Veranstaltungen und Termine

Plakat der Frauenbewegung. Wikimedia / Karl Maria Stadler, gemeinfrei

Film des Monats
"Die göttliche Ordnung"

4. März: Spielfilm über den Kampf der jungen Schweizerin Nora für das Wahlrecht in einem kleinen Appenzeller Dorf im Jahr 1971.

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Titelbild Veranstaltungsflyer

"Pazifisten - Querdenker - Christen.
Die Bausoldaten in der DDR."

9. März: Thementag zur (kirchen-)historischen Aufarbeitung des Widerstandes gegen die Militarisierung der DDR-Gesellschaft. 

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Leipziger Buchmesse
"Die Zukunft ist Geschichte"

21. März: Gespräch mit Masha Gessen, Preisträgerin des Buchpreises zur Europäischen Verständigung 2019, und dem Laudator Dr. Gerd Koenen. 

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Februar 2019

SED-Diktatur, friedliche Revolution, Wiedervereinigung und 30 Jahre Zusammenwachsen – das sind die Themen der Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Diktatur und Demokratie nach 1945“. Erfahren Sie in unserer Begleitung, wie Menschen in der DDR leben und warum sie 1989/1990 gegen die Machthaber auf die Straßen gehen. Wie erleben sie die Wiedervereinigung und die Zeit danach? Und vor welchen Herausforderungen steht das vereinte Deutschland des 21. Jahrhunderts?

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Das beliebte DDR-Comic mit seinen drei kleinen Helden hat nun eine eigene Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig. Entdecken Sie mit einer Begleitung rund 150 Zeichnungen, Entwürfe, Vorlagen und Modelle von Hannes Hegen. Erfahren Sie, wie die „Mosaik“-Zeichner und -Texter arbeiteten und welche Auseinandersetzungen es mit dem Verlag und den Funktionären der SED gab.

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SED-Diktatur, friedliche Revolution, Wiedervereinigung und 30 Jahre Zusammenwachsen – das sind die Themen der Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Diktatur und Demokratie nach 1945“. Erfahren Sie in unserer Begleitung, wie Menschen in der DDR leben und warum sie 1989/1990 gegen die Machthaber auf die Straßen gehen. Wie erleben sie die Wiedervereinigung und die Zeit danach? Und vor welchen Herausforderungen steht das vereinte Deutschland des 21. Jahrhunderts?

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Plakat zur Ausstellung

Über 600.000 Vereine gibt es in Deutschland, knapp die Hälfte aller Deutschen ist gegenwärtig Mitglied in mindestens einem von ihnen. Unsere Ausstellung „Mein Verein“ beschäftigt sich mit diesem Phänomen – von Schützenvereinen über Kleingärten, bis zu Fördergesellschaften und Hilfsorganisationen. Die Ausstellung zeigt den Verein als Ort von Geselligkeit und Gemeinschaft, Tradition und Heimatverbundenheit, der Menschen aus unterschiedlichen sozialen Milieus zusammenführt. Vereine sind dabei so vielfältig wie zahlreich. 

Zur Eröffnung der Ausstellung "Mein Verein" laden wir Sie herzlich ein.

Begrüßung
Prof. Dr. Hans Walter Hütter
Präsident der Stiftung Haus der Geschichte

Auftakt
Kabarett Leipziger Pfeffermühle

Einführung
Prof. Dr. Dietmar Klenke
Historiker, Universität Paderborn

Eröffnung
Dr. Jürgen Reiche
Direktor
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig 

Wir bitten um Anmeldung bei unserem Besucherdienst unter (0341) 22 20-400 bis zum 22. Februar 2019.

März 2019

SED-Diktatur, friedliche Revolution, Wiedervereinigung und 30 Jahre Zusammenwachsen – das sind die Themen der Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Diktatur und Demokratie nach 1945“. Erfahren Sie in unserer Begleitung, wie Menschen in der DDR leben und warum sie 1989/1990 gegen die Machthaber auf die Straßen gehen. Wie erleben sie die Wiedervereinigung und die Zeit danach? Und vor welchen Herausforderungen steht das vereinte Deutschland des 21. Jahrhunderts?

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Das beliebte DDR-Comic mit seinen drei kleinen Helden hat nun eine eigene Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig. Entdecken Sie mit einer Begleitung rund 150 Zeichnungen, Entwürfe, Vorlagen und Modelle von Hannes Hegen. Erfahren Sie, wie die „Mosaik“-Zeichner und -Texter arbeiteten und welche Auseinandersetzungen es mit dem Verlag und den Funktionären der SED gab.

