George C. Marshall 1880 - 1959

  • 1880

    31. Dezember: George Catlett Marshall wird in Uniontown/Pennsylvania als Sohn eines wohlhabenden Kohlenhändlers geboren.

  • 1897-1901

    Ausbildung am Virginia Military Institute.

  • 1917-1919

    Leitet als Generalstabschef im Ersten Weltkrieg die Operationen der 1. Armee.

  • 1919-1927

    Adjutant in Washington und China (ab 1924).

  • 1927-1932

    Als stellvertretender Kommandeur zuständig für die Ausbildung an der US-Infanterie-Schule in Fort Benning, Georgia.

  • 1938

    Leiter der Abteilung für Kriegsplanung im US-Kriegsministerium.

  • 1939

    1. September: Ernennung zum Generalstabschef des Heeres durch Präsident Franklin D. Roosevelt.

    Marshall leitet den Aufbau der amerikanischen Streitkräfte. Unter seiner Führung wächst die US-Armee von weniger als 200.000 Mann auf eine Truppe von 8,3 Millionen Soldaten.

    Als Stabschef und wichtigster amerikanischer Kriegsplaner setzt sich Marshall nachdrücklich für eine Initiative der Alliierten gegen die NS-Streitkräfte über den Ärmelkanal ein, was zur Invasion in der Normandie am 6. Juni 1944 führt.

  • 1944

    Beförderung zum Fünf-Sterne-General des Heeres.

    Da er selbst nach Ansicht Präsident Roosevelts in Washington unentbehrlich ist, setzt er sich dafür ein, dass sein Protegé Dwight D. Eisenhower die Alliierten Streitkräfte in Europa anführt.

  • 1945

    Teilnahme an der Konferenz von Jalta und an der Potsdamer Konferenz.

    Rücktritt als Stabschef.

    Präsident Truman beauftragt Marshall, als Sonderbotschafter in China im dortigen Bürgerkrieg zu vermitteln.

  • 1947

    Außenminister der USA unter Präsident Truman. Damit ist er der erste militärische Führer der in den USA das Außenministerium leitet.

    Marshall weist seine Mitarbeiter an, ein Programm für den wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas, das European Recovery Programm (ERP), zu konzipieren, das er am 5. Juni in einer historischen Rede vor den Absolventen der Havard-Universität vorstellt.

    In den Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen setzt er sich für Verträge mit den besiegten Mächten ein, durch die sie wieder einen Platz als geachtete und gleichberechtigte Mitglieder in der Staatengemeinschaft erhalten sollen.

    Marshall befürwortet die Wiederbewaffnung Westeuropas, um die Region vor einer möglichen sowjetischen Aggression zu schützen.

  • 1949

    Aus gesundheitlichen Gründen scheidet Marshall aus dem Außenministerium aus.

  • 1950

    Sommer: Nach dem Ausbruch des Koreakrieges bittet Präsident Truman Marshall, als Verteidigungsminister in die Regierung zurückzukehren.

    Während seiner einjährigen Amtszeit vergrößert er die Armee, fördert einen Plan für die allgemeine militärische Ausbildung und engagiert sich beim Aufbau der NATO.

    Obwohl Marshall sich für ein starkes militärisches Verteidigungssystem einsetzt, bemüht er sich stets, friedliche Lösungen für internationale Konflikte zu finden.

  • 1953

    Marshall erhält den Friedensnobelpreis für seine Leistungen um den wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas mit Hilfe des nach ihm benannten Marshall-Plans.

    Damit ist er der erste Soldat, der mit diesem Preis gewürdigt wird.

  • 1959

    Auszeichnung mit dem Aachener Karls-Preis.

    16. Oktober: George C. Marshall stirbt in Washington.

 

(db/iz) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Stand: 12.04.2016
Text: CC BY NC SA 4.0

Empfohlene Zitierweise:
Blume, Dorlis/Zündorf, Irmgard: Biografie George C. Marshall, in: LeMO-Biografien, Lebendiges Museum Online, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland,
URL: http://www.hdg.de/lemo/biografie/george-c-marshall.html
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