Veranstaltungen und Termine

Filmausschnitt, © Real Fiction Filmverleih

Wissenschaftskino:
„Workingman's Death"

19. Juni: Dokumentarfilm in fünf Episoden zu körperlicher Schwerstarbeit an verschiedenen Orten der Erde mit anschließendem Gespräch.

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Museum nach Feierabend:
Alles nach Plan?

3. Juli: Gibt es ein DDR-Design? Erfahren Sie mehr in einer Begleitung durch unsere aktuelle Wechselausstellung zur Formgestaltung in der DDR.

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Juni 2018
Filmausschnitt, © Real Fiction Filmverleih
Filmausschnitt, © Real Fiction Filmverleih

Dokumentarfilm (Deutschland/Österreich 2005, 126 Min, FSK 16)
Regie: Michael Glawogger 

Filmvorführung und Gespräch
mit Ines Kuche (Bezirksgeschäftsführerin, ver.di Leipzig-Nordsachsen) und Prof. Dr. Andreas Suchanek (Inhaber des Dr. Werner Jackstädt-Lehrstuhls für Wirtschafts- und Unternehmensethik an der Handelshochschule Leipzig – HHL)
Moderation: Prof. Dr. Ulrich Brieler (Leiter des Referats Wissenspolitik bei der Stadt Leipzig)
In Kooperation mit der Handelshochschule Leipzig und der Stadt Leipzig

Der österreichische Regisseur Michael Glawogger setzt sich in der in fünf Episoden erzählten Dokumentation „Workingman`s Death“ mit einem globalen Problemfeld auseinander: der körperlichen Schwerstarbeit unter extremen Bedingungen. Er begleitet illegale Minenarbeiter in der Ukraine, Schwefelsammler in Indonesien, folgt den Blutströmen eines nigerianischen Schlachthofs und filmt Schweißer auf einer Schiffsverschrottungsanlage in Pakistan sowie Stahlarbeiter bei ihrer schweißtreibenden Arbeit in einer nordostchinesischen Schwerindustrieregion. Seine Bilder sind verstörend und faszinierend zugleich. Im Kontrast dazu präsentiert Glawogger ein ehemaliges Hüttenwerk im Ruhrgebiet, das zur Eventlocation „Landschaftspark Duisburg-Nord“ umgestaltet wurde. An diesem Ort hat die Freizeitgesellschaft die Arbeitsgesellschaft längst abgelöst.

„Workingman`s Death“ wurde 2007 mit dem Deutschen Filmpreis als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Erika-Schreibmaschine, Simson und Hühnereierbecher: Mit einer Begleitung durch unsere aktuelle Wechselausstellung erfahren Sie, mit welchen politischen Auflagen und unter welchen planwirtschaftlichen Rahmenbedingungen Produkte in der DDR entstehen. Wie gehen Formgestalter mit dem politischen Druck und innerbetrieblichen Schwierigkeiten um? Und gibt es ein DDR-Design?

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Das beliebte DDR-Comic mit seinen drei kleinen Helden hat nun eine eigene Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig. Entdecken Sie mit einer Begleitung rund 150 Zeichnungen, Entwürfe, Vorlagen und Modelle von Hannes Hegen. Erfahren Sie, wie die „Mosaik“-Zeichner und -Texter arbeiteten und welche Auseinandersetzungen es mit dem Verlag und den Funktionären der SED gab.

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Erika-Schreibmaschine, Simson und Hühnereierbecher: Mit einer Begleitung durch unsere aktuelle Wechselausstellung erfahren Sie, mit welchen politischen Auflagen und unter welchen planwirtschaftlichen Rahmenbedingungen Produkte in der DDR entstehen. Wie gehen Formgestalter mit dem politischen Druck und innerbetrieblichen Schwierigkeiten um? Und gibt es ein DDR-Design?

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Juli 2018
Filmszene mit Ulrich Mühe, © DEFA-Stiftung/Jörg Erkens

„Hälfte des Lebens“
Drama (DDR 1985, 87 min)
Regie: Herrmann Zschoche
Darsteller: Ulrich Mühe, Jenny Gröllmann, Swetlana Schönfeld, Michael Gwisdek

Der Film erzählt zehn Jahre aus dem Leben des Dichters Friedrich Hölderlin: Als 26-Jähriger tritt er die Stelle eines Hauslehrers bei dem Frankfurter Bankier Gontard an und verliebt sich in dessen Frau Susette. Die leidenschaftliche Liebe wird zwar erwidert, hat jedoch keine Zukunft. Beide sind nach der Trennung gebrochene Menschen. Mit 33 Jahren stirbt Susette. Der Verlust stürzt Hölderlin in tiefe Depressionen, die ihn 36 Jahre – die „Hälfte seines Lebens“ – begleiten. Neben der tragischen Liebesgeschichte erlebt Hölderlin den Niedergang der französischen Revolution und das Scheitern seiner damit verbundenen Hoffnungen. Der Titel des Films „Hälfte des Lebens“ nimmt Bezug auf eines der bekanntesten Gedichte Friedrich Hölderlins.

Ulrich Mühe (1953–2007) gehört sowohl in der DDR als auch im wiedervereinigten Deutschland zu den Großen seiner Zunft. Seine Rollen am Deutschen Theater in Ost-Berlin und in zahlreichen DEFA-Filmen sind unvergessen. Seine Karriere im Westen bringt ihm einen Oscar ein. Leben und Werk des Künstlers sind ein Spiegelbild deutscher Geschichte – auch in ihrer Zerrissenheit. Der in Grimma geborene Mühe wäre in diesem Jahr 65 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass zeigt das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig in der Reihe „Film des Monats“ drei seiner Arbeiten, die seine schauspielerische Wandlungsfähigkeit auf eindrucksvolle Weise unter Beweis stellen.

