Umfassende Erneuerung des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig

Museum bleibt geöffnet

Neue Themen, neue Objekte: Die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland erneuert die Dauerausstellung sowie den Eingangsbereich des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig. Die Arbeiten beginnen am 29. Januar 2018 und sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Das Museum in der Leipziger Innenstadt bleibt während der Umbauarbeiten geöffnet. Attraktive Wechselausstellungen und ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm laden während des gesamten Jahres zum Besuch ein.
Am Montag, 22. Januar 2018, um 11.00 Uhr heißen wir Medienvertreter herzlich zu einem Pressegespräch willkommen.

Der Schwerpunkt der Erneuerung des 1999 eröffneten Zeitgeschichtlichen Forums liegt auf der Dauerausstellung. Inzwischen stehen 40 Jahren DDR-Geschichte nahezu 30 Jahre gegenüber, die seit der friedlichen Revolution und der Wiedervereinigung vergangen sind. Ihnen widmet die neue Dauerausstellung stärkere Aufmerksamkeit. Die neue Ausstellung wird aktuelle Perspektiven bieten auf die Geschichte der DDR, auf die friedliche Revolution und die Zeit seit der Wiedervereinigung. 

Ausdrucksstarke neue Objekte aus den Sammlungen der Stiftung werden präsentiert, aktuelle Forschungsergebnisse berücksichtigt. So werden die revolutionären Umwälzungen in der DDR bis zur deutschen Wiedervereinigung stärker in internationalem Kontext beleuchtet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Zeit seit 1989/90. Die Dauerausstellung endet mit der Darstellung wachsender globaler Verflechtungen seit den 1990er Jahren und dem Blick auf Herausforderungen der Gegenwart.

Leitobjekte und deren anschauliche Kontextualisierung bieten Orientierung im Gesamtpanorama der Ausstellung. Neben der Vermittlung von Kenntnissen erlaubt die Ausstellung auch eine emotionale Annäherung an historische Ereignisse: Neben politik- und wirtschaftshistorischen Themen werden Fragen des alltäglichen Lebens in der neuen Ausstellung größeres Gewicht bekommen; Zeitzeugen machen die Narration lebendig. "Die Geschichten aus allen Lebensbereichen fügen sich zur Geschichte zusammen. Zeitzeugenberichte schaffen vielfältige Perspektiven und erläutern die Auswirkungen politischer Entwicklungen und Entscheidungen auf das Leben des Einzelnen", erläutert der Präsident der Stiftung Haus der Geschichte, Prof. Dr. Hans Walter Hütter. 

"Mit der völlig neuen Ausstellung will das Museum an bisherige Publikumserfolge anknüpfen. Sie wird über das bisherige Leitthema von Diktatur und Widerstand in der DDR hinaus besonders den Transformationsprozess nach 1989 sowie die wichtige Frage nach den Fundamenten der Freiheit in den Blick nehmen", ergänzt der Direktor des Zeitgeschichtlichen Forums Dr. Jürgen Reiche, "und damit auch künftig einen Beitrag leisten zur Diskussion aktueller gesellschaftlicher Fragen."

Die Zukunft des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig ist sichergestellt: Der Mietvertrag wurde für zwanzig weitere Jahre bis Ende 2038 verlängert, die Finanzierung des Hauses aus Bundesmitteln ist gewährleistet. Die Umbauarbeiten werden durch Sondermittel der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Prof. Monika Grütters MdB, in Höhe von 4 Millionen Euro ermöglicht.

Zur Finissage mit Musik, Mitmach-Aktionen und einem Blick hinter die Museumsarbeit lädt die Stiftung am Sonntag, 28. Januar 2018 von 14.00-18.00 Uhr ins Zeitgeschichtliche Forum Leipzig ein.