Christian Wulff geb. 1959

  • 1959

    19. Juni: Christian Wulff wird in Osnabrück geboren.

  • 1961

    Nach der Trennung der Eltern wächst Wulff vom zweiten Lebensjahr an ohne Vater auf.

  • 1975

    Eintritt in die CDU

  • 1978-1985

    Vielfältige Vorstandsaufgaben innerhalb der Partei: Bundesvorsitzender der Schüler-Union-Deutschland, Mitglied des CDU-Bundesvorstands, Mitglied des Bundesvorstandes der Jungen Union, JU-Landesvorsitzender der CDU Niedersachsen.

  • 1980

    Abitur am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium in Osnabrück

  • 1980-1986

    Studium der Rechtswissenschaften mit wirtschaftswissenschaftlichem Schwerpunkt an der Universität Osnabrück.

  • Seit 1984

    Mitglied des CDU-Landesvorstandes Niedersachsen

  • 1986-2001

    Mitglied im Rat der Stadt Osnabrück

  • 1987

    Referendarexamen in Hannover

  • 1988

    März: Heirat mit Christiane Vogt. Die Ehe wird 2008 geschieden. Aus der Verbindung geht eine Tochter hervor.

  • 1989 bis 1994

    Beigeordneter und CDU-Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Osnabrück.

  • 1990

    Assessorexamen in Hannover und seitdem als Rechtsanwalt tätig. Bezirksvorsitzender der CDU Osnabrück-Emsland

  • 1991

    Mitglied der CDU-Grundsatzprogrammkommission und des CDU-Bundesfachausschusses Frauenpolitik.

  • 1993

    30. Januar: Nominierung zum Spitzenkandidaten der CDU und Herausforderer von Ministerpräsident Gerhard Schröder bei der Landtagswahl im März 1994.

  • 1994

    Wulff, der sich nicht gegen Schröder durchsetzen kann, zieht als Abgeordneter des Wahlkreises Osnabrück-West in den niedersächsischen Landtag ein.

    Im gleichen Jahr wird er Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion und bleibt dies bis 2003.

    Von 1994 bis 2008 ist er außerdem Landesvorsitzender der CDU in Niedersachsen.

  • 1997

    22. Juni: Die niedersächsische CDU nominiert Wulff als Spitzenkandidaten bei der Landtagswahl im März 1998. Er unterliegt Gerhard Schröder jedoch erneut.

    Veröffentlichung "Neues Denken, neues Handeln für Niedersachsen"

  • 1998

    7. November: Christian Wulff rückt ins Präsidium der CDU auf, in dem er bis 2010 einer der vier stellvertretenden Bundesvorsitzenden ist.

  • 1999

    Wulff übernimmt den Vorsitz der CDU-Präsidiumskommission Sozialstaat 21 und vertritt die CDU als Verhandlungsführer bei den Rentenkonsensgesprächen in Berlin.

  • 2001

    10. Dezember: Wulff übernimmt die Schirmherrschaft der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft.

  • 2003

    Bei der Landtagswahl im Februar erringt Wulff für die CDU die absolute Mehrheit und wird im dritten Anlauf Ministerpräsident des Landes Niedersachsen.

  • 2006

    "Deutscher Mittelstandspreis" des Bundes der Selbständigen und der Bundesvereinigung mittelständischer Unternehmer "wegen seiner Wirtschaftspolitik, die sich vorwiegend an mittelständischen Strukturen orientiert und seines Eintretens für eine christlich-konservative Wertevermittlung an Kinder und Jugendliche".

  • 2007

    Mai: Ehrendoktor der Tongji-Universität in Shanghai, China

    Veröffentlichung "Besser die Wahrheit. Ein Gespräch mit Hugo Müller-Vogg"

  • 2008

    Heirat mit Bettina Körner. Aus der Verbindung geht ein Sohn hervor.

  • 2010

    30. Juni: Die Bundesversammlung wählt Christian Wulff zum zehnten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland.

