Das Kanzleramt (1976-1999)

Eine Packung Zigaretten, eine Dose Schnupftabak und ein Aschenbecher liegen auf dem schweren Eichenschreibtisch im einstigen Kanzlerzimmer mit der hellen Fensterfront. Fast wirkt es so, als sei Bundeskanzler Helmut Schmidt soeben kurz aus dem Raum gegangen. Denn das ehemalige Büro der Bundeskanzler in Bonn ist mit Möbeln ausgestattet, die Schmidt persönlich für die Präsentation überlassen hat: Nicht nur seine Rauchutensilien finden sich dort wieder, auch ein Schachspiel, das er 1978 vom türkischen Ministerpräsidenten Bülent Ecevit geschenkt bekommt. Der zweckmäßigen Architektur des Gebäudes, die den Kanzler an eine „rheinische Sparkasse“ erinnert, setzt er ausdrucksvolle Kunstwerke in und vor dem Gebäude entgegen.

In diesem Büro hält Schmidt 1977 die Krisensitzungen des Deutschen Herbsts ab, als linksextremistische Terroristen die Bundesrepublik zu erpressen versuchen. Bundeskanzler Helmut Kohl führt hier im Machtzentrum entscheidende Gespräche im Vorfeld der deutschen Wiedervereinigung. Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder arbeitet ein Jahr lang in diesem Büro, ehe er im August 1999 nach Berlin umzieht. 

Die Stiftung Haus der Geschichte hat zusammen mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das Kanzlerzimmer im ehemaligen Bonner Kanzleramt wiederhergerichtet. Besuchen Sie den historischen Ort Kanzlerarbeitszimmer und den Kabinettssaal, in dem 1976 die erste Kabinettssitzung stattfgefunden hat, mit einer Gruppe oder als Einzelbesucher. Eine Präsentation mit Fotos und Exponaten sowie Medienstationen ergänzen das Ensemble. An den Medienstationen erfahren Sie, welche internationalen Gäste die Kanzler hier empfangen haben und wie eine Kabinettssitzung im Kabinettssaal ausgesehen hat.  

Besucherinformation
Da sich das Gebäude auf dem Gelände des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung befindet, ist der Zugang aus Sicherheitsgründen begrenzt. Die Gruppengröße ist sowohl bei Gruppen als auch bei Einzelbesuchern auf 20 Personen begrenzt. Der Einlass ist nur mit gültigem Personalausweis möglich. Die Begleitungen sind kostenlos.

Begleitungen

Gruppenbesuch

Der etwa einstündige Besuch der historischen Räume ist samstags, sonntags und an Feiertagen im Rahmen einer Begleitung um 10.30 Uhr möglich. Um einen Gruppenbesuch zu buchen, wenden Sie sich bitte an unseren Besucherdienst unter besucherdienst-bonn(at)hdg.de oder 0228/9165-400.

Einzelbesuch

Als Einzelbesucher können Sie samstags, sonntags und an Feiertagen um 12:00 Uhr und um 13:30 Uhr an einer öffentlichen Begleitung teilnehmen. Für die Termine um 12:00 Uhr tragen Sie sich bitte am Tag des Besuchs in eine Liste am Informationsschalter im Foyer des Museums ein. Sie liegt ab 11:30 Uhr dort aus. Eine Voranmeldung per Mail oder Telefon ist für diese Begleitung nicht möglich.
Für die Termine um 13:30 Uhr ist eine Anmeldung per Telefon oder E-Mail bei unserem Besucherdienst erforderlich unter besucherdienst-bonn(at)hdg.de oder 0228/9165-400. Bitte richten Sie Ihre Anfragen mindestens fünf Arbeitstage vor Ihrem gewünschten Termin an den Besucherdienst, so dass wir die Möglichkeit haben, Kapazitäten zu prüfen. Kurzfristige Anfragen können leider nicht bearbeitet werden. Bitte geben Sie Name, Vorname und Postanschrift aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer an, und beachten Sie kurzfristige Terminänderungen. Alle Begleitungen sind kostenlos.

Alle Besucherinnen und Besucher auf dem Gelände des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) müssen sich einer Sicherheitskontrolle unterziehen: Vor dem Betreten des Geländes durchlaufen Sie eine Torsonde (Körperscanner); bei Auffälligkeiten findet eine nachträglichen Kontrolle mit einem Handscanner statt. Alle mitgebrachten Taschen usw. werden durch ein Gepäckröntgengerät überprüft. Auf Grund der Sicherheitskontrollen, empfiehlt es sich möglichst keine Taschen oder Garderobe mitzunehmen bzw. diese bereits im Vorfeld des Rundgangs an der Garderobe im Haus der Geschichte abzugeben. 

Bitte achten Sie darauf, dass Sie keine größeren Rucksäcke oder Taschen dabei haben, da diese auf das Gelände nicht mitgenommen werden dürfen und es an der Pforte keine Aufbewahrungsmöglichkeiten gibt.

Wir bitten Sie Ihre Wintermäntel und –jacken und ggf. Schirme an der Garderobe im Erdgeschoß abzulegen. Leichte Sommer- und Windjacken sowie Gehhilfen sind erlaubt. Im Zweifelsfall entscheidet der Gruppenbegleiter des Hauses der Geschichte und der Sicherheitsmitarbeiter darüber, was Sie mitnehmen dürfen.

Für an der Garderobe abgelegte Gegenstände wird keine Haftung übernommen, es sei denn, ein Schaden beruht auf einem vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Verhalten seitens der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland oder des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Fotografieren und Filmen ist für den privaten Gebrauch erlaubt, jedoch ohne Blitzlicht, Lampen, Stativ oder Selfiesticks. Die Beachtung des Urheber- und Eigentümerrechts obliegt demjenigen, der fotografiert oder filmt. In bestimmten Fällen (z.B. Personen- und Objektschutz) kann auch das Fotografieren und Filmen für private Zwecke untersagt werden. Fotografieren von Baumaßnahmen auf der Liegenschaft ist nicht gestattet.

Es besteht ein generelles Rauchverbot.

Der Verzehr von Speisen oder Getränken ist während des Rundgangs nicht erlaubt.

Mit Ausnahme von Assistenzhunden dürfen Tiere nicht mitgenommen werden.

Es dürfen grundsätzlich keine historischen Objekte (einschließlich Sitzgelegenheiten) angefasst bzw. benutzt werden.

Besucher haften für alle durch ihr Verhalten entstandenen Schäden. Die Pflicht zur Kostenerstattung besteht auch bei fahrlässiger oder vorsätzlicher Auslösung der Alarmanlage.

Der Ansprechpartner der Gruppe ist für das angemessene Verhalten der Gruppenmitglieder verantwortlich. Jede Gruppe von Kindern oder Jugendlichen muss von mindestens einem Erwachsenen begleitet werden. Sollte eine größere Gruppe aufgeteilt werden, muss sichergestellt sein, dass genügend verantwortliche Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Einblicke