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SED-Diktatur, friedliche Revolution, Wiedervereinigung und 30 Jahre Zusammenwachsen – das sind die Themen der Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Diktatur und Demokratie nach 1945“. Erfahren Sie in unserer Begleitung, wie Menschen in der DDR leben und warum sie 1989/1990 gegen die Machthaber auf die Straßen gehen. Wie erleben sie die Wiedervereinigung und die Zeit danach? Und vor welchen Herausforderungen steht das vereinte Deutschland des 21. Jahrhunderts?

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Plakat der Frauenbewegung. Wikimedia/Karl Maria Stadler, gemeinfrei

Spielfilm (Schweiz 2017, 92 Min)
Regie: Petra Biondina Volpe
In der Reihe „100 Jahre Frauenwahlrecht“

Schweiz, 1971: Nora ist eine junge Hausfrau und Mutter, die mit ihrem Mann, den zwei Söhnen und dem missmutigen Schwiegervater in einem beschaulichen Dorf im Appenzell lebt. Hier ist wenig von den gesellschaftlichen Umwälzungen der 68er-Bewegung zu spüren. Die Dorf- und Familienordnung gerät jedoch gehörig ins Wanken, als Nora beginnt, sich für das Frauenwahlrecht einzusetzen, über dessen Einführung die Männer abstimmen sollen. Von ihren politischen Ambitionen werden auch die anderen Frauen angesteckt und proben gemeinsam den Aufstand. Beherzt kämpfen die züchtigen Dorfdamen bald nicht nur für ihre gesellschaftliche Gleichberechtigung, sondern auch gegen eine verstaubte Sexualmoral. Doch in der aufgeladenen Stimmung drohen Noras Familie und die ganze Dorfgemeinschaft zu zerbrechen.

Petra Biondina Volpe
, Jahrgang 1970, studierte Kunst, Dramaturgie und Drehbuch in Zürich und Potsdam. Seit ihren Studientagen ist sie als freie Drehbuchautorin und Regisseurin tätig. Mit dem Kinostart des Films „Die göttliche Ordnung“ 2017 in der Schweiz, Österreich und Deutschland erregte sie breite Aufmerksamkeit.

Titelbild des Flyers zur Veranstaltung

Thementag
Mit Dr. Joachim Klose (Konrad-Adenauer-Stiftung, Dresden), Prof. Dr. Jörg Seiler (Professor für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit, Universität Erfurt), Bischof Heinrich Timmerevers (Bistum Dresden-Meißen) sowie weiteren Podiumsgästen

Informationen und Anmeldung unter: www.ka-dd.de/bausoldaten
Veranstalter: Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen
Eintritt kostenpflichtig

Der Dienst als Bausoldat in der Nationalen Volksarmee der DDR war ab 1964 die einzige Möglichkeit, dem verpflichtenden Dienst an der Waffe zu entgehen. Die Spatensoldaten – wie sie aufgrund des Spatens auf den Schulterstücken auch genannt wurden – begründeten ihre Ablehnung des Kriegsdienstes häufig mit dem Verweis auf Kirche und Religion, aus pazifistischen oder politischen Motiven heraus. Als Waffenverweigerer mussten sie in der geschlossenen Gesellschaft der DDR nicht selten Nachteile und Schikanen erfahren. Viele von ihnen leiden bis heute darunter. 

Der Thementag leistet einen Beitrag zur (kirchen-)historischen Aufarbeitung und nimmt persönliche Betroffenheit ernst. Welche Rolle spielten die Kirchen hinsichtlich des Widerstandes gegen die Militarisierung der DDR-Gesellschaft? Wie sind sie mit Betroffenen umgegangen? Leisteten die Bausoldaten letztlich einen Beitrag zur späteren Friedensbewegung in der DDR? (www.ka-dd.de/bausoldaten)

Buchvorstellung „Im Riss zweier Epochen. Potsdam in den 1980er und frühen 1990er Jahren“ und Gespräch
Mit der Autorin Dr. Jutta Braun (Historikerin, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam) und dem Autor Dr. Peter Ulrich Weiß (Historiker, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und Humboldt-Universität Berlin)
In Kooperation mit dem be.bra wissenschaft verlag

