Beatles, Brexit, Buckingham Palace

"Very British. Ein deutscher Blick" / Neue Ausstellung im Haus der Geschichte

Spinnen die Briten? Die Schlagzeilen in den deutschen Medien der vergangenen Monate könnten diesen Eindruck erwecken.
Das Haus der Geschichte zeigt in seiner neuen Ausstellung „Very British. Ein deutscher Blick“, dass Großbritannien mehr ist als nur der Brexit. Die deutsch-britischen Beziehungen sind traditionsreich, vielfältig und freundschaftlich, doch bisweilen auch unterkühlt und von Konkurrenz geprägt. „Very British“ beschäftigt sich vom 10. Juli 2019 bis 8. März 2020 aus deutscher Perspektive – politisch, historisch, wirtschaftlich und kulturell – mit dem deutsch-britischen Verhältnis und der Rolle Großbritanniens in Europa nach 1945.  
Rund 500 Exponate – darunter viele hochkarätige Leihgaben − zeigt das Haus der Geschichte in der neuen Ausstellung: Das Original-Tigerfell aus dem Silvestersketch „Dinner for One“, ein Bühnenkostüm von George Harrison, der Ball aus dem legendären WM-Finale 1966, ein Kleid von Königin Elizabeth II, das sie beim Staatsbesuch in Deutschland 1965 trug, und ein aufwändig gestaltetes Messgewand des Bischofs von Coventry, das Fotos der kriegszerstörten Städte Dresden und Coventry zeigt, sind Beispiele.


Die Weltkriege
Bis heute prägt besonders die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg das nationale Selbstbild der Briten, das Bild von den Deutschen und das britisch-deutsche Verhältnis. Antideutsche, vergangenheitsbezogene Stereotypen werden vor allem in den Medien gern aufgegriffen, gemeinsame britisch-deutsche Erinnerungen an Coventry und Dresden belegen aber auch den Wandel: Die Städte werden von Symbolen des Kriegsterrors zu Orten der Versöhnung.

“With Europe, but not of it“
Die Aussage von Winston Churchill von 1930 spiegelt das ambivalente Verhältnis der Briten gegenüber einer vertieften europäischen Integration. Das Vereinigte Königreich versteht sich auch nach 1945 als Großmacht mit globaler Perspektive. Die enge Partnerschaft mit den USA und das tiefe Misstrauen gegenüber der Abgabe nationaler Souveränitätsrechte an europäische Institutionen gehören dabei zu den Konstanten britischer Politik. Trotzdem überrascht der Ausgang des EU-Referendums 2016 Politik und Öffentlichkeit in Deutschland.

God save the Queen
Die britische Krone verleiht dem demokratisch-parlamentarischen System einen besonderen Glanz und löst im Ausland Bewunderung aus. Das Interesse der deutschen Öffentlichkeit an den „Royals“ und ihren Geschicken ist in Deutschland seit Jahrzehnten hoch. Der erste Deutschlandbesuch der Queen im Jahre 1965 war ein wahrer Triumphzug.

Fußball und Popkultur
Die deutsch-englische Fußballkonkurrenz gehört – beginnend mit der WM 1966 – zu den längsten und intensivsten in der Geschichte des Sports. Trotz aller Rivalität bestimmen auch Fairness und Respekt den Wettkampf zwischen den Fußballmächten. Spieler wie Bernd Trautmann, Kevin Keegan und Jürgen Klinsmann tragen durch ihre Leistungen und ihr Auftreten im jeweils anderen Land zum besseren Verständnis zwischen Briten und Deutschen bei. Bis heute erhält die deutsche Populärkultur wichtige Impulse von den britischen Inseln. Literatur, Mode und Musik finden seit Jahrzehnten in Deutschland ein begeistertes Publikum. Der sprichwörtliche britische Humor ist dem deutschen Publikum aus TV und Kino in nachhaltiger Erinnerung.

Wirtschaft
Deutschland und Großbritannien sind wirtschaftlich eng verflochten. Das jeweilige Image des Herkunftslandes („Vorsprung durch Technik“/„feine englische Art“) wird erfolgreich für die Produktvermarktung eingesetzt. Die Entwicklung Londons zum wichtigen Weltfinanzplatz beeinflusst auch in Deutschland Diskussionen um die deutsche Wirtschaftspolitik.

