Lore Lorentz 1920 - 1994

  • 1920

    12. September: Lore Lorentz, geborene Schirmer, wird als Tochter eines Ingenieurs in Mährisch-Ostrau geboren.

  • 1940-1944

    Studium der Geschichte, Philosophie und Germanistik in Wien und Berlin.

  • 1944

    Lore Schirmer heiratet den Regisseur und Autor Kay Lorentz.

  • 1947

    Zusammen mit Kay Lorentz gründet sie in Düsseldorf die "Kleine Literaten-, Maler- und Schauspielbühne: Kom(m)ödchen".

    Lore Lorentz wird der weibliche Star des Kabaretts.

    "Wir dürfen die Demokratie nicht verplempern" ist ihr Grundsatz. Zusammen mit ihrem Mann setzt sie diesen in mehr als 40 Programmen kabarettistisch im Düsseldorfer "Kom(m)ödchen" um.

    Mit gesunder Wut betrachtet und kommentiert sie Politik und Alltag und bedient sich dabei bissiger Satire ebenso wie scharfer Attacken.

    Die Frankfurter Allgemeine Zeitung beschreibt ihre Devise wie folgt: "Was man angreift, muss angreifbar sein, wie man das macht - unangreifbar."

  • 1959

    Fernsehübertragungen des Kabarettprogramms das "Kom(m)ödchen" werden von Verteidigungsminister Franz Josef Strauß für ein Jahr verboten. Anfeindungen und Proteste dieser Art überzeugen Lore Lorentz von der Wichtigkeit ihrer Arbeit.

  • 1967

    Das "Kom(m)ödchen" zieht in die Düsseldorfer Kunsthalle um.

  • 1971

    Auszeichnung mit dem Offenbach-Preis der Stadt Köln.

  • 1976-1978

    Dozentin für Chanson, Song und Musical an der Folkwang-Hochschule in Essen.

  • 1977

    Lore Lorentz beschränkt sich auf Solo-Auftritte. Ihr erstes Soloprogramm ist "Das gestrichene M".

  • seit 1978

    Das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium ernennt sie zur Professorin für Chanson, Song und Musical.

  • 1980

    Soloprogramm "Lore Lorentz präsentiert die Pürkels".

  • 1981

    Auszeichnung mit dem Ehrenpreis zum Deutschen Kleinkunstpreis.

  • 1986

    Verleihung des Staatspreises des Landes Nordrhein-Westfalen.

  • 1989

    Zusammen mit ihrem Mann erhält Lore Lorentz den Großen Kulturpreis der Sparkassenstiftung des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes.

  • 1990

    Auszeichnung mit der Ehrengabe der Heinrich-Heine-Gesellschaft in Düsseldorf.

  • 1993

    Letzter Auftritt von Lore Lorentz im "Kom(m)ödchen".

  • 1994

    22 Februar: Lore Lorentz stirbt an den Folgen einer Lungenentzündung in Düsseldorf.

 

(at/iz) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Stand: 19.01.2016
Text: CC BY NC SA 4.0

Empfohlene Zitierweise:
Tschierschke, Anja/Zündorf, Irmgard: Biografie Lore Lorentz, in: LeMO-Biografien, Lebendiges Museum Online, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland,
URL: http://www.hdg.de/lemo/biografie/lore-lorentz.html
Zuletzt besucht am 11.12.2016

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