Erich Köhler 1892 - 1958

  • 1892

    27. Juni: Erich Köhler wird in Erfurt/Thüringen geboren.

    Studium der Volkswirtschaft, Staatswissenschaft und des Handelsrechtes in Marburg, Berlin, Leipzig und Kiel.

  • 1914-1918

    Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg.

  • 1919

    Promotion zum Dr. sc. pol. mit dem Thema "Beziehungen der thüringischen Industrie zum Weltmarkt".

  • 1919-1933

    Geschäftsführer des Bundes der Arbeitgeber in Kiel, des Hafenbetriebsvereins Kiel und des schleswig-holsteinischen Landesverbandes des Nordwestdeutschen Handwerkerbundes.

    Als Mitglied der Deutschen Volkspartei (DVP) Angehöriger des schleswig-holsteinischen Landesvorstandes und des Berliner Zentralvorstandes der Partei.

  • 1933

    Entlassung aus seinen Ämtern und Stellungen durch die Nationalsozialisten, da Köhler mit einer Jüdin verheiratet ist.

  • 1939-1945

    Nach langer Zeit der Arbeitslosigkeit, Tätigkeit als Versicherungsagent.

    Gegen Kriegsende unterbleibt seine Verhaftung durch die Gestapo nur wegen völligen körperlichen Zusammenbruchs.

  • 1945

    Mitbegründer der Christlich Demokratische Union (CDU) in Wiesbaden.

  • 1945-1949

    Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Wiesbaden.

  • 1946

    Mitglied des Landtages in Hessen, in dem er den Vorsitz der CDU-Fraktion führt.

  • 1946-1949

    Stellvertretender Landesvorsitzender der CDU Hessen.

  • 1947

    Wahl in den Vorstand der Arbeitsgemeinschaften aller CDU- und CSU-Organisationen Deutschlands.

  • 1947-1949

    Präsident des Zwei-Zonen-Wirtschaftsrates in Frankfurt/Main.

  • 1947-1950

    Vorsitzender des Verwaltungsrates der Landeszentralbank Hessen.

  • 1949-1957

    Mitglied des Deutschen Bundestages für die Christlich Demokratische Union (CDU). Köhler gehört dem Ausschuss für Wirtschaftspolitik, Geld und Kredit sowie dem Sonderausschuss für das Londoner Schuldenabkommen an.

  • 1949

    7. September: Wahl zum Präsidenten des Ersten Deutschen Bundestages. Seine Amtsführung wird jedoch von der Parlamentsmehrheit zunehmend heftiger kritisiert und es wird wiederholt sein Rücktritt gefordert.

  • 1950

    Nachdem Köhler im Juli im Bundeshaus einen schweren Nervenzusammenbruch erleidet, entschließt sich seine Fraktion, ihn nicht länger zu halten.

    Am 16. Oktober erklärt er offiziell seinen Rücktritt vom Amt des Bundestagspräsidenten.

  • 1953

    Wiederwahl in den Deutschen Bundestag.

  • 1957

    Auszeichnung mit dem Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband.

    Für die Wahl zum 3. Deutschen Bundestag kandidiert Köhler aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr.

  • 1958

    23. Oktober: Erich Köhler stirbt in Wiesbaden.

 

(iz) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Stand: 15.01.2016
Text: CC BY NC SA 4.0

Empfohlene Zitierweise:
Zündorf, Irmgard: Biografie Erich Köhler, in: LeMO-Biografien, Lebendiges Museum Online, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland,
URL: http://www.hdg.de/lemo/biografie/erich-koehler.html
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