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Politikerin und Juristin
- 1925
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13. Oktober: Margaret Hilda Roberts wird im britischen Grantham/England
geboren. Ihr Vater ist Kolonialwarenhändler, methodistischer Laienprediger und
Bürgermeister von Grantham. Ihre Mutter ist gelernte Hausschneiderin.
- 1946
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Abschluß des Chemiestudiums am Somerville College Oxford mit einem B.A. 1949 fügt sie den Abschluß B.Sc. und 1950 den M.A. hinzu.
Sie ist die erste Präsidentin der konservativen Vereinigung der Studenten in
Oxford.
- 1947-51
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Forschungstätigkeit in der chemischen Industrie.
- 1951
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Heirat mit Denis Thatcher.
Aus der Ehe gehen die Zwillinge Mark und Carol hervor.
Beginn des Jurastudiums.
- 1954
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Thatcher wird als Anwältin zugelassen und spezialisiert sich auf Steuerrecht.
- 1959
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Nach zwei erfolglosen Versuchen 1950 und 1951 erlangt Thatcher im Wahlkreis
Finchley/Nord-London ein Unterhaus-Mandat. Sie bleibt bis 1992 Abgeordnete im
Parlament.
- 1961-1964
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Thatcher besetzt unter der konservativen Regierung Harold Macmillans (1894-1986)
den Posten der parlamentarischen Sekretärin im Renten- und
Versicherungsministerium.
- 1964-1970
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Sprecherin der konservativen Oppositionspartei im Unterhaus.
- 1970-74
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Thatcher ist als Ministerin für Erziehung und Wissenschaft die einzige Frau im
Kabinett von Premierminister Edward Heath (geb. 1916).
- 1974
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Thatcher wird umweltpolitische und später finanzpolitische Sprecherin ihrer Partei.
- 1975
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11. Februar: Thatcher übernimmt die Führung der Opposition im Unterhaus und
wird Vorsitzende der konservativen Partei.
- 1979
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Mai: Nach dem Rücktritt der Labour-Regierung unter James Callaghan (geb. 1912)
erlangt die konservative Partei bei Neuwahlen die absolute Mehrheit und Thatcher
wird erste Premierministerin Großbritanniens.
Ihre Politik wird später "Thatcherismus" genannt und ist vor allem durch eine
restriktive Wirtschaftspolitik gekennzeichnet, die auf eine Verlangsamung der
Inflation ausgerichtet ist und auf monetaristischen Grundsätzen basiert.
- 1982
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April-Juni: Im argentinisch-britischen Konflikt um die Falkland-Inseln setzt
Thatcher Truppen ein, um das Gebiet zurückzugewinnen.
Mitte Juni kapitulieren die argentinischen Truppen.
Durch ihren entschlossenen Einsatz im Falkland-Konflikt gewinnt sie innenpolitisch
großes Ansehen.
- 1983
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Bei den Unterhauswahlen wird Thatcher trotz akuter Wirtschaftsprobleme im Amt
bestätigt. Es folgt eine rigorose Kabinettsumbildung.
Thatcher ist als "Eiserne Lady" bekannt und verfolgt auch weiterhin ihre
monetaristische Wirtschaftspolitik, reduziert die staatlichen Ausgaben, treibt die
Privatisierung staatlicher Betriebe voran und schränkt die Möglichkeiten der
Gewerkschaften ein. Es kommt zu innenpolitischen Konflikten, wie einem Streik der
Drucker.
Mitglied der Royal Society (FRS).
- 1984
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März: Beginn des Streiks der Bergarbeiter.
Juli-September: Es kommt zu landesweiten Dockerstreiks.
Oktober: In Brighton wird von der IRA ein Bombenanschlag auf Thatcher und
führende Mitglieder ihrer Regierung verübt, dem vier Menschen zum Opfer fallen.
Thatcher jedoch bleibt unverletzt.
19. Dezember: In Peking unterzeichnet Thatcher den Hongkong-Vertrag, der das
Ende der Kronkolonie besiegelt und die Rückgabe an China für 1997 vereinbart.
- 1985
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Thatcher erreicht den ergebnislosen Abbruch des Bergarbeiterstreiks, dessen hohe
Kosten die Gewerkschaftsbewegung geschwächt haben.
