Pressemitteilung: Neue Ausstellung in der U-Bahn-Galerie. Spiegelungen. 40 Orte – 20 Namen. Fotografien aus Deutschland von Dieter und Reto Klar


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    Frankfurt an der Oder und Frankfurt am Main, Halle an der Saale und Halle in Westfalen, Weimar in Thüringen und Weimar in Hessen: Für ihre Fotoserie „Spiegelungen“ sind Dieter und Reto Klar von 2007 bis 2009 quer durch Deutschland gereist. Zwei Jahrzehnte nach dem Mauerfall begeben sich die Fotografen auf eine Entdeckungsreise durch 40 Städte und Dörfer, die es dem Namen nach jeweils zweimal gibt, einmal im Osten und einmal im Westen Deutschlands. Dr. Helmut Herles, renommierter Buchautor und ehemaliger Chefredakteur des Bonner „General-Anzeiger“, wird zur Eröffnung am 25. Juni um 12 Uhr sprechen. Die Fotografien sind anschließend Tag und Nacht in der U-Bahn-Galerie der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zu sehen.

    Dieter Klar (Jahrgang 1937) und sein Sohn Reto (Jahrgang 1967) interessieren sich vor allem für die Menschen, denen sie auf den verschiedenen Etappen ihrer Reise begegnen. Ob der Börsenmakler im Frankfurter Bankenviertel, die Taubenzüchter in Halle oder der Fischer auf Rügen: Ihre Fotografien zeigen Menschen in ihrer alltäglichen Umgebung, sie erzählen von ihren Berufen, ihren Lebensverhältnissen, privaten Leidenschaften und Schicksalen.

    In einem Reisetagebuch notieren die Fotografen Wissenswertes zu Land und Leuten und berichten von ihren Eindrücken und Gesprächen. So treffen sie im sächsischen Borsdorf Sarah Klier, die am 2. Oktober 1990 als letztes Kind in der DDR zur Welt kommt. Im Grenzdurchgangslager in Friedland begegnen sie einer Aussiedlerfamilie und in Eisenach Martin Luther, einem Nachfahren des berühmten Reformators. Ottomar Rothmann fotografieren Dieter und Reto Klar in der Gedenkstätte Buchenwald durch das aufgeklappte Guckloch einer Zellentür. Als politischer Gefangener kam er 1943 in das Konzentrationslager und ist trotz der Gräuel, die er hier erlebt hat, in Weimar geblieben.

    Bei ihrer Arbeit überlassen die Fotografen nichts dem Zufall. Ihre Aufnahmen zeichnen sich durch eine klare Bildsprache und genaue Beobachtungsgabe aus, sie sind sorgfältig komponiert und oft Resultat langwieriger Vorbereitungen. Das Dopplungsprinzip von Orten, die außer ihrem Namen meist nichts gemeinsam haben, lässt Unterschiede und Kontraste besonders deutlich hervortreten. In der Zusammenschau ergibt sich ein weit gespannter Bilderbogen, der „Typen“ und Lebensweisen zu einem vielgestaltigen Gesellschaftsporträt zusammenführt.

    Fern von politischen oder historischen Bilanzierungen ziehen Dieter und Reto Klar zwanzig Jahre nach dem Mauerfall ihr ganz persönliches fotografisches Resümee: Sie zeigen ein Land mit vielfältigen Geschichten und Gesichtern, in welchem unterschiedlichste Charaktere und Lebensentwürfe Raum finden und die Gegensätze von Ost und West immer weiter in den Hintergrund treten.


    Spiegelungen. 40 Orte – 20 Namen.
    Fotografien aus Deutschland von Dieter und Reto Klar
    26. Juni 2009 bis Mai 2010
    U-Bahn-Galerie, Tag und Nacht geöffnet

    Eröffnung mit Dr. Helmut Herles: 25. Juni 2009,
    12:00 Uhr, U-Bahn-Galerie




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