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Politiker
- 1901
- 21. März: Karl Arnold
wird in Herrlishöfen/Württemberg geboren.
- 1919
- Abschluss der Ausbildung zum Schumachergesellen.
- seit 1920
- Funktionär in der christlichen Arbeiterbewegung.
- 1920/21
- Besuch der Sozialen Hochschule Leohaus in München.
- 1924
- Sekretär des Düsseldorfer Bezirkskartells der Christlichen
Gewerkschaften.
- 1928
- Heirat mit Liesel Joeres.
- 1929
- Mitglied der Düsseldorfer Stadtverordnetenversammlung als Vertreter
der Zentrumspartei.
- ab 1933
- Mitinhaber eines Düsseldorfer Installationsgeschäftes.
Aufgrund seines politischen Engagements wird Arnold von der Gestapo
verfolgt.
- 1944
- In Zusammenhang mit dem Attentat
vom 20. Juli wird Arnold von der Gestapo festgenommen.
- 1945
- März: Gemeinsam mit Hans
Böckler erste Vorbereitungen des sogenannten Siebener-Ausschusses
zur Gründung einer Einheitsgewerkschaft im Rheinland.
November: Gründungsmitglied der Christlich-Demokratischen Partei
(CDP) Düsseldorfs, zu deren ersten Vorsitzenden er gewählt
wird. Nach dem christdemokratischen Treffen in Bad Godesberg im Dezember
benennt sich die Partei in Christlich
Demokratische Union (CDU) um .
9. Dezember: Gründung der Düsseldorfer Einheitsgewerkschaft
unter Vorsitz von Karl Arnold.
- 1946
- 29. Januar: Bestellung
zum Oberbürgermeister von Düsseldorf. Lizenzträger der
"Rheinischen Post".
26. Oktober: Nach den ersten freien Kommunalwahlen wird Arnold von der
Stadtverordnetenversammlung in seinem Amt als Oberbürgermeister
bestätigt.
Dezember: Arnold wird Stellvertretender Ministerpräsident des Landes
Nordrhein-Westfalen im Kabinett Amelunxen.
- 1947-1956
- Ministerpräsident
von Nordrhein-Westfalen: Nach den Landtagswahlen im April 1947 bildet
Arnold ein Kabinett aus CDU, Zentrum, Sozialdemokraten
(SPD), und Kommunisten
(KPD).
Im Februar 1948 scheidet die KPD aus der Koalition aus.
Er nimmt gegen die Demontagepolitik
der Besatzungsmächte Stellung.
Im März 1948 legt er er unter dem Titel "Manifest an die deutsche
Einheit" Vorschläge zur Wiedervereinigung der vier Besatzungszonen
vor.
- 1949
- 7. September: Wahl zum ersten Präsidenten des Bundesrates.
- 1950
- 27. Juli: Arnold wird erneut zum Ministerpräsidenten gewählt
und bildet zunächst ein CDU- Übergangskabinett, welches im
September um Vertreter des Zentrums erweitert wird.
In seiner Amtszeit setzt er sich für eine landeseigene Rundfunkanstalt
ein, kündigt im Landtag ein umfassendes Hilfsprogramm für
die Jugend, den sogenannten Landesjugendplan, an und ist maßgeblich
am Zustandekommen des 1951 im Bundestag verabschiedeten Montanmitbestimmungsgesetzes
beteiligt.
- 1954
- 27. Juli: Arnold wird vom neugewählten Landtag erneut zum Ministerpräsidenten
gewählt und bildet mit Zentrum und der Freien
Demokratischen Partei (FDP) eine Regierung.
- 1955
- Verleihung der Würde eines Ehrensenators der Universität
Bonn.
Arnold ist Vorsitzender des außenpolitischen Ausschusses des Bundesrates
und nimmt an den Verhandlungen von Bundeskanzler Adenauer
in Moskau
teil.
- 1956
- 20. Februar: Sturz der Regierung Arnold durch ein Konstruktives
Misstrauensvotum der SPD und der FDP.
Vorsitz des neugeschaffenen Landespräsidiums der nordrhein-westfälischen
CDU.
Wahl zum Stellvertretenden Bundesparteivorsitzenden der CDU.
Verleihung der Würde eines Dr. ing. h. c. durch die Technische
Hochschule in Aachen.
- 1957
- September: Bei der Bundestagswahl
erringt Arnold in seinem Wahlkreis 72 Prozent der abgegebenen Stimmen.
- 1958
- Als Nachfolger von Jakob Kaiser Bundesvorsitzender der CDU-Sozialausschüsse.
- 1958
- 29. Juni: Karl Arnold stirbt in Düsseldorf an Herzversagen.
(db/iz)
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