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Szenenfoto, © 2017 solo:film GmbH / MDR / RBB

„Montags in Dresden“
Dokumentarfilm (Deutschland 2017, 83 Min)
Regie: Sabine Michel 

Filmvorführung und anschließendes Podiumsgespräch
mit der Schriftstellerin Jana Hensel und der Regisseurin Sabine Michel

Die Regisseurin Sabine Michel hat drei Pegida-Anhänger über ein Jahr lang in ihrer Heimatstadt begleitet – auf ihren Demonstrationen und in ihrem Alltag: Sabine Ban, 33, Mutter eines autistischen Jungen und Hartz-IV-Empfängerin. Sie hortet in ihrem Keller Konserven für den Fall, dass ein Bürgerkrieg ausbricht. René Ban, 51, Hausmeister und ehemaliger Pegida-Vize, der sich einst wegen Lutz Bachmann von Pegida distanzierte und nun wieder mitläuft. Daniel Heimann, Flüchtlingskind, Katholik und mittelständischer Unternehmer in Pirna. Er hat den rechten Heimatverein „Pro Patria Pirna“ gegründet.

Sabine Michel lässt die drei Protagonisten reden, hält sich mit Kommentaren zurück. „Montags in Dresden“ ist kein Film über PEGIDA, er fragt nach den privaten Gründen für das patriotische Aufbegehren, ein Film über absurde und reale Ängste der Gegenwart.

Sabine Michel, Jahrgang 1971, ist Regisseurin und lebt in Berlin. Sie ist Absolventin des Bereichs Regie der Hochschule für Film „Konrad Wolf“ in Potsdam. Für ihren Dokumentarfilm „Mein Leben – Die Fotografin Sibylle Bergemann“ erhält sie 2012 den Grimme-Preis. „Montags in Dresden“ ist bei der 60. DOK Leipzig 2017 nominiert für den „Dokumentarfilmpreis Goethe-Institut“ und für den „Filmpreis Leipziger Ring“.

Jana Hensel, Jahrgang 1976, ist Autorin und freie Journalistin. Mit ihrem Erinnerungsband „Zonenkinder“ sorgt sie 2002 für Furore. Sie schreibt für DIE ZEIT, den SPIEGEL und DIE WELT, war stellvertretende Chefredakteurin des FREITAG. 2017 erscheint ihr Roman „Keinland. Ein Liebesroman“. 

Plakat zur Ausstellung, © 2018 Layout: Bettina Altendorf/algrades, Foto: Ronald Wittek

Rückblende 2017. Der deutsche Preis für politische Fotografie und Karikatur

Die RÜCKBLENDE 2017, die 34. in Folge, wird von der Landesvertretung Rheinland-Pfalz gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) ausgerichtet. Alle zum Wettbewerb eingesandten Beiträge können im Internet unter www.rueckblende.rlp.de eingesehen werden.

Die RÜCKBLENDE ist der höchstdotierte Wettbewerb für Fotografie und Karikatur in Deutschland. Vom 19. Juli bis 2. September 2018 sind rund 100 Arbeiten von Bildjournalisten und Karikaturisten zum politischen Geschehen im Jahr 2017 im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig zu sehen. 

Vorschau

Filmszene, © 2018 Fernsehjuwelen GmbH

„Das Spinnennetz“
Drama (Deutschland 1989, 196 Min)
Regie: Bernhard Wicki
Darsteller: Ulrich Mühe, Klaus Maria Brandauer, András Fricsay, Corinna Kirchhoff, Agnes Fink, Armin Müller-Stahl

Die Verfilmung eines Romans von Joseph Roth zeichnet den Werdegang des karrieresüchtigen Kleinbürgers Theodor Lohse in den politischen Wirren nach dem Ende des Ersten Weltkriegs nach. Für seinen gesellschaftlichen Aufstieg ist der skrupellose Lohse zu allem bereit. Er schließt sich einer rechtsextremen Geheimorganisation an und schreckt selbst vor Mord nicht zurück. Einzig der Doppelagent Benjamin Lenz kennt Lohses Vergangenheit und kann ihm gefährlich werden. In einem mörderischen Kampf der beiden ungleichen Männer erkennt Lenz die ganze Erbärmlichkeit Lohses. Der prominent besetzte Film lässt das Panorama einer Epoche entstehen, in der erste Weichen für die deutsche Katastrophe zwischen 1933 und 1945 gestellt werden.

Ulrich Mühe (1953–2007) gehört sowohl in der DDR als auch im wiedervereinigten Deutschland zu den Großen seiner Zunft. Seine Rollen am Deutschen Theater in Ost-Berlin und in zahlreichen DEFA-Filmen sind unvergessen. Seine Karriere im Westen bringt ihm einen Oscar ein. Leben und Werk des Künstlers sind ein Spiegelbild deutscher Geschichte – auch in ihrer Zerrissenheit. Der in Grimma geborene Mühe wäre in diesem Jahr 65 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass zeigt das Zeitgeschichtliche Forum in der Reihe „Film des Monats“ drei seiner Arbeiten, die seine schauspielerische Wandlungsfähigkeit auf eindrucksvolle Weise unter Beweis stellen.

Wir bieten technisch bestens ausgestattete Räume für Veranstaltungen unterschiedlichster Art und Größe. Alle Räume sind barrierefrei und Nichtraucher-Räume. Buchen Sie das Foyer, den Saal oder die Seminarräume.