Veranstaltungen und Termine

Fotografieworkshop

8. Dezember: Künstlerischer Workshop zum Thema „Schwarz-Weiß-Fotografie an den Beispielbildern von Jim Rakete“.

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Besucher und ein Foto von Rainer Langhans

Begleitungen durch „Die 68er“

Jeden Sonntag um 15:30 Uhr: Erfahren Sie in einer Begleitung Hintergründe zur 1968er-Bewegung anhand der Fotografien von Ludwig Binder und Jim Rakete.

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Zeichnung zum Artikel "Junge Leute in der Ehe" aus dem Band "Recht in unserer Zeit", erschienen 1982 im Staatsverlag der DDR

In der DDR wurden Ehen nicht nur früh geschlossen, sondern auch schnell wieder geschieden. Ziel der SED-Familienpolitik war es, die Geburtenraten zu steigern sowie Ehen im Interesse der sozialistischen Gesellschaft stabil zu halten. Das Regime versuchte deshalb vor, während und selbst noch nach dem Scheitern der Ehe, in die Privatsphäre der Paare einzudringen. Dies ließen die Bürgerinnen und Bürger jedoch immer weniger zu.

Mit der deutschen Einheit änderten sich die lebensweltlichen Bedingungen der Ostdeutschen. Sie erfuhren unter anderem in politischer, juristischer und beruflicher Hinsicht einen radikalen Wandel, der sich nicht nur auf die Paarbeziehungen selbst, sondern auch auf das Scheidungsverhalten auswirkte.

Die Frage, wie Ehen vor und nach 1990 in Ostdeutschland eingegangen und wieder geschieden wurden, steht im Mittelpunkt der Diskussion. Welche Besonderheiten gab es in der sozialistischen Gesellschaft? Und hatten diese auch nach 1989/90 Auswirkungen auf die Art und Weise, Ehen zu schließen und zu lösen – oder eben nicht? Gespräch mit Eva Schäffler und Anja Schröter.

Dr. Eva Schäffler, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte Berlin und Autorin des Buches „Paarbeziehungen in Ostdeutschland. Auf dem Weg vom Real- zum Postsozialismus“ (Harrassowitz Verlag 2017).

Dr. Anja Schröter, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und Autorin des Buches „Ostdeutsche Ehen vor Gericht. Scheidungspraxis im Umbruch 1980-2000“ (Ch. Links Verlag 2018).

Vor dem Gespräch gibt es um 18.30 Uhr eine kurze Führung durch die Dauerausstellung „Alltag in der DDR“. Die beiden Referentinnen zeigen zusammen mit Dr. Stefanie Eisenhuth (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam) an verschiedenen Beispielen, wie das Thema Ehe und Scheidung in der DDR in der Ausstellung behandelt wird.