Veranstaltungen und Termine

Unter Beobachtung.
Österreich seit 1918

25. April: Vortrag mit dem Buchautor Prof. Dr. Manfried Rauchensteiner (Wien) mit einem Überblick über die österreichische Geschichte der letzten 100 Jahre.

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Museumsnacht „Kult”, © Stadt Leipzig

"Kult"
Museumsnacht Halle + Leipzig

5. Mai: Unter dem Motto "Kult" öffnen wir zusammen mit Museen aus Halle und Leipzig zu ungewöhnlicher Stunde unsere Türen zur 10. gemeinsamen Museumsnacht.

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Filmreihe „Film des Monats”, Foto © MFA+ FilmDistribution e.K.

Film des Monats: "Das Mädchen - Was geschah mit Elisabeth K.?

14. Mai: Dokumentarfilm über das Schicksal der deutschen Studentin Elisabeth Käsemann in Argentinien im Jahr 1977 und die Frage wie unpolitisch Sport sein darf. 

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April 2018
Prof. Dr. Manfried Rauchensteiner, © privat
Buchtitel, © Böhlau Verlag

Mit dem Historiker und Buchautor Prof. Dr. Manfried Rauchensteiner (Wien)
In Kooperation mit dem Böhlau Verlag 

Jedes Mal, wenn sich in Österreich nach 1918 etwas ereignete, stand das Land unter Beobachtung: als Deutschösterreich, als Erste Republik, als Ständestaat, als Alpen- und Donaugaue des Großdeutschen Reichs, als Zweite Republik – bis in die Gegenwart. Es wurde und wird geschaut, gehört und meist nicht geschwiegen. So als ob Österreich noch immer jene Versuchsstation für Weltuntergänge wäre, als die sie Karl Kraus beschrieben hat.

Was 1918 notgedrungen als Experiment begann, war 1938 auch schon wieder gescheitert. 1945 wollten vier Besatzungsmächte kein Risiko eingehen und stellten Österreich unter Kuratel. Und auch in weiterer Folge stand das Land immer wieder unter Beobachtung: 1956, während des Volksaufstands in Ungarn, 1968 bei der Besetzung der Tschechoslowakei, 1986 nach der Wahl Kurt Waldheims zum österreichischen Bundespräsidenten, 1991 während des slowenischen Unabhängigkeitskrieges, 2000 nach der Bildung einer Kleinen Koalition und nicht zuletzt 2016 bei der längsten Wahl eines österreichischen Staatsoberhauptes. Österreich galt als Problemzone, als Sonderfall, als Musterschüler und gleich mehrfach als böser Bube, dem man ganz genau auf die Finger schauen wollte. Das tut man bis heute.

Manfried Rauchensteiners Buch „Unter Beobachtung. Österreich seit 1918“ vermittelt einen abwechslungsreichen Überblick über die österreichische Ge-schichte der letzten 100 Jahre.

Manfried Rauchensteiner ist Historiker, Universitätsprofessor und Autor zahl-reicher Bücher, darunter das Standardwerk „Der Erste Weltkrieg und das Ende der Habsburgermonarchie 1914–1918“. Der Schwerpunkt seiner Forschung, seiner Vorträge und publizistischen Tätigkeit liegt auf der Militär- und Zeitgeschichte. Er ist Mitglied des Militärhistorischen Beirats des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport in Österreich, Beirat der Dr.-Wilfried-Haslauer Bibliothek in Salzburg und des Zukunftsfonds der Republik Österreich sowie des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam. Von 2005 bis 2011 war er als Koordinator und Berater beim Aufbau des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden tätig. Er lebt und arbeitet in Wien.

Erika-Schreibmaschine, Simson und Hühnereierbecher: Mit einer Begleitung durch unsere aktuelle Wechselausstellung erfahren Sie, mit welchen politischen Auflagen und unter welchen planwirtschaftlichen Rahmenbedingungen Produkte in der DDR entstehen. Wie gehen Formgestalter mit dem politischen Druck und innerbetrieblichen Schwierigkeiten um? Und gibt es ein DDR-Design?

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Das beliebte DDR-Comic mit seinen drei kleinen Helden hat nun eine eigene Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig. Entdecken Sie mit einer Begleitung rund 150 Zeichnungen, Entwürfe, Vorlagen und Modelle von Hannes Hegen. Erfahren Sie, wie die „Mosaik“-Zeichner und -Texter arbeiteten und welche Auseinandersetzungen es mit dem Verlag und den Funktionären der SED gab.

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Erika-Schreibmaschine, Simson und Hühnereierbecher: Mit einer Begleitung durch unsere aktuelle Wechselausstellung erfahren Sie, mit welchen politischen Auflagen und unter welchen planwirtschaftlichen Rahmenbedingungen Produkte in der DDR entstehen. Wie gehen Formgestalter mit dem politischen Druck und innerbetrieblichen Schwierigkeiten um? Und gibt es ein DDR-Design?