Very British. Ein deutscher Blick
Bonn: 10. Juli 2019 – 8. März 2020
Eröffnung: 9. Juli 2019, 19.30 Uhr mit Hanni Hüsch, ARD-Hauptstadtstudio Berlin
Pressevorbesichtigung 10.00 Uhr, Pressekonferenz 11.00 Uhr
Pressefotos: www.hdg.de/presse
Begleitbücher "Very British. Ein deutscher Blick" und "Very British. A German Point of View": 9,80 Euro im Museumsshop

 

 

Medienanfragen richten Sie bitte an
Pressereferent
Bonn
Peter Hoffmann

Eine Veröffentlichung der Fotos ist nur im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Ausstellung und unter Angabe des Copyright-Hinweises zulässig. Für höher aufgelöste Vorlagen wenden Sie sich bitte an den oben genannten Ansprechpartner.

Eine Figur von Teresa May, gekleidet im Union Jack, die sich eine Pistole mit der Aufschrift Brexit in den Mund steckt.

Der Karnevalswagen von Jacques Tilly im Düsseldorfer Rosenmontagszug 2017 kommt auch bei Protesten in London zum Einsatz.
Foto: Haus der Geschichte/Axel Thünker
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Verbeuteltes Bruchstück mit der Aufschrift "An unhappy Landing"

Einsatz bei der Berliner Luftbrücke 1948: Bruchstück einer Maschine der Royal Air Force
Foto: Stiftung Haus der Geschichte/Axel Thünker
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Die Zeitschrift Hör Zu mit einem Bild von Queen Elizabeth II auf dem Cover.

Programmübersicht in der „HÖR ZU“ zum Staatsbesuch des britischen Königspaares 1965
Foto: Stiftung Haus der Geschichte/Axel Thünker
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Zwei Liegestühle, die mit Handtüchern bedeckt sind.

Wer war zuerst am Pool? Ewiger Streit zwischen Briten und Deutschen zur Freude der Boulevardpresse
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Plakat mit einem kleinen Pudel, der für Frankreich steht, einem mittelgroßen Schäferhund für Deutschland und einer Bulldogge mit Union Jack am Halsband.

Die Konservativen werben 1987 selbstbewusst für ihre Wirtschaftspolitik.
Foto: Stiftung Haus der Geschichte/Axel Thünker
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Weißes Trommelfeld mit dem schwarzen Schriftzug The Beatles.

Trommelfell von Ringo Starrs Bass Drum. Die Beatles starten Anfang der 1960er Jahre ihre Weltkarriere.
Foto: Stiftung Haus der Geschichte/Axel Thünker
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Schaufensterpuppe mit einem kurzen, gemusterten Kleid, einem roten Regenmantel und beigen Lackstiefeln zum Schnüren.

Bunte Farben, weite Schnitte, Minirock: Junge Modeschöpferinnen wie Mary Quant setzen in den 1960er Jahren Akzente.
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Plastikfigur der englischen Königin, die ein blauses Kleid mit passendem Hut trägt und die Hand winkend hebt.

Nicht nur als Merchandising-Figur beliebt in Deutschland: Her Majesty Queen Elizabeth II
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Blechschild mit Union Jack und dem Bild eines Mini Coopers.

Englische Kultmarke: Schild aus dem Zubehörhandel für Mini-Fans
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Runder Button mit einer Taube in Farben des Union Jack und der Aufschrift Keep Britain in Europe.

Button der britischen Pro-Europa-Kampagne für das Referendum 1975
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Tigerfell mit ausgestopftem Kopf, die Augen sind aufgerissen, das Maul geöffnet.

„Same procedure as last year?“ : Das legendäre Original-Tigerfell aus dem Silvester-Sketch „Dinner for One“. Das Stück mit den Schauspielern Freddie Frinton und May Warden ist in Großbritannien nahezu unbekannt.
Foto: Stiftung Haus der Geschichte/Axel Thünker
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Weiße Tasse mit goldener Aufschrift unf dunkelroten Rändern.

Erinnerungsstücke: „TRH The Duke and Duchess of Cambridge – Royal Visit to Germany 19–21 July 2017” steht auf den Tassen, die die britische Botschaft anlässlich des Besuchs von Prinz William und Herzogin Kate herausgibt.
Foto: Stiftung Haus der Geschichte/Axel Thünker
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Ausstellungsplakat mit Teetasse und Union Jack

Plakat der Ausstellung
© TeamRogger
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