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März 2026
Filmplakat von Winter adé
© DEFA Stiftung

Dokumentarfilm, DDR 1988, 116 Min, Regie: Helke Misselwitz
Filmvorführung
In der Reihe „Babelsberg statt Hollywood – 80 Jahre DEFA“
Eintritt frei

Regisseurin Helke Misselwitz begibt sich auf eine filmische Fahrt durch die DDR: vom sächsischen Zwickau bis nach Sassnitz auf der Insel Rügen. Auf ihrer Reise lernt sie verschiedene Frauen kennen: die erfolgreiche Werbeökonomin Hiltrud, die alleinerziehende Fabrikarbeiterin Christine, die Punkmädchen Kerstin und Anja, die 85-jährige Margarete, die mit ihrem Mann Diamantene Hochzeit feiert, die stellvertretende Bürgermeisterin von Niehagen und Erika Banhardt, die hauptberuflich ein Kinderheim leitet. Sie alle berichten aus ihrem Leben, über Ehe und Familie, die Arbeit, Schicksalsschläge und Perspektiven für die Zukunft.

Helke Misselwitz (geboren 1947) ist eine der wichtigsten ostdeutschen Dokumentarfilmerinnen. Am bekanntesten wurden ihr Dokumentarfilm „Winter adé“ (1988) und der Spielfilm „Engelchen“ (1997). Nach einem Regiestudium an der Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg war sie freie Regisseurin, ab 1985 Meisterschülerin bei Heiner Carow an der Akademie der Künste in Ost-Berlin. Von 1997 bis 2014 lehrte sie als Professorin an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg.
 

Portraitfoto der Moderatorin Josephine von Blueten Staub
© Nina Zerche
Das Bild zeigt den Eingang der Wechselausstellung Übern Zaun Gärten und Menschen

Moderation: Josephine von Blueten Staub (Autorin, Bühnenpoetin)
In Kooperation mit der Stadt Leipzig – Amt für Stadtgrün und Gewässer, Fachbereich Gärten
Begleitprogramm zur Wechselausstellung „Übern Zaun – Gärten und Menschen“
Eintritt frei, Teilnahme nur nach Anmeldung

Kneipenquiz im Museum: Rätselspaß, Teamgeist und überraschende Erkenntnisse warten auf alle, die Lust haben, ihr Wissen rund ums Gärtnern auf die Probe zu stellen. Ob aus dem Kleingarten oder dem Gemeinschaftsgarten – im Team wird geknobelt und gelacht, und dabei gibt es auch noch jede Menge spannende Erkenntnisse aus der Welt des Kleingärtnerns. Die Fragen sind knifflig bis kurios und führen quer durch die Welt privater Gärten – von der Praxis mit Tipps, Tricks und kuriosen Pflanzen, über die Geschichte des Gärtnerns mit ihren überraschenden Wendungen, bis hin zum Kleingartenrecht, das manchmal erstaunliche Details reguliert. Und natürlich darf auch die Zukunft des Gärtnerns nicht fehlen: zwischen Hochbeet und App, Tradition und Technik.

Dabeisein können Teams aus Klein- und Gemeinschaftsgärten mit jeweils maximal fünf Personen. Auf die besten drei Teams warten spannende Sachpreise der Stadt Leipzig.
Wer schon früher kommen und sich vielleicht einen kleinen Wissensvorsprung sichern möchte: Bereits um 18.00 Uhr lädt unser Format Museum nach Feierabend zu einer Führung durch die Wechselausstellung „Übern Zaun – Gärten und Menschen“ ein.

Teams, die mitspielen wollen, melden sich bitte unter anmeldung-zfl@hdg.de an. Bitte nennen Sie den Namen Ihres Teams und die Namen der Teammitglieder. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet – Schnellsein lohnt sich also.
 

© privat

Diskussion
Mit Dr. Guy Pe´er (Ökologe, VielFalterGarten)
Begleitprogramm zur Ausstellung „Übern Zaun – Gärten und Menschen“
Eintritt frei

Was haben Schmetterlinge mit Politik zu tun? Als Insekten reagieren sie empfindlich auf Pestizide und auf alles, womit Menschen die Umwelt beeinflussen. Wie wir wählen, wofür wir unser Geld ausgeben und wie wir uns im Alltag verhalten, hat aber ebenso einen Einfluss auf die Tiere. Und mit der europäischen Verordnung über die Wiederherstellung der Natur, die 2024 in Kraft trat, wird das Leben der Schmetterlinge noch politischer. Das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig lädt ein, über diese Thesen mit einem Experten zu diskutieren: Wie können Schmetterlinge helfen, die Welt zu ändern und wie können wir alle Teil dieses Prozesses sein?

