Pressemitteilung: Neue Ausstellung: „Wilde Zeiten”

Fotografien von Günter Zint in der U-Bahn-Galerie des Hauses der Geschichte

Brokdorf, Herbst 1981: Hubschrauber kreisen bedrohlich über einer Wiese nahe dem geplanten Kernkraftwerk, der Fotograf Günter Zint fängt die Szene ein. „Ich will Realität zeigen, meine Bilder sind Gebrauchsfotografien”, sagt Günter Zint über seine Arbeiten. Das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zeigt ab 9. Mai 2007 bis Frühjahr 2008 eine Auswahl von rund 60 Schwarz-Weiß-Bildern des Fotografen und Sammlers. Im Mittelpunkt stehen Motive aus dem Hamburger „St.-Pauli-Kiez” sowie Fotos der Studenten-, Friedens- und Anti-Kernkraft-Bewegung.


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Günter Zint versteht sich als politischer Fotograf, er gilt als Vorreiter eines sozial engagierten und aufklärerischen Bildjournalismus der jungen Bundesrepublik. Zint ist weit mehr als ein Chronist der soziokulturellen und politischen Entwicklungen: Auch aus der Perspektive der Agierenden, der Gegenkulturen heraus richtet er seinen Blick auf die Reaktionen der Gesellschaft. „Viele seiner Fotografien haben sich in das kollektive Gedächtnis eingebrannt”, erläutert Dr. Hans Walter Hütter, der stellvertretende Leiter der Stiftung Haus Geschichte, „darunter sind die Beatles vor dem Hamburger Star-Club, protestierende Studenten in Berlin und Paris, das Foto der Vorsitzenden der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, misstrauisch blickend, umringt von Polizeibeamten”.
Noch vor dem Zusammenbruch der DDR zieht es ihn in den Osten, beim Fall der Mauer dokumentiert Zint Euphorie und Ernüchterung der DDR-Bürger. Mit vielen seiner Arbeiten steht Zint in der Tradition der Arbeiterfotografiebewegung der Weimarer Republik. „Ran ans Motiv” ist sein Motto, das er stets wörtlich nimmt.

Günter Wallraf wird die Ausstellung am 8. Mai 2007, 12.00 Uhr, in Anwesenheit von Günter Zint eröffnen.

Ausstellung in der U-Bahn-Galerie,Tag und Nacht geöffnet, Eintritt frei
9. Mai 2007 – Frühjahr 2008

 

 

 




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