Pressemitteilung: Kanzlerbungalow ab Mai 2009 erstmals für Publikum zugänglich

    Ausstellung bietet Einblicke in das ehemalige Wohn- und Empfangsgebäude der Bundeskanzler

    Nach umfassender Revitalisierung durch die Wüstenrot Stiftung wird der Kanzlerbungalow ab Mai 2009 erstmals der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Das 1963/64 von Sep Ruf im Auftrag von Bundeskanzler Ludwig Erhard gebaute Wohn- und Empfangsgebäude gilt als herausragendes Beispiel westdeutscher Nachkriegsarchitektur. Der Chef des Bundeskanzleramts, Bundesminister Dr. Thomas de Maizière, wird den Kanzlerbungalow am 16. April feierlich eröffnen.

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    Ab November 1964 wohnte Ludwig Erhard als erster Bundeskanzler im Bungalow. Er schätzte die moderne Architektur des Gebäudes, führte dort Gespräche und empfing oft Gäste.

    Seine Nachfolger im Amt Kurt Georg Kiesinger und Willy Brandt standen dem Gebäude reserviert gegenüber: Während Kiesinger den Bungalow noch als Wohn- und Veranstaltungsort nutzte, wurde der Kanzlerbungalow unter Willy Brandt zum reinen Gästehaus der Regierung und Tagungsort. Der Bundeskanzler selbst wohnte auf dem Venusberg.

    Helmut Schmidt zog 1974 als neuer Hausherr ein und belebte mit seiner Frau Loki die Tradition des Wohnens im Bungalow. Helmut Kohl ließ das Gebäude in den 1990er Jahren im Innern umfangreich neu gestalten. Er wohnte dort bis zum Umzug der Regierung nach Berlin 1999, da Gerhard Schröder nach der Amtsübernahme 1998 auf die Nutzung der Privatwohnung verzichtete und nur die repräsentativen Räume beanspruchte.

    Nach dem Umzug der Regierung nach Berlin stand der Kanzlerbungalow leer, seit 2001 steht er unter Denkmalschutz.
    Die Wüstenrot Stiftung nahm den Bungalow 2006 in ihr Denkmalprogramm auf und begann 2007 mit der baulichen Instandsetzung und Sanierung.
    Informationen zur Nutzung

    Die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland lädt ab 3. Mai 2009 Besuchergruppen in den Kanzlerbungalow ein. Eine kleine Dauerausstellung informiert über die Bundeskanzler und die Nutzung des Gebäudes. Mit dem Palais Schaumburg und dem Park, in dem sich beide Gebäude befinden, steht den Besuchern ein einzigartiges Ensemble von Bauten zur Verfügung, in denen sich politisches Handeln und Repräsentieren der Bundesrepublik spiegelt.

    Darüber hinaus wird die Stiftung Haus der Geschichte den Kanzlerbungalow auch für besondere Veranstaltungen nutzen: Bereits geplant ist eine Konzertreihe mit dem Beethoven Orchester Bonn ab November 2009, Zeitzeugengespräche und ein Symposion zum Thema „Demokratie als Bauherr”, voraussichtlich im Herbst 2009.

     

    Kanzlerbungalow:
    Zutritt im Rahmen von Gruppenbegleitungen
    Anmeldungen über den Besucherdienst, Tel.: (02 28) 91 65-400
    besucher(at)hdg.de

    Turnusbegleitung für Einzelbesucher: jeweils sonntags, 14.00 Uhr, ab 3. Mai 2009
    Bitte Personalausweis bereithalten. Treffpunkt Haus der Geschichte, Foyer

     

    Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
    Willy-Brandt-Allee 14, Museumsmeile, 53113 Bonn




    Direktor Kommunikation:

    Dr. habil. Harald Biermann


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    Peter Hoffmann

    Pressereferent
    Tel.: (02 28) 91 65-109
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