Nah an der Systemgrenze zum „Klassenfeind“ gelegen, war Potsdam ein Ballungszentrum von Militärs, Kadereliten und SED-Funktionsträgern. Ungeachtet ihres Rufes als „rote Bezirksstadt“ wurde die Havelmetropole in den 1980er Jahren mehr und mehr zum politischen Unruheherd innerhalb der Region. Hier entstand eine rege Oppositionsszene und Protestbewegung, die die Stadt zum Epizentrum des politischen Umbruchs in Brandenburg machte. Anhand komplexer Fallstudien zeichnen die Autoren das einzigartige Panorama einer vielgestaltigen Stadtgesellschaft im Wandel, in der sich mit der Transformation der politischen Rahmenbedingungen auch das Lebensgefühl fundamental veränderte. 

Podiumsdiskussion
Mit Antje Hermenau, Jan Emendörfer (Leipziger Volkszeitung) und Stefan Locke (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
In Kooperation mit der Evangelischen Verlagsanstalt

30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs verschieben sich die Kraftfelder in und um Europa. Aber auch innerdeutsche Konflikte bedürfen der Analyse. Antje Hermenau, die ehemalige sächsische Grünen-Chefin, stellt Sachsen in das Zentrum ihrer Betrachtungen und beschreibt mit Mutterwitz und weltoffenem Patriotismus die sächsische Seele samt den Missverständnissen und ernsthaften Meinungsverschiedenheiten zwischen Ost- und Westdeutschen, Ost- und Westeuropäern. Sie wagt Ausblicke in die Zukunft und liefert ein leidenschaftliches Plädoyer für mehr Bürgerverantwortung.

Buchvorstellung
Moderation: Cornelius Pollmer (Süddeutsche Zeitung)
In Kooperation mit dem C.H. Beck Verlag

Im Jahr 1979 häuften sich weltweit Krisen, euphorische Aufbrüche und Revolutionen. Die iranische Revolution, Thatchers Neoliberalismus oder die Öffnung Chinas veränderten ebenso die Welt wie die Aufnahme der Boat People und der sowjetische Einmarsch in Afghanistan. 1979 gilt als „das Schlüsseldatum des 20. Jahrhunderts“ (Peter Sloterdijk) und wird als der „Beginn der multipolaren Welt von heute“ (Claus Leggewie) bezeichnet. Frank Bösch, Professor für Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts an der Universität Potsdam und Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF), nimmt seine Leserschaft mit auf eine Zeitreise zu den Quellen unserer Gegenwart. 

Gespräch
Mit der Preisträgerin Masha Gessen und dem Laudator Dr. Gerd Koenen (Historiker und Publizist)

In Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag, der Bundeszentrale für politische Bildung und der Stadt Leipzig

Im Zentrum des Buches stehen vier Menschen der Generation 1984 aus unterschiedlichen sozialen und familiären Verhältnissen. Sie kamen in die Schule, als die Sowjetunion zerfiel, und wurden unter Präsident Putin erwachsen. Die große Erzählung von Aufbrüchen und gescheiterten Hoffnungen der Jungen wird flankiert von den Bildungsgeschichten des liberalen Soziologen Lew Gudkow, der Psychoanalytikerin Marina Arutjunjan und des rechtsnationalistischen Philosophen Alexander Dugin. 

Masha Gessen hat ein Russland-Buch geschrieben, wie es in dieser Form noch keines gab: fesselnd wie ein Gesellschaftsroman, angetrieben von dem leidenschaftlichen Wunsch zu verstehen, warum ein Land, das in einem ungeheuren Kraftakt seine lähmenden Machtstrukturen abschütteln konnte, zu einem autoritär geführten Staat mit neoimperialen Zügen geworden ist.

Lesung
In Kooperation mit dem Osburg Verlag, Hamburg

Siegmund Rosenbaum ist 15 Jahre alt, als er – ein jüdischer Waisenjunge – im Dezember 1938 mit einem der ersten Kindertransporte nach England gelangt. 1949 kommt er nach Deutschland zurück. Mitte der 1970er Jahre fährt sein Sohn Frido mit dem „Magic Bus“ von Köln nach Kathmandu. Einige Jahre später emigriert er nach Australien, doch 2018 steht Frido wieder vor dem Hotel Dellbrück, das jetzt ein Flüchtlingswohnheim ist. Görings Roman erzählt spannend, einfühlsam und mit leichter Hand die großen Themen: Wie sehr prägt das Schicksal des jüdischen Vaters, der zwischen Schuld- und Hassgefühlen nicht zur Ruhe kommt, den Sohn Frido? Wo findet man Heimat? Wann macht das Leben Sinn? Und wie zuvor Sigmund erlebt auch Frido, wie wichtig es ist, den rechten Moment nicht zu verpassen, wenn man mutig springen und sich Unbekanntem öffnen muss.