Guy Pe’er ist Biologe, Schmetterlingsexperte und ein Kenner der europäischen Politik. Seine Arbeit konzentriert sich vor allem auf Landwirtschaft und die Landwirtschaftspolitik der EU, aber er war ebenso prominent in die Debatte um die europäische Verordnung über die Wiederherstellung der Natur eingebunden. Seit 2020 baut Pe´er von Leipzig aus das Projekt VielFalterGarten auf, das sich mittlerweile auch in anderen europäischen Städten etabliert. Er arbeitet am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig.

Anmeldung hier: Aktuelle Veranstaltungen

 

Buchcover
© Verlag Edition Harmouda

Lesung und Podiumsgespräch
Mit dem Autor und Bürgerrechtler Reinhard Bohse, Stephan Bickhardt (Bürgerrechtler) und Fayçal Hamouda (Verleger)
Begrüßung: Uwe Schwabe (Zeitgeschichtliches Forum Leipzig)
Moderation: Sabine Franke (Lektorin)
Musik: Jazzgesellschaft Leipzig SUM II-Trio in der Besetzung Reinhard Bohse (Piano), Eberhard Amende (Kontrabass) und Henry Wilhelm (Posaune)
In Kooperation mit dem Verlag Edition Harmouda
Eintritt frei

1990: Fern liegt Bonn, die Hauptstadt des vereinigten Deutschlands. Ost-Berlin hat ausgedient. Leipzig wird zum pulsierenden Drehkreuz einer Gesellschaft, die sich neu erfindet. Was hier 1989 auf den Straßen begann, verlangt nun Mut zum Machen: neue Politik, neue Verwaltungen, neue Unternehmen, neue Formen des Miteinanders. Inmitten dieses wilden ersten Jahres nach der friedlichen Revolution ringen Menschen aus Ost und West gemeinsam, oft gegeneinander und im Streit untereinander, um Wege in eine unbekannte Zukunft. Reinhard Bohse, selbst mittendrin als Akteur des Neuen Forums, Verleger und späterer Pressesprecher der Stadt Leipzig, öffnet den Blick auf eine Zeit, in der alles möglich scheint und zugleich alles auf dem Spiel steht. Aus bisher unerschlossenen Archivquellen, Zeitungsausschnitten und persönlichen Dokumenten rekonstruiert er ein Jahr, das von klugen Entscheidungen, bitteren Enttäuschungen, überraschenden Enthüllungen und überwältigendem Engagement geprägt ist. Bohse ruft die enorme Kraftleistung eines gesellschaftlichen Neuanfangs mit seinem Buch ins Gedächtnis.

Reinhard Bohse wurde 1948 in Leuben bei Meißen geboren. Er studierte in Freiberg an der Bergakademie und arbeitete zunächst als Geologe, später als Verlagslektor. 1989 war er Mitbegründer des Neuen Forums und des Forum Verlages Leipzig. Von 1990 bis 1998 war Bohse Pressesprecher der Stadt Leipzig, danach für die Leipziger Verkehrsbetriebe. Sein besonderes Interesse gilt der Jazzmusik, Literatur und Zeitgeschichte. Bohse lebt und arbeitet seit 1973 in Leipzig.

 

Filmplakat
© constantin film

Abenteuerfilm, Deutschland 2018, 102 Min, Regie: Mike Marzuk
Empfohlen für Kinder ab 6 Jahren
Filmvorführung und Gespräch
Mit André Gloger (Leiter der Fachgruppe Geologie/Paläontologie im Naturkundemuseum)
Moderation: Dr. Antje Nolting (Referat Wissenspolitik der Stadt Leipzig)
In Kooperation mit der Stadt Leipzig
Eintritt frei

George, Julian, Dick, Anne, Timmy und der Hund sind mit Tante Fanny unterwegs zu einer Familienfeier, als das Auto den Geist aufgibt. Doch aus dem kleinen Missgeschick wird schnell ein fesselndes Abenteuer: Die Freunde geraten in ein aufregendes Rätsel voller Mutproben und geheimnisvoller Entdeckungen rund um einen Dinosaurier. Gemeinsam mit dem schüchternen Marty machen sie sich auf die Suche nach einem verschollenen Saurierskelett – und begegnen dabei einigen sehr ungewöhnlichen Gestalten.

