Alfred Gruenther 1899 - 1983

Alfred Gruenther ist ein US-amerikanischer General und von 1953 bis 1956 NATO-Oberbefehlshaber. Im Zweiten Weltkrieg ist Gruenther enger Vertrauter und Mitarbeiter des Oberbefehlshabers der alliierten Streitkräfte in Europa, Dwight D. Eisenhower, und maßgeblich an der Planung der alliierten Landung in Nordafrika und Italien beteiligt. Als Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte ab Mai 1953 ist Gruenther für den erfolgreichen Aufbau des westlichen Verteidigungssystems mitverantwortlich.

  • 1899

    3. März: Alfred Gruenther wird in Nebraska/USA als Sohn eines Zeitungsverlegers geboren.

  • 1918

    Ernennung zum Unterleutnant bei der Artillerie.

    Absolvierung der US-Miltärakademie, danach Berufung zur Generalstabsausbildung.

    Wechselnder Dienst bei Truppenkommandos, in Stabsstellungen und als Dozent an der Artillerieschule von Fort Knox und in West Point.

  • ab 1939

    Stellvertretender Stabschef der 3. Armee unter Dwight D. Eisenhower, Beteiligung an der Planung der alliierten Landung in Nordafrika und in Italien.

  • 1943/44

    Stabschef der 5. Armee in Italien.

  • 1944/45

    Bis zum Kriegsende enger und vertrauter Mitarbeiter Eisenhowers.

  • 1945

    Oberbefehlshaber der US-Truppen in Österreich.

  • seit 1946

    Angehöriger des National War College.

  • 1950

    Chef der Planungsabteilung des Pentagons in Washington.

  • 1950-1953

    Stabschef im NATO-Oberkommando Europa unter Eisenhower und Ridgeway.

  • 1953-1956

    Ernennung zum Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte in Europa.

    Den Aufbau des westlichen Verteidigungssystems treibt er weiter voran.

    Gruenther unterstützt die Aufstellung deutscher Streitkräfte, die er als unerlässlich für die Sicherung des Verteidigungsabschnitts Mitteleuropa ansieht.

  • 1956

    Gruenther tritt von seinem Posten als NATO-Oberbefehlshaber zurück, um - nach eigenen Angaben - jüngeren Männern Platz zu machen.

  • 1957-1964

    Präsident des amerikanischen Roten Kreuzes.

  • 1961-1967

    Mitglied der Kommission für Verkehrssicherung.

  • 1966-1969

    Berater des Komitees für Abrüstung und Rüstungskontrolle.

  • 1965-1969

    Berater des Komitees für Foreign Assistance Programs.

  • 1983

    30. Mai: Alfred Gruenther stirbt in Washington.

 

(iz) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Stand: 12.04.2016
Text: CC BY NC SA 4.0

Empfohlene Zitierweise:
Zündorf, Irmgard: Biografie Alfred Gruenther, in: LeMO-Biografien, Lebendiges Museum Online, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland,
URL: http://www.hdg.de/lemo/biografie/alfred-gruenther.html
Zuletzt besucht am 15.11.2018

lo