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Erika-Schreibmaschine, Simson und Hühnereierbecher: Mit einer Begleitung durch unsere aktuelle Wechselausstellung erfahren Sie, mit welchen politischen Auflagen und unter welchen planwirtschaftlichen Rahmenbedingungen Produkte in der DDR entstehen. Wie gehen Formgestalter mit dem politischen Druck und innerbetrieblichen Schwierigkeiten um? Und gibt es ein DDR-Design?

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Mai 2018

Erika-Schreibmaschine, Simson und Hühnereierbecher: Mit einer Begleitung durch unsere aktuelle Wechselausstellung erfahren Sie, mit welchen politischen Auflagen und unter welchen planwirtschaftlichen Rahmenbedingungen Produkte in der DDR entstehen. Wie gehen Formgestalter mit dem politischen Druck und innerbetrieblichen Schwierigkeiten um? Und gibt es ein DDR-Design?

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Museumsnacht „Kult”, © Stadt Leipzig

Zusammen mit rund 80 Museen aus Halle und Leipzig öffnen wir zu ungewöhnlicher Stunde unsere Türen zur 10. gemeinsamen Museumsnacht. Kult ist in diesem Jahr unser Motto und „kultiges” bieten unsere Ausstellungen „Alles nach Plan? Formgestaltung in der DDR“und „DDR-Comic MOSAIK. Dig, Dag, Digedag” sowie unser Programm in dieser Nacht.

ab 17.00 Uhr
Kultige Spiele – Groß und Klein sind zum Mitmachen eingeladen.
Kult-Design – Welches Design-Objekt aus der DDR haben Sie noch zu Hause? Stimmen Sie ab und küren Sie das Designerstück des Abends in der Ausstellung „Alles nach Plan? Formgestaltung in der DDR“.

18.00-21.30 Uhr
Kult-Comic – MOSAIK-Zeichner Jörg Reuter zeigt Tricks und Kniffe in der MOSAIK-Zeichenwerkstatt.

19.00-23.30 Uhr
Kult-Objekte – Kurzführungen durch die Ausstellung „Alles nach Plan? Formgestaltung in der DDR“. Wir stellen unsere Lieblingsobjekte und deren Geschichte vor.

21.00-22.00 Uhr
Absoluter Kult – „Depeche Mode und ihre Fans in der DDR“ Sascha Lange stellt sein neues Buch „Behind The Wall“ vor.

22.00-24.00 Uhr
Kult-MusikDJ DrMOIIE spielt die Hits der 1980er Jahre und erfüllt Musikwünsche.

Weitere Informationen unter www.museumsnacht-halle-leipzig.de
Eintritt ab 18 Uhr mit Museumsnacht-Ticket (Verkauf an der Abendkasse)

Buchcover, © Ventil Verlag
Sascha Lange, © privat

Lesung mit Sascha Lange 
im Rahmen der Museumsnacht „Kult” 

Depeche Mode gehören ohne Zweifel zu den langlebigsten Bands der eigentlich schnelllebigen Popmusik-Ära der 1980er-Jahre. Und sie haben ohne Zweifel bis heute die treuesten Fans. „Behind The Wall” erzählt die Geschichte dieser besonderen Fankultur in den 1980ern – hinter der Mauer, in der DDR.

Historiker Sascha Lange und Grafikdesigner Dennis Burmeister haben sich nach ihrem 2013 erschienenen Bestseller „Depeche Mode Monument“ diesmal mit dem Phänomen Depeche Mode und ihre Fans in der DDR beschäftigt. Unmengen an unveröffentlichten Fotos und Dokumenten wurden gesichtet und mit vielen Fans und Zeitzeugen gesprochen. Entstanden ist ein bislang unbekannter Einblick in das Innere einer Jugendkultur und das Alltagsleben in der DDR. Auf den Tag genau 30 Jahre nach dem einzigen Depeche-Mode-Konzert in Ost-Berlin erscheint „Behind The Wall – Depeche Mode-Fankultur in der DDR“.

„Behind The Wall” ist gleichzeitig auch eine Coming-of-Age-Geschichte. Eine Do-It-Yourself-Geschichte. Eine Musik-Geschichte. Eine Geschichte über Depeche Mode. Eine Geschichte, die zeigt, dass Jugendliche in Ost und West sich in den 1980er Jahren schon viel ähnlicher waren, als sie selbst damals wussten. Und doch anders waren – wegen der Umstände. Eine Geschichte von einem Mauerfall lange vor dem Mauerfall. Einer grenzenlosen Fanliebe …

Sascha Lange wurde 1971 geboren und lebt seither in Leipzig. Er ist gelernter Theatertischler, ungelernter Musiker, motivierter Autor und promovierter Historiker mit dem Schwerpunkt Jugendkulturen. „Behind The Wall – Depeche Mode-Fankultur in der DDR” erschien am 7. März 2018 im Ventil Verlag.

Filmreihe „Film des Monats”, Foto © MFA+ FilmDistribution e.K.