Nach dem Film beantwortet André Gloger, der die Fachgruppe Geologie/Paläontologie im Naturkundemuseum Leipzig leitet, alle Fragen rund um Urzeitechsen, Fossilien und spannende Funde.

 

Buchcover Vergessene Zukunft Bilder vom ostdeutschen Umbruch
© Ch. Links Verlag
Portraitfoto des Herausgebers Jürgen Danyel
Jürgen Danyel (© Jürgen Danyel)
Holger Herschel (© Ulrich Wüst)

Leipziger Buchmesse – Leipzig liest

Buchvorstellung
Mit den Herausgebern Dr. Jürgen Danyel (Historiker) und Holger Herschel (Fotograf) sowie Knut Elstermann (Moderator und Filmjournalist) und Dr. Hanno Hochmuth (Historiker, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)
Moderation: Jana Fröbel (Lektorin)
In Kooperation mit dem Ch. Links Verlag
 

Eine Archäologie der Umbruchszeit: Der mit dem Ende der DDR und der Deutschen Einheit verbundene gesellschaftliche Wandel im Osten hat viele Facetten und Gesichter. Er manifestiert sich im Umbau der politischen Verhältnisse, hat sich in Lebensgeschichten eingeschrieben und wird als eine bis ins Heute nachwirkende Zäsur erzählt. Die zwölf fotografischen Serien von Holger Herschel aus unterschiedlichen Phasen des Umbruchs nach 1989/90 sind als eine Art visuelle Archäologie zu verstehen. Im Dialog mit den Bildern entwickeln die Autorinnen und Autoren der Essays jeweils einen eigenen Blick auf die Transformationszeit. Sie führen uns an Schauplätze, die im Umbau begriffen sind, zeigen Menschen zwischen alten und neuen Gewissheiten und beleuchten Interieurs einer sich wandelnden materiellen Kultur. Diese Vielstimmigkeit kann dazu beitragen, die festgefahrenen Deutungen des zu oft als „Problemfall“ missverstandenen Ostens aufzubrechen. 
Zwölf Fotoserien von Holger Herschel und Texte von Peter Badel, Frank Bösch, Jürgen Danyel, Knut Elstermann, Thomas Flierl, Hanno Hochmuth, Elke Kimmel, Annette Leo, Anja Maier, Jens Schöne, Annette Schuhmann, Holger Teschke und Stefan Wolle.

Jürgen Danyel (Herausgeber)
Jahrgang 1959, ist promovierter Historiker. Von 1992 bis 2024 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, Stellvertretender Direktor und Leiter der Abteilung „Zeitgeschichte der Medien- und Informationsgesellschaft“. Er forscht und veröffentlicht zur Vergangenheitsaufarbeitung in beiden deutschen Staaten, zu Eliten in der SBZ/DDR, zur Kulturgeschichte des Prager Frühlings und zur digitalen Revolution.

Holger Herschel (Herausgeber)
geboren 1959 in Berlin, studierte von 1980 bis 1985 Soziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und war anschließend wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bauakademie der DDR in Berlin. Ab 1988 arbeitete er als Fotolaborant und Fotograf am Maxim-Gorki-Theater Berlin. Seit 1992 ist er freiberuflich als Fotograf tätig, vorwiegend in den Bereichen Denkmalpflege, Architektur und Porträt.


Link zum Buch:
https://www.aufbau-verlage.de/ch-links-verlag/vergessene-zukunft/978-3-96289-233-3

 

Buchcover Das verrückte Herz Sarajevo Marlboro Remastered
© Suhrkamp Verlag
Miljenko Jergović (© Ivan Posavec)

Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2026
Lesung und Gespräch
Mit dem Schriftsteller Miljenko Jergović, Träger des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung 2026 und der Journalistin Doris Akrap (taz)
Das Gespräch wird von der bosnisch-österreichischen Schriftstellerin Mascha Dabić gedolmetscht.
In Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung, der Stadt Leipzig und dem Suhrkamp Verlag
 

30 Jahre nach Erscheinen seines Erzählbandes „Sarajevo Marlboro“, der Miljenko Jergović 1994 schlagartig bekannt machte, kehrt er in seinem neuen Werk zurück in die Stadt, in der sich so viel Geschichte, Religion, Kriegserfahrung und Alltag ballen. Zugewandt, voller Traurigkeit und Humor erzählt er vom täglichen Überleben in der Belagerung und den Schrecken des Krieges, von Hunger, Angst und den kleinen Gesten der Solidarität. Die Atmosphäre der Kriegsjahre erscheint so plastisch wie das fragile, zugleich unzerstörbare Leben darin – meisterhafte Erzählungen von der Menschlichkeit, die sich am Nullpunkt behauptet. „Das verrückte Herz“ ist der Nachfolge- und Zwillingsband zu „Sarajevo Marlboro“, mit 29 neuen Erzählungen aus dem belagerten Sarajevo.

