Blick in einen großen Raum mit hohen Fenstern. Die Wände sind teilweise hellblau gefliest. In der Mitte steht der Überrest einer großen hellblauen Maschine, um die herum ein Bereich abgesperrt ist: ähnlich wie bei einem Ausstellungsstück. Auf dem Boden liegt Schutt, möglicherweise die zerbrochenen Reste heruntergefallener Wandfliesen.

7. Mai 2026 – Frühjahr 2027

Verlassen, Verfallen, Vergessen

Lost Places in Deutschland

Die Vergangenheit ist greifbar. Man schaut wie durch ein Fenster hinein. Wer hat hier gelebt, gearbeitet oder gefeiert? Das frühere Leben begegnet seinem Verfall.
„Lost Places“ sind verlassene Orte, denen ihre Vergangenheit noch anzusehen ist. Auf viele Menschen üben sie eine ganz eigene Faszination aus.

Sina Falker, Andre Joosse und Benjamin Seyfang sind drei davon. In unserer U-Bahn-Galerie zeigen wir ihre Bilder von „Lost Places“ in Deutschland. In manchen Fotos werden Spuren der Besatzungszeit und der DDR deutlich. Oft holt sich die Natur die Orte zurück. 

Sina Falker ist Reisefotografin und fängt während der Corona-Pandemie an, „Lost Places“ zu fotografieren. Darunter sind viele Motive vom Ruhrgebiet und seiner Industrie. Geometrische Perspektiven und das bestmögliche Licht sind wichtig für ihre Bilder.

Der Niederländer Andre Joosse reist seit etwa 20 Jahren jedes Jahr in das Gebiet der ehemaligen DDR und anderer Länder des ehemaligen „Ostblocks“. Er fotografiert häufig verlassene Militärgelände und interessiert sich für die historische Einordnung der Orte.

Für Benjamin Seyfang stehen das Abenteuer und der Nervenkitzel im Vordergrund, den viele mit der Entdeckung und Erkundung von „Lost Places“ verbinden. Zu seiner Ausrüstung für eine Fotoreise gehören je nach Ziel auch schon einmal Kletterseil oder Schwimmring. Diese Gegenstände können Sie zusätzlichen zu den Bildern auch in unserer Ausstellung sehen.

Das Besondere an unserer U-Bahn-Galerie ist nicht nur der spezielle Rahmen, den sie der Ausstellung bietet. Die Galerie ist auch rund um die Uhr an allen Wochentagen zugänglich. Nutzen Sie die Gelegenheit!

Einblicke
In einem dämmrigen Raum steht eine komplette Zimmereinrichtung: Doppelbett, Sessel, Beistelltisch, Hocker, Fernseher. Auch eine Gardine und eine Lampe sind vorhanden. Alles ist mit Putz oder Tapetenfetzen bedeckt, die sich von der Wand und der Decke lösen. Auf der linken Seite des Bettes liegt noch eine Bettdecke, die stark mit Moos bewachsen ist.
Ein großer, leerer Theaterraum. Die Sitzreihen im Parkett fehlen. Im Hintergrund ist die Bühen zu sehen. Der Fokus liegt auf einem großen Stuckelement mit drei Kronleuchtern, dessen Innenfläche rot ausgemalt ist und damit deutlich hervorsticht.
Foto eines niedrigen großen leeren Raumes mit Fokus auf eine Rolltreppenanlage mit zwei Abgängen
In einem großen Raum ist eine farbige Wandmalerei zu sehen: Links die Oberkörper von drei Männern, die in einem Sprint-Wettbewerb gegeneinander antreten zu scheinen. Rechts die Oberkörper zweier Männer mit runden Gewichten in beiden Händen. Dazwischen hängt ein Basketballkorb und es steht etwas in kyrillischer Schrift an der Wand. Die übersetzung ist "Schneller, höher, stärker".
Eine große Kopf-Plastik von Wladimir Iljitsch Lenin steht vor Büschen auf einer Wiese. Die Plastik besteht aus Stein und ist beschädigt, Teile der Nase und der Schädeldecke fehlen.
Drei türkisfarbene Maschinen stehen vor einer Fesnterwand. Neben und über ihnen sind drei große weiße Trichter und Metallrohre angebracht. Die Maschinen sehen nicht mehr funktionstüchtig aus.