  • 2012

    Ab Herbst 2011 gerät Wulff aufgrund des Verdachts auf Vorteilsannahme als Ministerpräsident von Niedersachsen zunehmend in die Kritik.

    Am 17. Februar 2012 tritt Wulff mit sofortiger Wirkung als Bundespräsident zurück, nachdem die Staatsanwaltschaft die Aufhebung seiner Immunität beantragt hat.

  • 2013

    7. Januar: Bettina und Christian Wulff geben offiziell ihre Trennung bekannt.

    Im März 2015 reichen die beiden ihre Scheidung beim Familiengericht Hannover ein.

    9. April: Wulff lehnt einen Vergleich mit der Staatsanwaltschaft Hannover ab. Diese hatte ihm angeboten, die Korruptionsermittlungen gegen ihn gegen eine Geldauflage von 20.000 Euro einzustellen. Wulff möchte allerdings einen völligen Freispruch ohne Einschränkungen erwirken.

    27. August: Das Landgericht Hannover eröffnet gegen Christian Wulff ein Strafverfahren wegen Vorteilsannahme.

    14. November: Vor dem Landgericht Hannover beginnt der Strafprozess gegen Christian Wulff und Filmproduzent David Groenewold. Groenewold soll im Jahr 2008 bei einem Besuch des Münchener Oktoberfestes Kosten von 754 Euro für die Familie Wulff übernommen haben. Wulff wird dafür im Gegenzug angelastet, dass er sich, damals noch niedersächsischer Ministerpräsident, beim Siemens-Konzern für ein Filmprojekt von Groenewold eingesetzt habe.

  • 2014

    27. Februar: Das Landgericht Hannover spricht den früheren Bundespräsidenten Christian Wulff vom Vorwurf der Vorteilsannahme frei. Es gebe keine Beweise dafür, dass Wulff illegale Zuwendungen von Filmproduzent David Groenewold angenommen habe.

    28. Februar: Wulff kündigt nach seinem Freispruch an, eine Rechtsanwaltskanzlei in Hamburg zu eröffnen. Außerdem wolle er sich wieder als Mitglied für die Osnabrücker CDU engagieren.

    Juni: Wulff veröffentlicht das Buch "Ganz oben, ganz unten", in dem er seine Sicht der Ereignisse erläutert, die zu seinem Rücktritt geführt haben. Insbesondere kritisiert er hierbei das Verhalten der Medien.

    August: Wulff wird zum Präsidenten des in Hamburg ansässigen Lobby-Vereins EMA (Euro-Mediterran-Arabischer-Länderverein) gewählt. Er erhält diese Position unter anderem aufgrund seines Engagements für die Integration des Islams in Deutschland schon zu Zeiten als Bundespräsident.

    Der Verein tritt für eine engere Wirtschaftszusammenarbeit mit den Ländern der Mittelmeer- und Nahostregion ein und berät Unternehmen, die in der Region tätig werden wollen.

  • 2015

    Als früherer Bundespräsident vertritt Wulff Deutschland unter anderem bei ausländischen Staatsakten wie der Trauerfeier zur Beisetzung von Saudi-Arabiens König Abdullah im Januar 2015.

  • 2017

    Wulff berät das türkische Modelabel "Yargici" juristisch. Die Vorwürfe, er sei Angestellter des Unternehmens, weist er zurück, dennoch löst dies eine Diskussion um Wulffs Ehrensold als Altbundespräsident aus. Bereits 2012 war umstritten, ob Wulff der Ehrensold aufgrund seines vorzeitigen Ausscheidens aus dem Amt zusteht.

  • Seit 2017

    Stiftungsratsvorsitzender der Deutschlandstiftung Integration.

 

(oep/se) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Stand: 26.02.2016
Text: CC BY NC SA 4.0

Empfohlene Zitierweise:
Oepen, Petra/Eimermacher, Stefanie: Biografie Christian Wulff, in: LeMO-Biografien, Lebendiges Museum Online, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland,
URL: http://www.hdg.de/lemo/biografie/christian-wulff.html
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