 

Lesung
In Kooperation mit dem Mitteldeutschen Verlag

Der Textilkaufmann Alfred Roßner ist während des Zweiten Weltkriegs Treuhänder einer Textilfabrik der SS im besetzten Polen. Im Gegensatz zur Mehrheit seiner Landsleute hilft Roßner polnischen und jüdischen Menschen, kann zahlreiche Juden vor dem Tod bewahren. Er gehört damit zu den wenigen, die inmitten dieser verrohten Gesellschaft ihren moralischen Kompass nicht verlieren. Sein Beispiel zeigt auf, welche Handlungsspielräume es gab. Weder in seinem Jugendort Falkenstein noch über das Vogtland hinaus ist Alfred Roßner, 1995 von Yad Vashem als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt, bekannt. Diese Romanbiografie ist zugleich ein Buch, das von Mut, widerständigem Verhalten und Zivilcourage in Zeiten von Krieg und Unterdrückung erzählt.

Gespräch
Mit Prof. Dr. Norbert Frei (Friedrich-Schiller-Universität Jena), Dr. Franka Maubach (Friedrich-Schiller-Universität Jena), Dr. Christina Morina (Duitsland Instituut Amsterdam) und Dr. Maik Tändler (Friedrich-Schiller-Universität Jena)
In Kooperation mit Ullstein Buchverlage

Die Sehnsucht nach einer „konservativen Revolution“ zieht sich durch die gesamte deutsche Nachkriegsgeschichte. Immer wieder forderten Nationalkonservative und Rechtsradikale die liberale Demokratie heraus. Doch seit der „Flüchtlingskrise“ hat sich die Sprengkraft ihrer Argumente enorm verstärkt: Viele Positionen von AfD, Pegida und der Neuen Rechten sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen und das Verlangen nach einer heilen Geschichte heizt die Stimmung weiter an. Sind das noch die Deutschen, die glaubten, ihre Vergangenheit mustergültig „bewältigt“ zu haben? Präzise führen die Autoren vor Augen, was derzeit auf dem Spiel steht – und wie es dazu gekommen ist.

Lesung und Gespräch
In Kooperation mit dem Europa Verlag

Als Student in den 1960er Jahren war Janus Emmeran einer der erfolgreichsten Fluchthelfer im geteilten Berlin. Fast fünfzig Jahre später kehrt er in seine Schicksalsstadt zurück und lernt dort die attraktive Colette kennen. Zwischen den beiden, die unterschiedlicher nicht sein könnten, entwickelt sich eine leidenschaftliche Amour fou, die bald auch Janus’ bewegte Vergangenheit wieder lebendig werden lässt. Der Roman „FREI“ erzählt vom Verlangen nach Freiheit und beleuchtet eines der abenteuerlichsten Kapitel deutsch-deutscher Geschichte. Mitreißend erzählt, wirft er die Frage auf nach individueller Verantwortung angesichts politischer Umwälzungen – damals wie heute.

Lesung und Gespräch
Mit den Journalisten und Buchautoren Christian Fuchs und Paul Middelhoff
Moderation: Jochen Dreier
In Kooperation mit dem Rowohlt Polaris Verlag

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit ist in den letzten Jahren ein neues und einflussreiches rechtes Netzwerk aus Dutzenden von Stiftungen, Vereinen, Medien und Kampagnen-Plattformen in Deutschland herangewachsen. Seit über zwei Jahren spüren die Journalisten Christian Fuchs und Paul Middelhoff diesem Netzwerk nach: seinen öffentlichen Seiten und denen, die im Dunkeln liegen. Dieser Report enthüllt das ganze Ausmaß und die ganze Breite des Milieus – seine ideologischen Grundlagen, seine führenden Köpfe, seine wichtigen Zeitschriften, Verlage, Internet-Plattformen, Aktionsformen, Stiftungen, Finanziers, Kontakte zur AfD, internationalen Verbindungen und Anschlüsse an die gesellschaftliche Mitte. Die Erkenntnisse sind alarmierend.