- 1986
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20. Januar: Der französische Staatschef Francois Mitterrand und Thatcher
geben im nordfranzösischen Lille bekannt, daß mit dem Bau eines
Eisenbahntunnels unter dem Ärmelkanal begonnen wird.
Thatcher unterstützt den amerikanischen Angriff auf Libyen und bleibt entgegen der
Commonwealth- und EG-Staaten bei ihrer Anti-Sanktionspolitik gegen
Südafrika.
- 1987
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Juni: Bei vorgezogenen Wahlen erlangt Thatcher ihren dritten Wahlsieg und setzt
ihre bisherige Politik fort.
- 1988
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Die Einführung einer Steuerreform und einer Reform des Schul- und Gesundheitswesens führen zu Protesten in der
Bevölkerung. Allgemeine Unzufriedenheit mit der wirtschaftlichen Situation, der erneuten
Inflation und dem Abbau der sozialen Leistungen führen innenpolitisch und
innerparteilich zu Konflikten.
September: Thatcher hält in Brügge eine Rede, in der sie eine fortschreitende
europäische Integration zurückweist.
- 1989
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Oktober: Regierungskrise wegen der Entlassung des Außenministers Geoffrey
Howe und des Rücktritts des Schatzkanzlers Nigel Lawson.
Nach dem Fall der Mauer im November, setzt sich Thatcher bei den anderen
drei Siegermächten Frankreich, USA und Sowjetunion für den Erhalt des Status
Quo und gegen einen raschen Vollzug der deutschen Wiedervereinigung ein.
Sie verlangt eine KSZE-Konferenz, eine Grenzgarantie für Polen und eine
längere Übergangsperiode.
- 1990
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März: Thatcher nimmt an den Zwei-plus-Vier Gesprächen über die
deutsche Einheit teil.
August: Beginn der Golfkrise. Neben den USA und Frankreich setzt auch
Großbritannien Truppen zur Befreiung Kuwaits ein. Thatcher beklagt die
mangelnde Einsatzbereitschaft anderer Nato-Partner.
In bezug auf die Sozial- und Europapolitik entstehen Konflikte und
Spaltungstendenzen innerhalb der konservativen Partei.
Thatcher erhält den Preis der New Yorker Noel-Stiftung sowie die britische Order
of Merit.
November: Thatcher erklärt ihren Rücktritt als Parteivorsitzende und
Premierministerin. Ihr Nachfolger wird der John Major (geb. 1943).
- 1991
- Januar: Thatcher übernimmt den Vorsitz der sogenannten Brügge-Gruppe,
einer Vereinigung britischer Abgeordneter, die gegen ein Fortschreiten
des europäischen Integrationsprozesses eintreten.
Sie wird Ehrenbürgerin von Westminster und erhält den südafrikanischen Orden
der Guten Hoffnung Erster Klasse.
- 1992
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Juni: Thatcher wird durch die Verleihung des Titels "Baroness of Kesteven" in
den nichterblichen Adel erhoben und erhält dadurch einen Sitz im Oberhaus.
Oktober: Sie übt fortdauernd Kritik an der Europapolitik John Majors und
bezeichnet "Maastricht als Vision von gestern".
- 1993
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Thatcher veröffentlicht den ersten Band ihrer Memoiren unter dem Titel
"The Downing Street Years".
- 1995
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Der zweite Band der Memoiren mit dem Titel "The Path to Power" erscheint.
Juni: Thatcher wird in den Hosenbandorden aufgenommen.
- 1996
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Thatcher übt weiterhin Kritik an Majors Politik und an der konservativen Partei, die ihr
politisches Erbe nicht weiterführe.
- 1999
- 17. November: Thatcher nimmt in Prag an einer Feier teil, zu der
sich zehn Jahre nach dem Umsturz im Ostblock wichtige internationale
Politiker versammeln. George Bush ,Michail Gorbatschow, Helmut Kohl, Margaret
Thatcher, der aus gesundheitlichen Gründen abwesende Ronald Reagan und die Frau des verstorbenen französischen
Staatschefs, Danielle Mitterrand, erhalten von Vaclav Havel den Orden des weißen Löwen.
(mf)
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