Miljenko Jergović
geboren 1966 in Sarajevo/ehem. Jugoslawien, studierte Philosophie und Soziologie an der dortigen Universität. Jergović berichtete unter anderem aus dem belagerten Sarajevo und war dort auch Fernsehredakteur. Seit 1993 lebt er als freier Schriftsteller in Zagreb/Kroatien und ist als politischer Kolumnist für verschiedene kroatische und internationale Zeitungen tätig.

Link zum Buch:
https://www.suhrkamp.de/buch/miljenko-jergovic-das-verrueckte-herz-t-9783518431962
 

Buchcover von Der Westbalkan. Im Wartezimmer der EU
© Bundeszentrale für politische Bildung
Krsto Lazarevic Danijel Majic Franziska Tschinderle Copyright Marco Frauchiger
Krsto Lazarević, Danijel Majić, Franziska Tschinderle (Copyright: Marco Frauchiger)

Leipziger Buchmesse – Leipzig liest

Krsto Lazarević, Franziska Tschinderle, Danijel Majić
Der Westbalkan. Im Wartezimmer der EU
Buchvorstellung
Mit Franziska Tschinderle (Autorin und Journalistin), Krsto Lazarević (Autor und Journalist) sowie Michael Martens (Korrespondent für Südosteuropa/FAZ)
Moderation: Doris Akrap (taz)
In Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung

„Die Zukunft der Balkanstaaten liegt in der Europäischen Union“ – so lautet das Versprechen, das die EU bereits 2003 abgegeben hat. Mehr als 20 Jahre später warten sechs Staaten, die inzwischen als „Westbalkan“ zusammengefasst werden, noch immer auf ihre Mitgliedschaft: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien. Wo stehen diese Staaten heute im Beitrittsprozess? Wie entwickeln sich Rechtsstaatlichkeit und Demokratie? Welche Konflikte und Probleme prägen die jeweiligen Gesellschaften?
Die Journalistin Franziska Tschinderle sowie die Journalisten Krsto Lazarević und Danijel Majić beleuchten die aktuelle Lage in den einzelnen Ländern, lassen vielfältige Perspektiven zu Wort kommen und analysieren die zentralen politischen Konflikte sowie Akteurinnen und Akteure.

Krsto Lazarević (Autor)
geboren 1989 in Tuzla/Bosnien-Herzegowina, lebt in Berlin und arbeitete im Europäischen Parlament zu Flucht, Migration und europäischer Entwicklungszusammenarbeit. Als Journalist war er in Berlin, Wien, Belgrad und Sarajevo tätig. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit war die Lage von Geflüchteten auf der Balkanroute. Er betreibt gemeinsam mit Danijel Majić den Podcast „Neues vom Ballaballa-Balkan“. Zuvor arbeitete er in der Redaktion der europäischen Presseschau Eurotopics – einem Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung, das vom Journalistennetzwerk N-ost produziert wird.

Franziska Tschinderle (Autorin)
geboren 1994 in Villach, studierte Journalismus und Zeitgeschichte in Wien. Sie arbeitet als Journalistin mit dem Schwerpunkt Südosteuropa. Ihre Reportagen aus Kosovo, Serbien, Albanien sowie anderen Ländern dieser Region sind u. a. in der „ZEIT“, „Le Monde Diplomatique“ sowie bei „Ö1“ erschienen. Tschinderle lebt als Korrespondentin in Tirana und ist unter anderem für das Auslandsressort des österreichischen Nachrichtenmagazins „profil“ tätig. 2022 erschien ihr Buch „Albanien: Aus der Isolation in eine europäische Zukunft“ (Czernin-Verlag). Für die Bundeszentrale für politische Bildung hat sie zudem ein Dossier zu Albanien betreut.

