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Politiker
- 1888
- 25. Februar: John Foster Dulles wird in Washington D.C./USA als Sohn
des presbyterianischen Geistlichen Allen Macy Dulles und dessen Frau
Edith (Geburtsname: Foster) geboren.
- 1908
- Dulles erwirbt den Abschluss "Bachelor of Arts" an der Princeton
University. Dort war er während seines Studiums ein Schüler
von Woodrow Wilson.
- 1908-19
- Studium der Rechtswissenschaften an der Sorbonne in Paris und an
der George Washington Universität, wo er zum Dr. jur. promoviert.
- 1911-49
- Anwalt und ab 1926 Teilhaber in der renommierten Anwaltskanzlei Sullivan&Cromwell
(S&C) in New York. Sein Schwerpunkt ist internationales Recht.
- 1912
- Heirat mit Janet Avery. Aus der Ehe gehen drei Kinder hervor.
- 1917/18
- Aufgrund seiner Sehschwäche nimmt er nicht kämpfend am
Ersten Weltkrieg teil,
sondern plant in der Kriegs-Handelsbehörde (Trade Board) die Versorgungsrouten
der amerikanischen Schifffahrt.
- 1918/19
- Mitglied der US-Friedensdelegation in Paris und der Reparationsdelegation.
Hier macht er die Bekanntschaft von Jean
Monnet, mit dem ihn eine lebenslange politische und persönliche
Freundschaft verbindet.
- 1939
- Veröffentlichung des Buches "War, Peace and Change".
- 1945-1950
- Dulles wird US-Delegierter bei der Gründung der Vereinten Nationen
(UN) und bei den folgenden Vollversammlungen 1946, 1947 und 1950. 1948
ist er Chef der US-Delegation bei der UN-Versammlung in Paris. 1945,
1947 und 1949 ist er Berater des US-Außenministers bei Außenministerkonferenzen.
- 1950
- Berater des Außenministers Dean Acheson (1893-1971).
- 1950/51
- Im Zeichen einer "überparteilichen" Außenpolitik beruft
Präsident Truman Dulles
zum Chef-Unterhändler beim Friedensschluss mit Japan.
- ab 1953
- Ernennung zum Außenminister in der Regierung Dwight
D. Eisenhowers.
Verfechter der Politik des "Eingrenzens" (containment) der UdSSR durch
ein Netz von Militär- und Sicherheitsabkommen. Außerdem setzt
er sich für das Zurückdrängen des Kommunismus ("roll
back") und die Abschreckung sowjetischer Aggressionen durch "massive
Vergeltung" ein.
In der Deutschlandfrage setzt Dulles zunächst auf eine Verbindung
der Frage der Wiedervereinigung mit den Sicherheitsproblemen Europas
und der Forderung nach freien Wahlen. 1959 lenkt er jedoch ein und sieht
freie Wahlen nicht mehr als Bedingung zur Wiedervereinigung.
- 1954
- Europapolitisch unterstützt Dulles ebenso wie Konrad
Adenauer den Plan des französischen Ministerpräsidenten
René Pleven für eine
Europäische
Verteidigungsgemeinschaft (EVG). Nach dessen Scheitern ist seine
Position zunächst gefährdet. Eisenhower hält jedoch an
Dulles fest.
- 1956
- In der "Suezkrise" nimmt er Stellung gegen England und Frankreich,
wodurch die Beziehungen der Großmächte untereinander stark
belastet werden.
- 1957
- Dulles formuliert die Eisenhower-Doktrin, die die Staaten des Mittleren
Ostens zum Widerstand gegen die politische Offensive der Sowjetunion
animieren soll.
- 1958
- Während der Fernostkrise trifft Dulles mit dem Präsidenten
der Republik China auf Taiwan, Chiang Kai-shek, in Taipeh zu dreitägigen
Besprechungen zusammen.
- 1959
- Februar: Seine letzte Auslandsreise nach London, Paris und Bonn steht
im Zeichen der
Berlin-Krise.
April: Kurz vor der Ost-West-Außenministerkonferenz tritt Dulles
als Außenminister aus gesundheitlichen Gründen zurück.
20. Mai: Verleihung der "Presidential Medal of Freedom", der höchsten
zivilen Auszeichnung der USA.
24. Mai: John Foster Dulles stirbt in Washington D.C. an einem Krebsleiden.
Anlässlich seiner Beerdigung wird die Genfer-Außenministerkonferenz
unterbrochen, damit die beteiligten Außenminister, auch Gromyko,
an dem Staatsbegräbnis in Washington teilnehmen können.
(iz)
© Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
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