Buchpräsentation
Mit dem Autor Peter Wensierski und dem Herausgeber der „radix-blätter“ Stephan Bickhardt
In Kooperation mit dem Mitteldeutschen Verlag, dem Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Eine versteckte Kammer hinter dem elterlichen Schlafzimmer, verbotene Druckmaschinen, illegal angestellte Arbeitskräfte: Mehr als hunderttausend hektografierte Seiten wurden von Markkleeberg bei Leipzig aus in der gesamten DDR verbreitet. Wie war das möglich? Die „radix-blätter“ erschienen ab Mitte der 1980er Jahre im Untergrundverlag von Stephan Bickhardt und Ludwig Mehlhorn. Wechselnde Herausgeber verknüpften Kunst, Literatur und Politik und sprachen insbesondere in der SED-Diktatur tabuisierte Themen kritisch an. Peter Wensierski konnte erstmals Einblicke in die Privatarchive der Protagonisten nehmen und erzählt nun die spannende Hintergrundgeschichte der „radix-blätter“, ihrer Macher und deren Rolle auf dem Weg zur friedlichen Revolution 1989.

Buchvorstellung und Gespräch
Mit Jürgen und Frederic Todenhöfer
In Kooperation mit Ullstein Buchverlage

Die Außenpolitik des Westens beruht nach Einschätzung des Autors auf einer zentralen Lüge: Seine weltweiten blutigen Militärinterventionen dienen nicht den Menschenrechten, sondern kurzsichtigen ökonomischen und geostrategischen Interessen. Diese „Politik der großen Heuchelei“, die heute von mächtigen Medien mitgetragen wird, zerstört nicht nur andere Völker und Zivilisationen, sondern auch die Legitimität und Glaubwürdigkeit des Westens. Jürgen Todenhöfer belegt seine Thesen mit packenden Beispielen. Zusammen mit seinem Sohn recherchiert er in den gefährlichsten Krisengebieten der Welt. Er fordert: Der Westen muss endlich auch die Interessen anderer Völker berücksichtigen. Nur wenn er die humanistischen Werte, die er für sich selbst in Anspruch nimmt, vorlebt und weltweit fair agiert, hat er eine Zukunft.

Lesung und Gespräch
Moderation: n.n.
In Kooperation mit dem C.H. Beck Verlag

Die NATO und Russland befinden sich in einer Eskalationsspirale, die nicht selten an Sandkastenspiele trotziger Kinder erinnert: Truppen werden an die Grenze verlegt, die Militärs führen Manöver durch, die jeweils klar gegen den anderen gerichtet sind, es wird aufgerüstet, und von gegenseitigem Vertrauen ist nichts mehr zu spüren. Wie konnte es so weit kommen? Als außenpolitischer Berater Helmut Kohls und langjähriger Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz überblickt Horst Teltschik die internationale Politik der letzten Jahrzehnte wie nur wenige andere. In seinem Buch zeigt er, wie die Chancen von 1989/90 auf eine stabile internationale Friedensordnung verspielt wurden und warum die heutige Konfrontation zwischen NATO und Russland durch eine neue Entspannungspolitik entschärft werden muss.

Buchvorstellung und Gespräch
Mit dem Autor Prof. Dr. Bernd Lindner und dem Illustrator PM Hoffmann
Moderation: Jana Fröbel (Ch. Links Verlag)
In Kooperation mit dem Ch. Links Verlag

Leipzig, Anfang der 1980er Jahre: Durch Westsender lernen vier Jugendliche die Musik und das Lebensgefühl des englischen Punk kennen. Sie sind Feuer und Flamme und gründen im Keller eines Abrisshauses selbst eine Band: „Die Haftung“. Ihre Songs heißen „Sorgenkinder“, „Griff ins Klo“ und „Links ne Mauer, rechts ne Mauer“. Durch ihre provokanten Auftritte kommen Thomas („Thumult“), Vero, Oskar („Abgang“) und Paul („Schrank“) rasch in Konflikt mit der DDR-Staatsmacht, der jeden von ihnen auf harte Proben stellt. Die Graphic Novel verfolgt die Lebenswege der vier in Ost und West bis in die 1990er Jahre hinein und erzählt eine spannende Geschichte über die erste Punk-Generation der DDR. 