Michael Martens (Korrespondent für Südosteuropa/FAZ)
geboren 1973 in Hamburg, von 1995 bis 2000 arbeitete er als Redakteur für verschiedene russland-deutsche Zeitungen in Bischkek/Kirgisistan, Almaty/Kasachstan, Kyjiw/Ukraine und St. Petersburg/Russland, ab 2001 bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, ab 2002 als Südosteuropa-Korrespondent in Belgrad/Serbien, von 2009 bis 2018 berichtete er auch aus Istanbul/Türkei und ab 2015 aus Athen/Griechenland. Seit 2019 ist er politischer Korrespondent der FAZ mit Sitz in Wien, von wo aus er über den Südosten Europas berichtet. Zuletzt veröffentlichte er das Buch „Im Brand der Welten. Ivo Andrić. Ein europäisches Leben“ (Zsolnay, 2019).

Link zum Buch:
https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/571370/der-westbalkan/
 

Buchcover Dieser Drang nach Härte Über den neuen Faschismus
© S. Fischer Verlag
Eva von Redecker (© Sophie Brand)

Leipziger Buchmesse – Leipzig liest

Lesung und Gespräch
Mit der Philosophin und Autorin Eva von Redecker und der Journalistin Ulrike Winkelmann
In Kooperation mit dem S. Fischer Verlag

Eva von Redecker legt eine neue Analyse des Faschismus vor, die unserer Gegenwart gewachsen ist. Es geht ein Rechtsruck um die Welt, überall gewinnen autoritäre Kräfte an Macht und Einfluss. Und doch laufen die ewig bemühten Analogien zur Zeit des Nationalsozialismus ins Leere: Der Faschismus der Gegenwart hat eine neue Gestalt, die nicht leicht zu erkennen und noch schwerer zu erklären ist. In Redeckers wegweisender Analyse gewinnt sein diffuses Wesen an Kontur – und wird angreifbar. Seinen Kern verortet sie in der Beschwörung eines unbedingten Besitzanspruchs, dessen Verteidigung über allem steht. Ein erhellendes und widerständiges Buch, das Verbundenheit gegen die um sich greifende Härte unserer Zeit stellt und Denkfreude verströmt.

Eva von Redecker (Autorin)
geboren 1982 in Kiel, ist Philosophin und freie Autorin. Von 2009 bis 2019 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin und als Gastwissenschaftlerin an der Cambridge University sowie der New School for Social Research in New York tätig. 2020/2021 hatte sie ein Marie-Skłodowska-Curie-Stipendium an der Universität von Verona inne, wo sie zur Geschichte des Eigentums forschte; 2023/2024 war sie „Metropolschreiberin Ruhr“. Eva von Redecker beschäftigt sich mit Kritischer Theorie, Feminismus, Kapitalismuskritik und Autoritarismus. Sie schreibt Beiträge für u. a. „ZEIT“, „The Guardian“ oder das „Philosophie Magazin“ und ist regelmäßig in Rundfunk- und TV-Interviews zu hören.

Link zum Buch:
https://www.fischerverlage.de/buch/eva-von-redecker-dieser-drang-nach-haerte-9783103977240

 

Buchcover Lesbische Selbstbehauptung in der DDR
© Evangelische Verlagsanstalt
Karin Dauenheimer (© S. Dauenheimer)
Teresa Tammer (© Privat)

Leipziger Buchmesse – Leipzig liest

Buchvorstellung
Mit den Autorinnen Karin Dauenheimer und Dr. Teresa Tammer (stellv. Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur) sowie Sophie Koch (Beauftragte der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt)
In Kooperation mit der Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Evangelischen Verlagsanstalt
 

An welche Grenzen Menschen in der DDR stießen und wie es gelang, diese Grenzen zu verschieben, verdeutlicht die Lebensgeschichte von Karin Dauenheimer auf eindrucksvolle Weise. Als Theologin, Feministin, Lesbe und alleinerziehende Mutter entsprach sie nicht den Erwartungen von Staat und Gesellschaft. Das Buch gewährt Einblick in ein bisher wenig bekanntes Kapitel der DDR-Geschichte. Auf der Grundlage von autobiografischen Texten, Interviews und Archivmaterial erzählt es von einem bewegten Leben und dem Ringen um Selbstbehauptung in einer Diktatur.

Karin Dauenheimer (Autorin)
geboren 1951 in Hainichen/Sachsen, Studium der Theologie und Tätigkeit als Redakteurin bei der Tageszeitung „Die Union“. In den 1980er Jahren initiierte und organisierte sie den „Kirchlichen Arbeitskreis Homosexualität“ in Dresden und beschäftigte sich wissenschaftlich mit lesbischem Leben in der DDR. Nach 1989/90 gründete und leitete sie das Frauenbildungszentrum in Dresden. Seit 1999 lebt Karin Dauenheimer als Künstlerin in Duisburg.

