Braucht Demokratie Erinnerungsorte?

Podiumsdiskussion zum 15-jährigen Jubiläum des Tränenpalasts als Ausstellungsort

Am 14. September 2026 feiert der Tränenpalast sein 15-jähriges Bestehen als Museum. Aus diesem Anlass lädt die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zu einer Podiumsdiskussion mit anschließendem Empfang ein.

Der Tränenpalast steht als ehemaliger Grenzübergang zwischen Ost- und West-Berlin exemplarisch für Teilung, Kontrolle, Abschied und individuelle Erfahrungen im Kontext der deutschen Nachkriegsgeschichte. Wie kaum ein anderer Ort macht er den Systemgegensatz von Diktatur und Demokratie unmittelbar erfahrbar. Als Museum ist er seit 15 Jahren ein Lern- und Erinnerungsort, der historische Ereignisse mit aktuellen Fragen nach Freiheit, Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt verbindet. Seit der Eröffnung belegen 3,6 Millionen Besuchende das anhaltende Interesse; neben Schulklassen und Bildungs-reisenden machen ausländische Touristinnen und Touristen die Hälfte der Gäste aus. 

Prof. Dr. Harald Biermann, Präsident der Stiftung, betont die Relevanz des Standorts:

„Der Tränenpalast zeigt, wie ein historischer Ort Brücken schlagen kann – zwischen individuellen Schicksalen und größeren politischen Zusammenhängen, zwischen Vergangenheit und den drängenden Fragen unserer Zeit. Das macht ihn zu einem unverzichtbaren Lernort für alle Generationen."

Maria Bering, Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und Ständige Vertreterin des Leitenden Beamten beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, hebt hervor:

"Orte wie der Tränenpalast machen Geschichte erfahrbar und zeigen, wie eng Erinnerung und Demokratie miteinander verbunden sind. Gerade in Zeiten, in denen demokratische Werte immer wieder neu verhandelt werden, brauchen wir solche Orte, die zum Nachdenken und zum Gespräch einladen."

Perspektiven aus Politik, Bildung, Praxis und der Nachwendegeneration

Die Jubiläumsveranstaltung nimmt zentrale Fragen der Gedenkkultur in den Blick: Welche Bedeutung haben Erinnerungsorte für das historische Bewusstsein einer pluralen 

Gesellschaft? Welchen Beitrag können sie leisten, damit der Wert demokratischer Freiheit nicht als selbstverständlich hingenommen wird? Wie erreichen Orte der Geschichte angesichts schwindender Zeitzeugenschaft und digitaler Informationswelten insbesondere junge Menschen? 

Programm

18.00 Uhr
geführter Rundgang durch die Ausstellung des Tränenpalasts 
Optional - bitte bei der Anmeldung angeben! 

19.00 Uhr
BEGRÜßUNG
Prof. Dr. Harald Biermann, Präsident der Stiftung Haus der Geschichte

GRUßWORT
Maria Bering, Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Ständige Vertreterin des Leitenden Beamten beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

GESPRÄCH 
Dr. Kai-Michael Sprenger, Direktor Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte
Lea Honoré, Vorsitzende des Berliner Verbands der 
Geschichtslehrerinnen und -lehrer
Valerie Schönian, Autorin, Journalistin u. a. für das Leipziger Büro der ZEIT
Dr. Mike Lukasch, Direktor Tränenpalast 
moderiert von Shelly Kupferberg

EMPFANG
Im Anschluss laden wir Sie zu einem gemeinsamen Austausch bei einem Umtrunk ein.

Auf einen Blick:

  • Termin: Montag, 14. September 2026, 19.00 Uhr 
  • Ort: Tränenpalast, Reichstagufer 17, 10117 Berlin
  • Um 18.00 Uhr besteht die Möglichkeit, vorab an einem begleiteten Rundgang durch die Ausstellung im Tränenpalast teilzunehmen.

Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. Der Zugang erfolgt ausschließlich für geladene Gäste und akkreditierte Pressevertreter und -vertreterinnen. Aufgrund begrenzter Kapazitäten ist eine Akkreditierung bis zum 12. September 2026 unter presse-berlin(at)hdg.de erforderlich. 

Bitte kontaktieren Sie uns für Medienanfragen und weitere Informationen! 
Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

 

Medienanfragen und Fotowünsche richten Sie bitte an
Direktor
Museum in der Kulturbrauerei
Tränenpalast
Dr. Mike Lukasch
Assistentin des Direktors
Museum in der Kulturbrauerei
Tränenpalast
Anne-Katrin Niemeyer

Eine Veröffentlichung der Fotos ist nur im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Ausstellung und unter Angabe des Copyright-Hinweises zulässig. Für höher aufgelöste Vorlagen wenden Sie sich bitte an die oben genannten Ansprechpartner.

Außenansicht des Tränenpalasts

Außenansicht des Tränenpalasts 

Foto: Stiftung Haus der Geschichte / Stephan Klonk
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Ansicht der Ausstellung im Tränenpalast

Besucherinnen und Besucher in der Ausstellung im Tränenpalast

Foto: Stiftung Haus der Geschichte / Christoph Petras
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Haupteingang zur Ausstellung

Haupteingang des Museums

Foto: Stiftung Haus der Geschichte / Christoph Petras
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Kontrollkabine in der Ausstellung im Tränenpalast

Ausstellungsansicht “Tränenpalast. Ort der deutschen Teilung”

Foto: Stiftung Haus der Geschichte / Axel Thünker
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Eingangsbereich der Ausstellung

Eingangsbereich der Ausstellung

Foto: Stiftung Haus der Geschichte / Christoph Petras
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