 |
Militär
- 1907
-
24. März: Lauris Norstad wird in Minneapolis/USA als Pastorensohn geboren. Seine Vorfahren
stammen aus Schweden und Norwegen.
- 1930
-
Nach Abschluß der Ausbildung an der US-Militärakademie West Point tritt Norstad in die
Kavallerie als Leutnant ein, ab 1931 wird er Mitglied der Luftwaffe der US-Armee.
- 1941
-
Bei Eintritt der USA in den
Zweiten Weltkrieg
ist Norstad stellvertretender Stabschef in der Luftwaffe der US-Armee.
- 1942
-
Berufung in den Stab des Befehlshabers der Heeresluftstreitkräfte in Washington.
- 1943
-
Norstad entwirft die Pläne für die Luftoperationen bei den Landungen der alliierten
Streitkräfte in Sizilien und Italien.
Ernennung zum Brigadegeneral; ab Dezember Leiter der Operationen der alliierten
Luftstreitkräfte im Mittelmeerraum.
- ab 1944
-
Aufbau des 20. US-Bomberkommandos, das den Luftkrieg gegen Japan führt und u.a. die
Atombomben über Hiroshima und Nagasaki abwirft.
- 1945-1947
-
Leiter der Planungs- und Operationsabteilung im Pentagon, verantwortlich für die Neuorganisation der
amerikanischen Luftwaffe nach Kriegsende.
- 1951
-
Ernennung zum Oberkommandierenden der US-Luftstreitkräfte in Europa mit Dienstsitz in
Wiesbaden.
- 1953-1963
-
Ernennung zum Kommandeur aller
NATO-Luftstreitkräfte.
- 1956
-
Als Nachfolger General Gruenthers wird
Norstad NATO-Oberbefehlshaber. In dieser Position wendet er sich wiederholt gegen den
schleppenden Aufbau der NATO-Streitkräfte.
- 1962
-
Da Norstad die von ihm für notwendig gehaltene Ausstattung der Streitkräfte mit
Mittelstreckenraketen nicht durchsetzen kann und sich die
Kennedy-Regierung gegen eine
selbständige NATO-Atomstreitkraft ausspricht, tritt er von seinem Amt als NATO-Oberbefehlshaber zurück.
Auf Beschluß des Ständigen NATO-Rates bleibt Norstad aufgrund der kritischen Lage während der
Kuba-Krise
noch bis zum 1. Januar 1963 auf seinem Posten.
- 1963-1972
-
Tätigkeit für die Owens Corning Fiberglas Corp. in New York.
- 1988
-
12. September: Lauris Norstad stirbt in Tucson/Arizona.
(iz)
© Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
|