Frank-Walter Steinmeier geb. 1956

Frank-Walter Steinmeier ist ein Jurist und SPD-Politiker. Er wird in seiner politischen Laufbahn oft als unauffälliger, aber effizienter Manager im Hintergrund der Politik beschrieben. So gilt er als Architekt der Agenda 2010-Gesetze unter Bundeskanzler Gerhard Schröder. Von 2005 bis 2009 und von Dezember 2013 bis Februar 2017 ist er Bundesaußenminister unter Kanzlerin Angela Merkel. Am 12. Februar 2017 gewinnt Steinmeier die Wahl zum zwölften Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland.

  • 1956

    5. Januar: Frank-Walter Steinmeier wird als Sohn des Tischlers Walter Steinmeier und seiner Frau Ursula in Detmold/Kreis Lippe geboren.

  • 1966-1974

    Besuch des Neusprachlichen Gymnasiums in Blomberg. Nach dem Abitur leistet Steinmeier bis 1976 Wehrdienst.

  • 1975

    Eintritt in die SPD.

  • 1976-1982

    Steinmeier studiert Rechts- und Politikwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. In dieser Zeit ist er Redaktionsmitglied der Zeitschrift "Freiheit und Demokratie".

  • 1982

    Erste Juristische Staatsprüfung.

  • 1983-1986

    Steinmeier absolviert den Juristischen Vorbereitungsdienst in Frankfurt am Main und in Gießen und schließt ihn mit dem Zweiten Juristischen Staatsexamen ab.

  • 1986-1991

    Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Gießen am Lehrstuhl für öffentliches Recht und Wissenschaft von der Politik, Fachbereich Rechtswissenschaft.

  • 1991

    Promotion zum Dr. jur. Seine Doktorarbeit trägt den Titel "Tradition und Perspektiven staatlicher Intervention zur Verhinderung und Beseitigung von Obdachlosigkeit".

    Steinmeier wird Referent für Medienrecht und Medienpolitik in der Niedersächsischen Staatskanzlei in Hannover.

  • 1993-1994

    Leiter des persönlichen Büros des damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder (SPD).

  • 1994-1996

    Leiter der Abteilung für Richtlinien der Politik, Ressortkoordinierung und -planung in der Niedersächsischen Staatskanzlei.

  • 1995

    Heirat mit der Verwaltungsrichterin Elke Büdenbender, die er bereits während des Studiums kennengelernt hatte. Aus der Ehe geht eine Tochter hervor.

  • 1996-1998

    Staatssekretär und Leiter der Niedersächsischen Staatskanzlei.

  • 1998-1999

    Staatssekretär im Bundeskanzleramt und Beauftragter für die Nachrichtendienste.

    Steinmeier gilt als enger Vertrauter des Bundeskanzlers Gerhard Schröder.

  • 1999-2005

    Chef des Bundeskanzleramts. In dieser Position arbeitet er maßgeblich an der Erstellung von Gesetzentwürfen und Reformkonzepten mit.

  • 2005

    22. November: In der "Großen Koalition" (Regierungsbündnis zwischen CDU/CSU und SPD) übernimmt Frank-Walter Steinmeier das Amt des Außenministers.

  • 2007

    Oktober: Wahl zum stellvertretenden SPD-Vorsitzenden.

    21. November: Nach dem Rücktritt Franz Münteferings (SPD) (geb. 1940) als Vizekanzler wird Steinmeier dessen Amtsnachfolger.

  • 2008

    18. Oktober: Wahl zum SPD-Kanzlerkandidaten.

  • 2009

    März: Steinmeiers Buch "Mein Deutschland - wofür ich stehe" erscheint.

    September: Steinmeier wird Mitglied des Bundestages und ist bis 2013 Vorsitzender der SPD-Fraktion.

  • 2013

    In der "Großen Koalition" von CDU/CSU und SPD wird Steinmeier erneut Bundesaußenminister unter Bundeskanzlerin Angela Merkel.

  • 2016

    September: Veröffentlichung von Steinmeiers Buch "Europa ist die Lösung - Churchills Vermächtnis".

    November: Nominierung als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten.

    Dezember: Mit dem Buch "Flugschreiber. Notizen aus der Außenpolitik in Krisenzeiten" gibt Steinmeier einen Einblick in den Alltag des deutschen Außenministers.

  • 2017

    12. Februar: Steinmeier wird im ersten Wahlgang zum zwölften Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Am 18. März übernimmt er das Amt von seinem Vorgänger Joachim Gauck

 

(reh) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Stand: 13.02.2017
Text: CC BY NC SA 4.0

Empfohlene Zitierweise:
Haunhorst, Regina: Biografie Frank-Walter Steinmeier, in: LeMO-Biografien, Lebendiges Museum Online, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland,
URL: http://www.hdg.de/lemo/biografie/frank-walter-steinmeier.html
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