Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Bonn|Leipzig|Berlin

"Und dann war die Mauer weg. Fotografien von Gilles Peress"

Foyerausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der deutschen Wiedervereinigung präsen-tiert die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in der Ausstellung „Und dann war die Mauer weg“ eine Auswahl kommentierter Foto-grafien des französischen Fotografen Gilles Peress. Vom 22. September bis 14. November 2010 werden die Bilder an den drei Standorten der Stiftung Haus der Geschichte in Bonn, Leipzig und Berlin gleichzeitig gezeigt – auch ein symbolischer Verweis auf die deutsche Einheit. Das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig präsentiert 15 der großformatigen Farbfotografien, die gesamte Serie „The Fall“ ist in einem Multimedia-Terminal zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Pressefotos zum Download

Berlin, 9. November 1989: Tausende Ost-Berliner drängen durch die soeben geöffnete Mauer und werden im Westteil der Stadt jubelnd empfangen. Unter den Zeitzeugen ist auch Gilles Peress. Der international bekannte französische Fotograf fängt mit seiner Kamera diese Mischung aus Ungläubigkeit, Erleichte-rung und Freude ein. Aus den Fotos, die Peress in den Tagen um den 9. No-vember 1989 macht, entsteht die Serie „The Fall“ mit rund 68 großformatigen Doppelfotografien.

Peress' „Mauerbilder“ wurden erstmals 2004 im Rahmen einer Ausstellung zum Jubiläum „15 Jahre Mauerfall“ veröffentlicht. Die Ausstellungsbesucher waren dazu aufgerufen, die Fotografien mit eigenen Kommentaren, Gedanken und Erinnerungen zu versehen. Mit den kommentierten Aufnahmen des Mauer-falls entstand ein kollektives Erinnerungsdokument der deutschen Geschichte.

Die Bilder eröffnen dem Betrachter unbekannte Perspektiven auf das Gesche-hen, denn der Künstler findet seine Motive auch abseits des Trubels. So ge-lingt es Peress mit diesen Momentaufnahmen, ein wechselhaftes Bild mensch-licher Emotionen rund um den Mauerfall festzuhalten.

Zum Fotografen
Gilles Peress, 1946 im französischen Neuilly geboren, wendet sich 1970 nach dem Studium der Politikwissenschaft und Philosophie der Fotografie zu. 1974 wird er Mitglied der Agentur MAGNUM. Er ist Fotograf für das renommierte Magazin „The New Yorker“ und Senior Researcher am Human Rights Center der University of California in Berkeley. Gilles Peress lebt und arbeitet in New York.
Durch seine bewegenden Bildberichte aus Krisengebieten, etwa seine Aufnah-men aus Bosnien oder vom Völkermord in Ruanda, erlangte er weltweit hohe Anerkennung.
Die Stiftung Haus der Geschichte erwarb die aus der Ausstellung von 2004 entstandene Installation „The Fall“ von Gilles Peress durch großzügige Unter-stützung von Dieter Rosenkranz, Berlin, und der Deutsche Bank Stiftung, Frankfurt am Main.

Ausstellung (22. September – 14. November 2010):
„Und dann war die Mauer weg. Fotografien von Gilles Peress“

Eröffnung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig:
Dienstag, 21. September 2010, 19.30 Uhr
mit Robin Lautenbach, ARD-Hauptstadtstudio Berlin

Öffnungszeiten
Dienstag – Freitag  9–18 Uhr
Samstag/Sonntag 10–18 Uhr
Eintritt frei


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