„Das Mädchen – Was geschah mit Elisabeth K.?“
Dokumentarfilm (Deutschland 2014, 75 Min)
Regie: Eric Friedler

Argentinien, 1977. Die Militärdiktatur foltert und tötet Tausende. Auch die in Buenos Aires lebende deutsche Studentin Elisabeth Käsemann wird von der Junta verhaftet. Die alarmierten Eltern wenden sich vergeblich an das Auswärtige Amt. Ein Jahr vor der Fußball-WM in Argentinien sieht die Bundesregierung beim Ausrichter und Wirtschaftspartner von Interventionen ab. Obwohl über den Fall seit April auch in den deutschen Medien berichtet wird, bereitet sich der Deutsche Fußballbund auf die Weltmeisterschaften vor: Im Mai reist die Nationalmannschaft zu einem Freundschaftsspiel nach Argentinien. Einen Tag nach dem Spiel, am 6. Juni 1977, wird offiziell mitgeteilt, dass die in Argentinien lebende Deutsche Elisabeth Käsemann bei einem Feuergefecht ums Leben gekommen sei.

Welche Rolle spielte damals das Auswärtige Amt? Wie erinnern sich heute die beteiligten Personen an die Ereignisse? Wie unpolitisch darf Sport sein? Der Dokumentarfilm des mehrfachen Grimmepreisträgers Eric Friedler stellt Fragen von beklemmender Brisanz.

Eric Friedler (Jahrgang 1971) leitet im NDR die Abteilung Sonderprojekte für Dokudrama und Dokumentarfilm. Für seine Filme wurde er vielfach national und international ausgezeichnet.

Buchcover, © Mitteldeutscher Verlag

Mit Antje Dussa (Lehrerin am Historischen Seminar der Universität Leipzig), Prof. Dr. Alfons Kenkmann (Historiker, Professor für Geschichtsdidaktik am Historischen Seminar der Universität Leipzig), Dr. André Postert (Historiker, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e. V. an der TU Dresden, HAIT) und Dr. Francesca Weil (Historikerin, Leiterin des Forschungsbereichs „Nationalsozialismus“ am HAIT)
Moderation: Prof. Dr. Thomas Lindenberger (Direktor am HAIT)
In Kooperation mit dem Mitteldeutschen Verlag 

Millionen von Kindern erlebten die Schrecken des Zweiten Weltkriegs: Luftangriffe, Angst, Heimatverlust, Hunger und Kälte. Lange schwieg diese Generation über ihre Erlebnisse. Doch Jahrzehnte nach Kriegsende werden bei vielen die Erinnerungen wieder wach.

Auch die Forschung hat bis in die 1990er Jahre die dramatischen Kindheitserfahrungen als eine Art „Kollateralschaden“ des Krieges weitestgehend ignoriert. Wissenschaftler verschiedener Disziplinen aus unterschiedlichen Ländern unternehmen nun in diesem Tagungsband den Versuch, die „Lebenswelten der Stummen der Geschichte“ nachzuzeichnen und Kinder als Opfer, aber auch als handelnde Akteure zu beschreiben. Die internationale Perspektive der Beiträge führt dabei nicht zum Aufrechnen von Leid und einer Konkurrenz der Opfer, sondern setzt die höchst unterschiedlichen Kindheitsgeschichten des Zweiten Weltkriegs differenziert miteinander in Bezug.

Siegfried Bülow, © Porsche AG Leipzig

Mit Siegfried Bülow (ehem. Barkas-Betriebsdirektor und Leiter des Leipziger Porsche-Werks) und Dr. Jürgen Reiche (Direktor des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig)
Begleitprogramm zur Ausstellung „Alles nach Plan? Formgestaltung in der DDR“ 

Es gibt wohl kaum eine zweite Biografie wie die von Siegfried Bülow: 1952 in Chemnitz, dem späteren Karl-Mark-Stadt geboren, absolvierte er eine Lehre als Werkzeugmacher beim Fahrzeughersteller Barkas. Berufsbegleitend nahm Bülow ein Ingenieurstudium auf und wurde Anfang des Jahres 1989 Barkas-Betriebsdirektor. Als nach der deutschen Einheit sein Werk von Volkswagen übernommen wurde, ging er zunächst nach Wolfsburg in die VW-Zentrale. Von 2000 an baute er das Leipziger Porsche-Werk auf, das er bis 2017 leitete.

Als Automanager hatte es Siegfried Bülow mit Fahrzeugen zu tun, die unterschiedlicher nicht sein könnten: auf der einen Seite Barkas – ein Nutzfahrzeug, das vor allem funktional sein und möglichst sparsam produziert werden sollte, auf der anderen Seite Porsche – ein Statussymbol, bei dem neben der technischen Ausstattung vor allem das unverwechselbare Design ein wichtiges Kaufargument ist.

In einem Gespräch mit Dr. Jürgen Reiche, dem Direktor des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig, blickt Siegfried Bülow auf seine Arbeit für unterschiedliche Hersteller in unterschiedlichen politischen Systemen zurück und reflektiert über das Verhältnis von Ökonomie, Konsum und Gestaltung.

Wir bieten technisch bestens ausgestattete Räume für Veranstaltungen unterschiedlichster Art und Größe. Alle Räume sind barrierefrei und Nichtraucher-Räume. Buchen Sie das Foyer, den Saal oder die Seminarräume.