George Walker Bush geb. 1946

George Walker Bush ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei und von 2001 bis 2009 der 43. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Nach den Anschlägen des 11. September 2001 ruft er den „Krieg gegen den Terror“ aus und leitet den Afghanistan-Krieg ein. Besonders für den darauf folgenden völkerrechtswidrigen und langwierigen militärischen Einsatz im Irak gerät Bush zusehends in die Kritik der Weltöffentlichkeit.

  • 1946

    6. Juli: George W. Bush wird als erstes von sechs Kindern in New Haven, Connecticut, geboren.

    Er wächst in Midland und Houston, Texas, auf.

    Sein Vater George Bush, der spätere 41. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, ist dort im Ölgeschäft tätig.

  • 1961-1964

    Besuch der Phillips Academy in Andover, Massachusetts.

  • 1964-1968

    Studium an der Yale University in Connecticut, Abschluss in Geschichte (Bachelor´s Degree).

  • 1968-1970

    Ausbildung zum Piloten der Texas Air National Guard auf dem Luftwaffenstützpunkt Ellington. Nach seiner Grundausbildung im September 1968 wird George W. Bush zum Leutnant zweiten Grades bestellt und im November 1970 zum Leutnant ersten Grades befördert.

  • 1970-1973

    Tätigkeit für ein landwirtschaftliches Unternehmen in Houston, Texas.

    In Alabama beteiligt er sich am Wahlkampf des Republikaners Winton Blount für den amerikanischen Senat.

    Daneben arbeitet George W. Bush weiterhin als Pilot bei der Luftwaffe.

  • 1973-1975

    Besuch der Harvard Business School in Cambridge, Massachusetts. Abschluss mit einem Master of Business Administration (MBA).

  • 1975

    Gründung eines Öl- und Gasunternehmens in Midland, Texas.

  • 1977

    George W. Bush heiratet die Bibliothekarin Laura Welch.

    Kandidatur für das Repräsentantenhaus (US-Kongress) im Wahlbezirk West Texas. Er wird von den Republikanern nominiert, verliert jedoch die Wahl gegen den demokratischen Kandidaten Kent Hance.

  • 1981

    Geburt der Zwillingstöchter Barbara und Jenna.

  • 1986

    Der Verfall der Ölpreise zwingt George W. Bush zum Verkauf seiner Firma.

  • 1987

    Umzug nach Washington D.C., um seinen Vater bei dessen Kandidatur für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika zu unterstützen.

  • 1988

    Nach dem Wahlsieg seines Vaters kehrt George W. Bush nach Texas zurück.

    Gemeinsam mit anderen Investoren kauft er das Baseballteam "Texas Rangers" und übernimmt die Funktion des Managers.

  • 1993

    Kandidatur für das Amt des Gouverneurs von Texas.

  • 1994

    November: Nach seinem Wahlsieg gegen die Demokratin Ann Richards wird George W. Bush zum Gouverneur von Texas ernannt. In seiner Amtszeit bemüht er sich insbesondere um eine Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten, er initiiert umfangreiche Steuersenkungen und strengere Jugendstrafgesetze bei illegalem Waffenbesitz.

    Er legt seinen Anteil an den Texas Rangers in einem Treuhandfonds an und gibt seine Position als Manager des Baseballteams auf.

  • 1998

    3. November: George W. Bush wird mit 69 Prozent der Stimmen für das Amt des Gouverneurs von Texas wiedergewählt.

  • 1999

    Juni: George W. Bush gibt seine Kandidatur für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten bekannt.

    Der Verkauf seiner Anteile an den Texas Rangers hilft ihm bei der Finanzierung seines Wahlkampfs.

  • 2000

    August: Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner. Gegenkandidat ist der Demokrat Al Gore, der acht Jahre Vizepräsident unter Bill Clinton war.

    7. November: Die Wahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika endet mit einem ungewöhnlich knappen Ergebnis. Nach wochenlanger Auszählung entscheiden nur wenige hundert Stimmen in Florida über den Wahlsieg des republikanischen Kandidaten George W. Bush

  • 2001

    20. Januar: George W. Bush wird als 43. US-Präsident vereidigt.

    12. September: Als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September appelliert Präsident Bush an die internationale Staatengemeinschaft, eine Allianz gegen den Terrorismus zu bilden.

    13. September: US-Außenminister Colin Powell benennt Osama bin Laden, den Chef des Terrornetzwerks al-Qaida, als Hauptverdächtigen der Anschläge.

