Günter Eich 1907 - 1972

Günter Eich ist ein deutscher Schriftsteller, der als Vertreter der sogenannten „Trümmerliteratur“ in der Nachkriegszeit bekannt wird. Neben seinem lyrischen Werk betätigt sich Eich auch als Autor von teils umstrittenen Hörspielen. Er gilt als einer der Begründer des „poetischen Hörspiels“ und wird mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

  • 1907
    1. Februar: Günter Eich wird in Lebus/Mark Brandenburg geboren. Nach Abschluss der Schule studiert Eich Rechtswissenschaften und orientalische Sprachen in Leipzig, Paris und Berlin.
  • 1930
    Veröffentlichung des ersten Gedichtbandes.
  • seit 1932
    Arbeit als freier Schriftsteller in Berlin und Dresden.
  • 1933
    Veröffentlichung des Lustspiels "Die Glücksritter".
  • 1934
    Veröffentlichung der Erzählung "Katharina".
  • 1939-1945
    Soldat im Zweiten Weltkrieg. Gegen Ende des Krieges gerät Eich in amerikanische Kriegsgefangenschaft.
  • 1947
    Mitbegründer der Gruppe 47.
  • 1948
    Veröffentlichung des lyrischen Werkes "Abgelegene Gehöfte".
  • 1951
    Verleihung des Literaturpreises der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Mitglied im PEN-Club.
  • 1952
    Auszeichnung mit dem "Hörspielpreis der Kriegsblinden" für das Hörspiel "Die Andere und ich".
  • 1953
    Heirat mit der Schriftstellerin Ilse Aichinger. Veröffentlichung des Hörspiels "Träume".
  • 1955
    Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Erscheinen des Gedichtbandes "Botschaften des Regens".
  • 1958
    Veröffentlichung des Hörspiel-Sammelbandes "Stimmen".
  • 1959
    Verleihung des Georg-Büchner-Preises.
  • 1960
    Auszeichnung mit dem Dr. Schleußner-Dr. Schiller-Preis für das beste Hörspiel des Hessischen Rundfunks.
  • 1961
    Verfassung des Marionettenspiels "Die Böhmischen Schneider" für das Fernsehen.
  • 1968
    Veröffentlichung des Erzählbandes "Kulka, Hilpert, Elefanten" und der Sammlung von kurzen Prosatexten "Maulwürfe". Auszeichnung mit dem Schiller Gedächtnispreis des Landes Baden-Württemberg.
  • 1972
    20. Dezember: Günter Eich stirbt in einem Sanatorium in Salzburg.

 

(iz/reh) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Stand: 18.09.2014
Text: CC BY NC SA 4.0

Empfohlene Zitierweise:
Haunhorst, Regina/Zündorf, Irmgard: Biografie Günter Eich, in: LeMO-Biografien, Lebendiges Museum Online, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland,
URL: http://www.hdg.de/lemo/biografie/guenter-eich.html
Zuletzt besucht am 22.12.2014

lo