen Panzern und motorisierten Einheiten äußerst zügig vorstoßenden deutschen 10. Armee unter Walter von Reichenau auf der nördlichen und südlichen Flanke überholt. Während vorauseilende Panzerspitzen der 10. Armee am 8. September die Außenbezirke Warschaus erreichten, drehte der rechte Flügel nach Norden entlang der Weichsel und versperrte der Armee Prusy den Weg über den Fluß. Die noch westlich der Weichsel eingekesselten polnischen Truppen waren den hochtechnisierten deutschen Verbänden weit unterlegen. Mehrmals kam es zu Angriffen polnischer Kavallerie gegen deutsche Panzer. Ab dem 11. September war die Armee Prusy starken Angriffen der deutschen Luftwaffe ausgesetzt. Während drei deutsche Korps nach Westen zur Schlacht an der Bzura eindrehten, nahm das Gros der 10. Armee nach der Kapitulation der Prusy-Armee am 12. September 65.000 polnische Soldaten gefangen. Aus Sicht der Wehrmacht war die erste Kesselschlacht des Zweiten Weltkriegs ein großer Erfolg. Die Strategie, mit beweglichen Einheiten in den Rücken gegnerischer Verbände vorzustoßen und sie in gewaltigen Umfassungsschlachten zu besiegen, wurde vor allem in den ersten Monaten im Krieg gegen die Sowjetunion umgesetzt. (as)
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