Titelblatt der Silvesterpredigt von Kardinal Frings
Sylvester 1946 predigte der Kölner Erzbischof Josef Kardinal Frings in St. Engelbert in Köln-Riehl auch über die zehn Gebote. Zum siebten Gebot formulierte er:
„Wir leben in Zeiten, da in der Not auch der einzelne das wird nehmen dürfen, was er zur Erhaltung seines Lebens und seiner Gesundheit notwendig hat, wenn er es auf andere Weise, durch seine Arbeit oder durch Bitten, nicht erlangen kann.“
Die Predigt des Kardinals verbreitete sich rasch und Menschen, die Lebensmittel oder Briketts stahlen, um zu überleben, sahen sich moralisch bestärkt. "Kohlenklau" wurde im Volksmund bald "fringsen" genannt.
Ort und Zeit: Köln, 1946
Objektart: Papier, Druck
Bildquelle: Haus der Geschichte, Bonn
Signatur: LC 94/371