Unsere Geschichte. Deutschland seit 1945

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Haus der Geschichte in Bonn

Die Ausstellung im Haus der Geschichte in Bonn "Unsere Geschichte. Deutschland seit 1945" wird internationaler, mit neuen Objekten aktueller und emotionaler. Bundespräsident Steinmeier wird das Museum für Zeitgeschichte in der Bundesstadt am 11. Dezember 2017 besuchen und die Dauerausstellung wiedereröffnen. 
Von März bis Dezember 2017 war die Präsentation während der Sanierung des Glasdaches geschlossen. 960 Glaselemente wurden ausgetauscht. Der Präsident der Stiftung Haus der Geschichte, Prof. Dr. Hans Walter Hütter: "Wir haben die Zeit der Bauarbeiten genutzt, um die Ausstellung zu überarbeiten. Die Phase von den 1980er Jahren bis in die Gegenwart wurde völlig erneuert."

Die revolutionären Umwälzungen in Osteuropa und der DDR sowie der deutsche Wiedervereinigungsprozess bilden einen neuen Schwerpunkt auf Basis des gegenwärtigen Kenntnisstandes und der erheblich verbesserten Objektlage. Themen wie Digitalisierung, internationaler Terrorismus, Migration und moderne Medien werden den Besucherinnen und Besuchern künftig über ausdrucksstarke Originalobjekte vermittelt: Der Serviceroboter "Eva" und eine Paketdrohne stehen für die neuen Technologien, die in das Leben der Menschen eingreifen. Trümmerteile vom World Trade Center in New York zeigen die Gewalt des terroristischen Angriffs am 11. September 2001 und dessen Folgen für den Einzelnen. Ein Boot aus dem Mittelmeer, das der Kölner Kardinal Woelki nach Deutschland holte und dem Museum überließ, steht gemeinsam mit anderen Ausstellungsstücken für die Massenflucht nach Europa - eines der wichtigsten Themen der Gegenwart und Zukunft. 

Politik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, das kulturelle Leben und der Alltag der Menschen stehen im Zentrum der Ausstellung. Originalobjekte, anschaulich in Szene gesetzt, erzählen "Unsere Geschichte". Der Plenarsaal des Deutschen Bundestags in Bonn, ein Kino und eine Eisdiele aus den 1950er Jahren gehören ebenso wie eine Kaufhausfassade aus der Wirtschaftswunderzeit zu den attraktiven Ausstellungseinheiten. Steine der Berliner Mauer von 1961 und Teile der 1989 geöffneten Mauer erinnern an ein schmerzliches, das Urteil aus dem Eichmann-Prozess in Jerusalem 1961 an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte.

Das Haus der Geschichte wurde 1994 von Bundeskanzler Helmut Kohl eröffnet. Seither besuchten allein die Dauerausstellung mehr als 12 Millionen Gäste. Nach der Überarbeitung und Teilerneuerung präsentiert sich die Ausstellung mit neuen Ausstellungsgegenständen, Dokumenten, Fotos, Film- und Tonbeiträgen. Vor allem wurden die veränderten Rezeptionsgewohnheiten der Besucher unterschiedlicher Generationen berücksichtigt und weitere Elemente zur aktiven Beteiligung der Gäste integriert.

Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Wiedereröffnung mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier 
am Montag, 11. Dezember 2017, 11.00 Uhr 

Für Journalisten: 
Rundgang des Bundespräsidenten durch die Dauerausstellung 10.00-10.45 Uhr; Presseakkreditierung von 8.30-9.30 Uhr, festgelegte Fotopunkte für Medienvertreter. 
Eine Anmeldung mit Name, Vorname, Geburtsdatum und -ort ist unbedingt erforderlich. Presseausweise gelten nicht. Bitte melden Sie sich bis spätestens 7.Dezember 2017, 12.00 Uhr, unter Telefon 0228/9165-109 oder hoffmann@hdg.de an, wenn Sie an der Eröffnung teilnehmen möchten.
Ohne rechtzeitige schriftliche Anmeldung ist aus Sicherheitsgründen der Einlass nicht möglich! Wir bitten um Verständnis. 


Besuch der wiedereröffneten Dauerausstellung ab 12. Dezember 2017, 9.00 Uhr. Anmeldungen für Gruppen bitte über den Besucherdienst unter der Rufnummer 0228/9165-400, besucherdienst(at)hdg.de
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9.00 Uhr bis 19.00 Uhr,
Samstag, Sonntag, Feiertage 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr, Eintritt frei

Medienanfragen richten Sie bitte an
Pressereferent
Bonn
Peter Hoffmann

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Digitalisierung, internationaler Terrorismus und Migration sind aktuelle Themen am Ende der Dauerausstellung.
Foto: Haus der Geschichte Axel Thünker
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Ein Flüchtlingsboot aus Malta und Schwimmwesten von der Insel Lesbos dokumentieren neben anderen Exponaten die Flucht Tausender Menschen aus dem syrischen Bürgerkrieg über das Mittelmeer nach Europa.
Foto: Jennifer Zumbusch
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