Hermann Höcherl 1912 - 1989

  • 1912
    31. März: Hermann Höcherl wird in Brennberg als Sohn einer katholischen Bauernfamilie geboren.
  • 1931
    Beginn des Studiums der Rechts- und Staatswissenschaften in Berlin, Aix-en-Provence und München, 1934 Staatsexamen und 1938 Assessorexamen.
  • 1931/32
    Mitglied der NSDAP, 1935 erneuter Eintritt in die Partei.
  • 1942
    Ernennung zum Staatsanwalt.
  • 1942-1945
    Freiwilliger Eintritt in die Wehrmacht; zunächst Dienst in Polen, anschließend Kriegsdienst an den Fronten in Griechenland, Finnland und Rußland. Bei Kriegsende gerät Höcherl in amerikanische Gefangenschaft.
  • 1946/47
    Gelegenheitsarbeiten, u.a. im Rohrleitungsbau.
  • 1948-1951
    Rechtsanwalt, danach wieder Tätigkeit im Staatsdienst und ab 1950 Staatsanwalt.
  • ab 1949
    Politische Betätigung in der CSU in Regensburg, danach im CSU-Bezirksvorstand Oberpfalz und als Delegierter in der Landesversammlung Bayern.
  • 1951-1953
    Amtsgerichtsrat und Vorsitzender des Schöffengerichts in Regensburg.
  • 1952
    Mitglied und Fraktionsvorsitzender des Kreistages von Regensburg.
  • 1953-1976
    Mitglied des Bundestages.
  • 1957-1961
    Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Bundestag und stellvertretender Vorsitzender der Unionsbundestagsfraktion.
  • 1961-1965
    Bundesinnenminister im vierten Kabinett Adenauer. In der Spiegel-Affäre gerät er mit der Aussage, die Verhaftung von Conrad Ahlers in Spanien sei "etwas außerhalb der Legalität" erfolgt, in die öffentliche Kritik. 1963 gerät er erneut in die Schlagzeilen als er in der "Telefonabhör-Affäre" den Verfassungsschutz mit den Worten "Verfassungsschützer können nicht ständig das Grundgesetz unter dem Arm tragen" verteidigt.
  • 1965-1969
    Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im zweiten Kabinett Erhard und während der Großen Koalition. Höcherl erklärt offen, dass sich das landwirtschaftliche Einkommen nur verbessern läßt, wenn sich die Anzahl der Betriebe verringert.
  • 1969
    Veröffentlichung seiner Analyse der Welternährungsprobleme "Die Welt zwischen Hunger und Überfluß".
  • 1970
    Leitung des Arbeitskreises Haushalt, Steuern und Finanzen der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag.
  • seit 1976
    Aufgrund seiner Fähigkeit, zwischen verschiedenen Lagern zu vermitteln wird er häufig als Schlichter im Tarifbereich und mehreren Untersuchungsausschüssen eingesetzt.
  • 1989
    18. Mai: Hermann Höcherl stirbt in Regensburg.

 

(iz) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Stand: 11.09.2014
Text: CC BY NC SA 4.0

Empfohlene Zitierweise:
Zündorf, Irmgard: Biografie Hermann Höcherl, in: LeMO-Biografien, Lebendiges Museum Online, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland,
URL: http://www.hdg.de/lemo/biografie/hermann-hoecherl.html
Zuletzt besucht am 19.09.2014

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