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Bildhauer und Graphiker
- 1906
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22. Oktober: Fritz Cremer wird in Arnsberg/Ruhr als Sohn eines Tapeziermeisters geboren.
Bereits 1907 stirbt sein Vater.
- 1922
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Nach dem Tod seiner Mutter lebt Cremer als Vollwaise in einer Bergarbeiterfamilie.
- 1922-1925
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Lehre als Steinmetz in Essen.
- 1925-1929
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Arbeit als Steinmetzgeselle.
Plastikstudium in den Abendkursen der Folkwang-Schule in Essen.
- 1926
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Eintritt in die Kommunistische Arbeiterjugend.
- 1929
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Mit einem Stipendium der Stadt Essen beginnt er das Studium an den Vereinigten Staatsschulen für
freie und angewandte Kunst in Berlin.
Beitritt zur Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD).
- 1930
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Mitbegründer des "Roten Studentenbundes" an der Hochschule in Berlin.
- 1933
- Cremer sammelt Unterschriften für den Protest gegen den Ausschluss
von Käthe Kollwitz und
Heinrich Mann aus der Preußischen
Akademie der Künste.
- 1934-1938
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Meisterschüler von Professor Wilhelm Gerstel.
- 1936
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Cremer gerät wegen seinem gemeinhin unter dem Titel "Gestapo" bekannten Relief "Trauernde Frauen"
in Gefahr. Das Relief zeigt, "wie sich ein Kind in den Rockfalten seiner Mutter vor der faschistischen
Barbarei zu verbergen versucht".
Ein halbes Jahr später wird das Werk zusammen mit der Plastik "Sterbende Krieger" mit dem
preußischen Staatspreis ausgezeichnet.
- 1937/38
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Studienjahr an der Deutschen Akademie in Rom.
- 1938
-
Meisteratelier an der Preußischen Akademie der Künste in Berlin.
- 1940-1944
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Einberufung zur Wehrmacht.
- 1942
-
Auszeichnung mit dem Rom-Preis und Beurlaubung vom Kriegsdienst für einen Studienaufenthalt in
Rom.
Seine Frau, die Tänzerin Hanna Berger, wird als Mitglied der
Widerstandsbewegung Schulze-Boysen-
Harnack-Gruppe, auch Rote Kapelle genannt, verhaftet. Cremer besucht sie im Gefängnis. 1944
gelingt Hanna Berger die Flucht.
- 1944-1946
- Cremer gerät in jugoslawische Kriegsgefangenschaft. Im Gefangenenlager
gründet er einen antifaschistischen Ausschuss.
- 1946
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Professor und Leiter der Bildhauer-Abteilung an der Akademie für angewandte Kunst in Wien.
Statue für den Österreicher-Gedenkraum im
Konzentrationslager Auschwitz .
- 1947
-
Denkmal für die Opfer des Faschismus auf dem Zentralfriedhof in Wien.
- 1949
-
Mahnmal im KZ Ebensee für französische Opfer des
NS-Regimes.
- 1950
-
Übersiedlung nach Ost-Berlin.
Berufung zum Mitglied der Deutschen Akademie der Künste in Berlin und Leiter des Meisterateliers.
- 1951
-
Große Kollektivausstellung in der Deutschen Akademie der Künste zu Berlin.
Seine Ausstellung in der West-Berliner Galerie Franz wird während der Eröffnung durch die West-Berliner
Polizei geschlossen. Dem Galeristen wird die Gewerbeerlaubnis entzogen.
- 1952
- Beginn der Arbeiten am Buchenwald-Denkmal. Cremer muss seine Entwürfe
mehrfach umarbeiten, weil die Figurengruppe der die Freiheit erkämpfenden
Gefangenen "zu wenig siegesbewusst und optimistisch" sei.
- 1953/54
-
Studienreisen in die Sowjetunion und nach China.
- 1956-1965
-
Kollektivausstellungen in Berlin (1956), Prag (1957), Budapest (1958), Kairo (1959), Moskau und
Leningrad (1965).
- 1958
-
Einweihung des Buchenwald-Denkmals, für das er mit dem Nationalpreis 1. Klasse ausgezeichnet wird.
- 1959/60
-
Mahnmal für das Konzentrationslager Ravensbrück.
- 1961
-
Kunstpreis des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes.
- 1961-1965
-
"O Deutschland, bleiche Mutter", Denkmal für das KZ Mauthausen in Österreich.
- 1965
-
Cremer erhält den Vaterländischen Verdienstorden in Gold.
- 1966-1968
-
Denkmal für die deutschen Kämpfer der Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg in Berlin-Friedrichshain.
- 1967
-
Ehrenmitglied der Akademie der Künste der UdSSR.
Aufstellung seiner Plastik "Aufsteigender" im Park des UNO-Hauptquartiers in New York.
- 1968-1972
-
Galilei-Denkmal für Karl-Marx-Stadt und Arbeit an Denkmalsideen zum 50. Jahrestag der "Großen
Sozialistischen Oktoberrevolution".
- 1974
-
Auszeichnung mit dem Karl-Marx-Orden.
Vizepräsident der Akademie der Künste der DDR.
- 1976
-
Auszeichnung mit dem Ehrentitel "Held der Arbeit".
Cremer gehört zunächst zu den Unterzeichnern der Protestresolution gegen die Ausbürgerung
Wolf Biermanns,
zieht seine Unterschrift aber kurz darauf zurück.
- 1977
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Beteiligung an der 6. "documenta" in Kassel.
- 1980
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Erste große Ausstellung in Westdeutschland in Duisburg.
- 1993
-
April/Mai: Letzte Ausstellung seiner Arbeiten unter dem Titel "Künstler im Widerstand" in Antwerpen.
1. September: Fritz Cremer stirbt in Berlin.
(iz)
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