    14. September: Der US-Kongress bewilligt 40 Milliarden Dollar zur Bekämpfung des Terrorismus.

    15. September: George W. Bush kündigt einen "Krieg gegen den Terrorismus" an. Die USA treffen Vorbereitungen für einen Militärschlag gegen Afghanistan, dessen Taliban-Regime enge Kontakte zu al-Qaida pflegt und Osama bin Laden Unterstützung und Zuflucht gewährt.

    7. Oktober: Die USA und Großbritannien beginnen mit Luftangriffen auf Afghanistan.

    26. Oktober: Die von der US-Regierung veranlasste "Anti-Terror-Gesetzgebung" eröffnet Polizei und FBI weitreichende Möglichkeiten zur Abhörung und Überwachung verdächtiger Personen. Nicht-Staatsbürger dürfen bei Verdacht auf terroristische Aktivitäten bis zu sieben Tage ohne Anklage in Gewahrsam genommen werden.

    22. Dezember: Nach dem Sturz des Taliban-Regimes wird in Kabul eine Übergangsregierung gebildet.

  • 2002

    29. Januar: In seiner ersten Rede zur Nation kündigt George W. Bush eine massive Erhöhung der Verteidigungsausgaben an und erklärt, der Krieg gegen den Terror habe gerade erst begonnen. Den Iran, Irak und Nordkorea bezeichnet er als "Achse des Bösen" und wirft ihnen die Produktion von Massenvernichtungswaffen vor.

    18. März: Die von den USA geführte Großoffensive "Operation Anaconda" in Ostafghanistan wird für erfolgreich beendet erklärt.

    16. Oktober: George W. Bush fertigt eine Resolution an, die den amerikanischen Kongress ermächtigt, eine Entwaffnung des Iraks notfalls mit militärischen Mitteln durchzusetzen. In seiner Ansprache hebt er die vom Irak und Saddam Hussein ausgehende Bedrohung für den Weltfrieden durch den Besitz von Massenvernichtungswaffen hervor.

  • 2003

    März: Der stetig wachsende Druck auf den Irak gipfelt - trotz des nicht erhaltenen UNO-Mandats - im dritten Golfkrieg mit dem Einmarsch von britischen und US-Truppen in den Irak. Auch Spanien, Italien, Polen und einige andere Staaten beteiligen sich am Krieg, während Frankreich, Russland und Deutschland die Waffeninspektionen als ausreichendes Mittel für eine dauerhafte Abrüstung des Iraks sehen.

  • 2004

    Mai: George W. Bush erklärt an Bord des Flugzeugträgers "Abraham Lincoln" die Kampfhandlungen im Irak für beendet.

  • 2005

    Die Kriegsgegner sehen sich dadurch bestätigt, dass keine Massenvernichtungswaffen im Irak gefunden werden konnten und auch der Terrorismus durch den Krieg anscheinend nicht geschwächt wurde. Einen weiteren Rückschlag erleidet George W. Bush durch den Wahlsieg der Sozialisten in Spanien. Wie angekündigt ordnet der neue Ministerpäsident Zapatero kurz nach seiner Vereidigung den Rückzug der spanischen Truppen aus dem Irak an.

  • 2008

    August: Der Hurrikan Katrina richtet in den südöstlichen Teilen der USA, insbesondere an der Golfküste, enorme Schäden an. Das Unglück, bei dem 1.800 Menschen umkommen und Sachschäden in Höhe von 81 Milliarden US-Dollar entstehen, geht als eine der verheerendsten Naturkatastrophen in die Geschichte der USA ein. Die Regierung unter George W. Bush wird von weiten Teilen der Bevölkerung und den Medien wegen gravierender Versäumnisse bei der Katastrophenhilfe stark kritisiert. Ihr wird eine mangelhafte Notfallplanung und Krisenintervention vorgeworfen.

  • 2009

    20. Januar: Barack Obama wird als 44. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt.

    George W. Bush zieht mit seiner Frau Laura nach Dallas, Texas.

 

(nc/reh/lb) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Stand: 08.04.2016
Text: CC BY NC SA 4.0

Empfohlene Zitierweise:
Chmura, Nadine/Haunhorst, Regina/Lepper-Binnewerg, Antoinette: Biografie George W. Bush, in: LeMO-Biografien, Lebendiges Museum Online, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland,
URL: http://www.hdg.de/lemo/biografie/george-w-bush.html
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