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LOCATION:Zeitgeschichtliches Forum Leipzig - Saal
SUMMARY:Von Vietnamkrieg und Vertragsarbeit. Vietnamesische Diaspora in der DDR und der Bundesrepublik - 
DESCRIPTION:Von Vietnamkrieg und Vertragsarbeit. Vietnamesische Diaspora in der DDR und der BundesrepublikGespräch mit Nhi Le (Journalistin und Moderatorin) und Dr. Kien Nghi Ha (Kultur- und Politikwissenschaftler)In Kooperation mit der Stiftung Bürger für Bürger
50 Jahre nach dem Ende des Vietnamkriegs, 45 Jahre nach dem Vertragsarbeiterabkommen zwischen Vietnam und der ehemaligen DDR und 35 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung nimmt die Veranstaltung die Erfahrungen der vietnamesischen Diaspora in den Blick. Die Journalistin Nhi Le und der Kulturwissenschaftler Kien Nghi Ha beleuchten dabei, wie sich die Geschichte der deutschen Teilung in der vietnamesischen Geschichte widerspiegelt.
Nach dem Ende des Vietnamkriegs 1975 flohen viele Menschen aus Südvietnam als „Boat People“ und fanden Aufnahme in der alten Bundesrepublik. Menschen aus Nordvietnam hingegen migrierten ab den 1980er Jahren vor allem als sogenannte Vertragsarbeiterinnen und -arbeiter in die DDR.
Der 1972 geborene Kien Nghi Ha kam selbst als „Boat People“-Flüchtling nach Westberlin. Nhi Le, geboren 1995, ist die Tochter ehemaliger Vertragsarbeitender, die sich in den achtziger Jahren in Chemnitz kennenlernten.Anhand ihrer unterschiedlichen Hintergründe werfen sie einen Blick auf das Thema „doppelte Teilung“ in der vietnamesischen Diaspora (Nord/Süd-Ost/West). Dabei gehen sie der Frage nach, welche Rollen vietnamesische Vertragsarbeiterinnen und -arbeiter in der ostdeutschen Einwanderungsgesellschaft und die „Boat People“ in der alten Bundesrepublik spielten.
Nhi Le ist Journalistin, Moderatorin und Autorin. Ihre Schwerpunkte sind digitale Medienkultur, die Schnittstellen zwischen Pop und Politik und die Einwanderungsgesellschaft Ostdeutschlands mit Fokus auf die vietnamesische Diaspora. 2021 zählte das „Medium Magazin“ sie zu den „Top 30 bis 30“ Journalistinnen und Journalisten des Landes. Ihre Arbeit wurde unter anderem mit dem Juliane Bartel Medienpreis und dem Alternativen Medienpreis ausgezeichnet. Le hat als Stipendiatin des DAAD im Doppelmaster der Universität Leipzig (Global Mass Communication) und der Ohio University (Journalism) studiert. Außerdem absolvierte sie ein Volontariat beim Norddeutschen Rundfunk.
Dr. Kien Nghi Ha ist Kultur- und Politikwissenschaftler und leitet den Arbeitsbereich Postcolonial Asian German Studies am Asien-Orient-Institut der Universität Tübingen. Er hat an der New York University sowie an den Universitäten in Bremen, Heidelberg und Bayreuth geforscht und wurde mit dem Augsburger Wissenschaftspreis für Interkulturelle Studien ausgezeichnet. Er hat zahlreiche Bücher zu postkolonialer Kritik, Rassismus, Migration und Asian Diaspora veröffentlicht.&nbsp;
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