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Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland
- 1912
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28. November: Heinz Galinski wird in Marienburg/Westpreußen als Sohn eines Kaufmanns und
Kriegsteilnehmers geboren.
- 1933
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Abschluß seiner kaufmännischen Lehre. Anschließend arbeitet Galinski als Textilverkäufer in
Rathenow/Havel und erlebt erste nationalsozialistische Übergriffe.
In der Hoffnung, in der Anonymität der Großstadt eher der nationalsozialistischen Verfolgung zu
entgehen, zieht Galinski Ende der 30er Jahre nach Berlin.
- 1940
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Zusammen mit seiner Frau und seiner Mutter wird er aufgrund seiner jüdischen Abstammung zur
Zwangsarbeit verpflichtet.
- 1943
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Verhaftung seiner gesamten Familie, sein Vater stirbt kurz darauf in einer Polizeistation.
Galinski, seine Frau und seine Mutter werden in das
Vernichtungslager
Auschwitz deportiert, seine Familie sieht er nie wieder.
Zwangsarbeit für die IG Farben in Buna (Auschwitz III).
- 1945
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Zwangsarbeiter in einem Außenlager des
Konzentrationslagers Buchenwald.
Vor den anrückenden sowjetischen Truppen erneut verschleppt, wird Galinski im April im KZ
Bergen-Belsen von britischen Soldaten befreit.
- ab 1945
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Entgegen der Ansicht vieler Überlebender des
NS-Regimes, daß es in Deutschland niemals wieder
jüdisches Leben geben könne, setzt sich Galinski für den Wiederaufbau der Jüdischen Gemeinde
in Berlin ein.
Er engagiert sich für die rechtliche Gleichstellung der rassisch Verfolgten sowie der
Widerstandskämpfer
und beteiligt sich an der Ausarbeitung der ersten Entschädigungs- und
Versorgungsgesetze für rassisch, politisch und religiös Verfolgte.
- 1949-1992
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Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Berlin.
Unter seiner Leitung baut die Gemeinde vorbildliche Sozial- und Jugendeinrichtungen auf.
Während seiner langjährigen Tätigkeit in der jüdischen Gemeinde Berlins ist sein vorrangiges Ziel,
das Judentum transparent zu machen und Vorurteile abzubauen. Entsprechend seiner Maxime
"volle Integration unter Ablehnung der Assimilation" wird das 1959 eingeweihte Jüdische
Gemeindezentrum Berlins eine Stätte deutsch-jüdischer bzw. deutsch-israelischer Begegnung.
- 1957
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10. November: Feierliche Grundsteinlegung für ein neues Jüdisches Gemeindehaus am Standort
der beim
November-Pogrom 1938
zerstörten Synagoge in der Berliner Fasanenstraße.
- 1966
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Auszeichnung mit dem Großen Bundesverdienstkreuz.
- 1979
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Auszeichnung mit dem Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern.
- 1982
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Auszeichnung mit dem Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband.
- 1987
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Verleihung der Ehrenbürgerschaft der Stadt Berlin.
- 1988-1992
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Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland.
In dieser Position nimmt Galinski wie
schon als Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Berlins immer wieder zu tagespolitischen Themen
Stellung und setzt sich dafür ein, daß das Unrecht, das den Juden unter der
nationalsozialistischen Herrschaft geschehen ist, nicht in Vergessenheit gerät.
- 1992
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19. Juli: Heinz Galinski stirbt in Berlin.
(iz)
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