Joseph Frings 1887 - 1978

Joseph Frings ist in den Jahren 1942-1969 Erzbischof von Köln. Ab 1946 ist er zudem Kardinal. Frings ist Mitbegründer der kirchlichen Hilfswerke Adveniat und Misereor. Er ist für seine Volksverbundenheit bekannt und engagiert sich in den frühen Nachkriegsjahren als Sprecher und Anwalt der deutschen Bevölkerung bei den Besatzungsmächten.

  • 1887

    6. Februar: Richard Joseph Frings wird in Neuss als Fabrikantensohn geboren.

  • ab 1905

    Studium der Theologie in Innsbruck, München, Freiburg/Breisgau und Bonn.

  • 1910

    Priesterweihe in Köln.

  • 1910-1913

    Kaplan in Köln-Zollstock.

  • 1913-1915

    Studienaufenthalt in Rom und Freiburg/Breisgau.

  • 1915-1922

    Pfarrektor in Köln-Fühlingen.

  • 1916

    Promotion zum Dr. theol. in Freiburg/Breisgau mit einer Arbeit über "Die Einheit der Messiasidee in den Evangelien. Ein Beitrag zur Theologie des Neuen Testaments".

  • 1922-1924

    Rektor eines Waisenhauses in Neuss.

  • 1924-1937

    Pfarrer in Köln-Braunsfeld.

  • 1935

    Frings wird Prosynodalrichter.

  • 1937

    Ernennung zum Synodalrichter.

  • 1937-1942

    Regens des Kölner Priesterseminars.

  • 1942-1969

    Erzbischof von Köln.

  • 1945-1965

    Vorsitzender der Fuldaer Bischofskonferenzen beziehungsweise nach deren Umbennennung Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.

  • 1946

    Frings wird zum Kardinal der Römischen Kirche ernannt.

    Er besucht deutsche Kriegsgefangene in England.

    Frings hält seine berühmte Silvesterrede in der er die Hamsterfahrten und vor allem den Diebstahl von Briketts aus den Kohlenzügen der Alliierten moralisch rechtfertigt. Der Begriff "Fringsen" wird daraufhin zum Synonym für Notdiebstähle.

  • 1947

    Frings reist nach Kanada und Lourdes. Herausgeber der Schrift "Grundsätze katholischer Soziallehre und zeitnaher Folgerungen".

  • 1948

    Ernennung zum Protektor für das Flüchtlingswesen in Deutschland.

  • 1949

    Herausgeber der Schrift "Verantwortung und Mitbestimmung der Arbeitnehmer in der Gesamtwirtschaft und in den Betrieben".

  • 1952

    Verleihung des Großkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

  • 1953-1978

    Protektor des Malteser-Hilfsdienstes.

  • 1957

    Frings reist nach Japan und Korea.

  • 1958/59

    Initiator des katholischen Spendenhilfswerks "Misereor". Von 1959 bis 1973 ist Frings Vorsitzender der Bischöflichen Kommission für "Misereor".

  • 1960

    Ernennung zum Ehrendomherr der Kathedralkirche in Essen.

  • 1961

    Initiator des katholischen Spendenhilfswerks "Adveniat".

  • 1962-1965

    Mitglied des Präsidiums des Zweiten Vatikanischen Konzils.

  • 1962

    Veröffentlichung des Fastenbriefes "Der Laie in der Kirche" und der Schrift "Das Konzil und die moderne Geisteswelt".

  • 1967

    Ernennung zum Ehrenbürger von Köln, Neuss und Bad Honnef.

  • 1968

    Frings ist der erster Bischof der verheiratete Männer zu Diakonen seiner Diözese weihen läßt.

  • 1970

    Veröffentlichung seiner Schrift "Das Verhältnis der Kirche zu den Juden im Lichte des Zweiten Vatikanischen Konzils".

  • 1973

    Veröffentlichung des autobiographischen Buches "Für die Menschen bestellt. Erinnerungen des Alterzbischofs von Köln"

  • 1978

    17. Dezember: Kardinal Joseph Frings stirbt in Köln.

 

(iz) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Stand: 02.08.2016
Text: CC BY NC SA 4.0

Empfohlene Zitierweise:
Zündorf, Irmgard: Biografie Joseph Frings, in: LeMO-Biografien, Lebendiges Museum Online, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland,
URL: http://www.hdg.de/lemo/biografie/joseph-frings.html
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