Die Vergangenheit ist greifbar. Man schaut wie durch ein Fenster hinein. Wer hat hier gelebt, gearbeitet oder gefeiert? Das frühere Leben begegnet seinem Verfall.
„Lost Places“ sind verlassene Orte, denen ihre Vergangenheit noch anzusehen ist. Auf viele Menschen üben sie eine ganz eigene Faszination aus.
Sina Falker, Andre Joosse und Benjamin Seyfang sind drei davon. In unserer U-Bahn-Galerie zeigen wir ihre Bilder von „Lost Places“ in Deutschland. In manchen Fotos werden Spuren der Besatzungszeit und der DDR deutlich. Oft holt sich die Natur die Orte zurück.
Sina Falker ist Reisefotografin und fängt während der Corona-Pandemie an, „Lost Places“ zu fotografieren. Darunter sind viele Motive vom Ruhrgebiet und seiner Industrie. Geometrische Perspektiven und das bestmögliche Licht sind wichtig für ihre Bilder.
Der Niederländer Andre Joosse reist seit etwa 20 Jahren jedes Jahr in das Gebiet der ehemaligen DDR und anderer Länder des ehemaligen „Ostblocks“. Er fotografiert häufig verlassene Militärgelände und interessiert sich für die historische Einordnung der Orte.
Für Benjamin Seyfang stehen das Abenteuer und der Nervenkitzel im Vordergrund, den viele mit der Entdeckung und Erkundung von „Lost Places“ verbinden. Zu seiner Ausrüstung für eine Fotoreise gehören je nach Ziel auch schon einmal Kletterseil oder Schwimmring. Diese Gegenstände können Sie zusätzlichen zu den Bildern auch in unserer Ausstellung sehen.
Das Besondere an unserer U-Bahn-Galerie ist nicht nur der spezielle Rahmen, den sie der Ausstellung bietet. Die Galerie ist auch rund um die Uhr an allen Wochentagen zugänglich. Nutzen Sie die Gelegenheit!
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