„Ab morgen Kameraden! Armee der Einheit“

Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig bis 15. Oktober verlängert

Wegen der erfreulichen Besucherresonanz wird die aktuelle Atelierausstellung des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig verlängert. Bis Sonntag, 15. Oktober 2017, beleuchtet die Präsentation mit rund 500 Objekten und zahlreichen Medien die zentralen Aspekte der Zusammenführung von Bundeswehr und Nationaler Volksarmee im Zuge der Wiedervereinigung 1989/90. Sie veranschaulicht damit einen historisch einmaligen Vorgang: Aus zwei bis dahin verfeindeten Armeen entstand eine gemeinsame deutsche Streitmacht, aus ehemaligen Gegnern wurden über Nacht Kameraden. Der Eintritt ist frei.

Der Zerfall des Ostblocks und die deutsche Einheit beenden die jahrzehntelange Konfrontation des Kalten Krieges, in dem sich zwei hochgerüstete deutsche Streitkräfte gegenüberstehen: die Bundeswehr, eingebunden in das Nordatlantische Verteidigungsbündnis (NATO) und die Nationale Volksarmee der DDR als Teil des Warschauer Pakts. Der Zwei-plus-Vier-Vertrag besiegelt 1990 das Ende der NVA. Die Bundeswehr wird einzige deutsche Armee, die Truppenstärke auf 370.000 Mann beschränkt, Deutschland kann NATO-Mitglied bleiben.

Das Bundeswehrkommando Ost erhält den Auftrag, Angehörige der ehemaligen NVA einzugliedern, Standorte zu schließen und Waffen zu zerstören. In der „Armee der Einheit“ treffen erstmals Soldaten aus Ost und West aufeinander. Sie überwinden alte Feindbilder für viele unerwartet schnell. Zugleich steht das wiedervereinte Deutschland vor neuen Herausforderungen in einem veränderten internationalen Umfeld. Die neue Kameradschaft bewährt sich auch in gefährlichen Einsätzen. Mit anschaulichen Objekten und biografischen Fallbeispielen gibt die Ausstellung tiefe Einblicke in diese bislang wenig beachtete Erfolgsgeschichte der deutschen Einheit.

Ausstellung „Ab morgen Kameraden! Armee der Einheit“
(verlängert bis Sonntag, 15. Oktober 2017)
Öffnungszeiten: Di–Fr, 9–18 Uhr, Sa/So 10–18 Uhr, Eintritt frei

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Pressereferent
Leipzig
Dr. Daniel Kosthorst