Mit Prof. Dr. Ulrike Guérot (Donau-Universität Krems), Igor Janke (Journalist und Publizist, Warschau), Prof. Dr. Astrid Lorenz (Politikwissenschaftlerin, Universität Leipzig), Pascal Thibaut (Korrespondent, Radio France Internationale)
Moderation: Prof. Dr. Eckart Stratenschulte (Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Nationalstiftung, Hamburg)
In Kooperation mit dem Europa-Haus Leipzig e. V., dem Institut Français Leipzig, dem Polnischen Institut Berlin – Filiale Leipzig und der Stadt Leipzig

Die Umbrüche und Revolutionen von 1989/90 in Ostmitteleuropa waren ein Aufbruch zu Freiheit und Unabhängigkeit von kommunistischen Diktaturen. Schon damals betrachteten ihn Zeitgenossen auch als „Rückkehr nach Europa“. Die Idee eines geeinten Europa, in deren Zentrum das Konzept der westlichen Demokratie und Kultur stand, fand vor allem in der jüngeren Generation große Zustimmung.

Dreißig Jahre später scheint die Idee der europäischen Einigung in die Defensive zu geraten und das Nationale in Ost und West Überhand zu gewinnen. Was verbindet heute die Mitgliedsländer der Europäischen Union? Verfolgt nicht längst jedes Land mit dem europäischen Projekt seine ganz eigenen Ziele? Wie lässt sich die Vision eines geeinten Europas, das gemeinsam für Frieden, Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie die Wahrung der Menschenrechte einsteht, mit der Vertretung nationaler Interessen in Einklang bringen? Oder hat sich der „europäische Traum“ überlebt? 

Buchvorstellung und Gespräch
Mit der Autorin Tanja Brandes und dem Autor Markus Decker
Moderation: Jana Fröbel (Ch. Links Verlag)
In Kooperation mit dem Ch. Links Verlag

Wohin man auch hört, immer wieder erklingt das Hohelied auf die ostdeutschen Frauen: Sie sind berufsmobiler, risikobereiter und aufstiegsorientierter als die Männer. In der Tat: Ostfrauen sind häufiger berufstätig als Westfrauen, kehren nach der Geburt eines Kindes früher auf Vollzeitstellen zurück und mischen in der Politik kräftig mit. Die Ostfrauen haben dem vereinigten Deutschland ihren Stempel aufgedrückt. Aber warum? Tanja Brandes und Markus Decker arbeiten heraus, was Ostfrauen in die deutsche Einheit konkret eingebracht haben, und vermitteln überraschende neue Erkenntnisse.

Lesung und Gespräch
In Kooperation mit dem Radius Verlag

Eine Eloge auf die Leselust: Friedrich Schorlemmer lässt eine Zeit aufleben, als das Buch noch ein Ereignis war, Menschen auf Neuerscheinungen noch versessen waren und diese auch auf verbotenen Wegen beschafften. In persönlich gehaltenen Rückblicken berichtet Schorlemmer von einer Zeit, als vor allem die Literatur noch geholfen hat, Menschen zu informieren und aufzuklären und in ihren Träumen zu bestärken. Er erzählt von Christa Wolf und Erich Loest, von Heinrich Böll und Max Frisch, von der Vervielfältigung mitgeschriebener Beiträge der Westsender und von der Bedeutung engagierter Buchhändlerinnen und Buchhändler. 

Buchvorstellung
Moderation: Harald Liehr (Böhlau Verlag)
In Kooperation mit dem Böhlau Verlag

Auf 2.440 Seiten, verteilt auf drei Bände, beleuchtet der Autor systematisch die spezifischen Entwicklungen der Alltags- und Populärkultur, der politischen Kultur sowie der hohen Kultur in der SBZ/DDR von 1945 bis 1990. Ein Grundwiderspruch bestand zwischen der hohen Anerkennung und Förderung von Kultur durch die SED-Staatsmacht auf der einen und der ständigen Furcht vor einer Destabilisierung durch Kultur auf der anderen Seite. Gerd Dietrich erörtert detailliert die kulturelle Substanz der ostdeutschen Gesellschaft und zeichnet ein Bild des widerständigen Potentials ihrer Kultur, die sich zwischen Tradition, Innovation und Repression bewegte.

Wir bieten technisch bestens ausgestattete Räume für Veranstaltungen unterschiedlichster Art und Größe. Alle Räume sind barrierefrei und Nichtraucher-Räume. Buchen Sie das Foyer, den Saal oder die Seminarräume.