Teresa Tammer (Autorin)
geboren 1985 in Dresden, Studium der Geschichte und Promotion zum Thema „‚Warme Brüder‘ im Kalten Krieg. Die DDR-Schwulenbewegung und das geteilte Deutschland in den 1970er und 1980er Jahren“. Sie arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Sammlung des Deutschen Hygiene-Museums Dresden, im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig und ist seit 2022 stellvertretende Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Link zum Buch:
https://www.eva-leipzig.de/de/stasi-22-dauenheimer-tammer-lesbische-selbstbehauptung-in-der-ddr

 

Buchcover von Gedenken neu denken von Autorin Susanne Siegert
© Piper Verlag
Susanne Siegert (© Ina Lebedjew)

Leipziger Buchmesse – Leipzig liest

Vortrag
Mit der Autorin und Journalistin Susanne Siegert
In Kooperation mit dem Piper Verlag

Unsere Erinnerungskultur müsse sich verändern. Wie und warum, legt Susanne Siegert in diesem Buch dar. Sie plädiert für eine pluralistische, neue Gedenkarbeit mit einem Schwerpunkt auf der Verantwortung der Nachfahren der Tätergeneration anstelle unserer „einstudierten“ gemeinsamen Rückschau mit den Opfern. Es geht um weniger bekannte NS-Verbrechen, um weniger bekannte Orte, um bisher vernachlässigte Opfergruppen. Gleichzeitig zeigt dieses Buch, wie wichtig eine aktivere, vielfältigere Gedenkkultur ist, um künftige Generationen auch ohne Möglichkeit der direkten Begegnung mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu erreichen.

Susanne Siegert
geboren 1992 in Kirchweidach/Bayern, klärt auf Instagram und TikTok unter @keine.erinnerungskultur über den Holocaust auf. Für ihr Engagement wurde die Journalistin 2024 mit dem ELNET Preis und dem Grimme-Online-Award ausgezeichnet. Kürzlich wurde ihr der Margot-Friedländer-Persönlichkeitspreis 2025 für ihren unermüdlichen Einsatz verliehen. Susanne Siegert lebt in Leipzig.

Link zum Buch:
https://www.piper.de/buecher/gedenken-neu-denken-isbn-978-3-492-06545-0

 

Buchcover
© Tropen Verlag
Michal Hvorecky (© Martina Lukić)

Leipziger Buchmesse – Leipzig liest

Lesung und Gespräch
Mit dem Schriftsteller und Journalist Michal Hvorecky
Moderation: Katrin Schumacher (Journalistin, MDR)
In Kooperation mit dem Tropen Verlag

Am 10. Dezember 1989 betritt Michal Hvorecky zum ersten Mal die „freie Welt“. Jahrzehnte später droht ihm eine fünfjährige Haftstrafe, weil er die slowakische Kulturministerin kritisiert hat. Mit viel Gespür für die feinen Risse in der Gesellschaft verwebt Hvorecky in seinem ersten Sachbuch seine persönlichen Erinnerungen und Erfahrungen mit einer scharfen Analyse der politischen Gegenwart. Ein mutiger Text über die Zerbrechlichkeit der Demokratie, die Kraft der Zivilgesellschaft, die neuen Dissidenten des 21. Jahrhunderts und die Notwendigkeit, zu widersprechen.
Entlang seiner eigenen Geschichte verfolgt Michal Hvorecky den Weg Europas vom Fall des Eisernen Vorhangs bis zur Rückkehr autoritärer Ideologien. Die Euphorie der Samtenen Revolution, der hoffnungsvolle Aufbruch in ein neues Europa und heute: der Kampf gegen ultrarechte Kulturpolitik. Eindringlich zeigt er, dass unser aller Einsatz für die Demokratie zwingend gefordert ist.

Michal Hvorecky
geboren 1976 in Bratislava/Tschechoslowakei. Der slowakische Schriftsteller und Journalist verfasst regelmäßig Beiträge für die „FAZ“, „ZEIT“ und zahlreiche andere Zeitschriften. In seiner Heimat engagiert er sich für den Schutz der Pressefreiheit und gegen antidemokratische Entwicklungen. Er wurde mehrfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet und war unter anderem Stipendiat des Literarischen Colloquiums Berlin. Zuletzt sind von ihm bei Tropen erschienen: „Tod auf der Donau“ (2012), „Troll“ (2018) und „Tahiti Utopia“ (2021).

Link zum Buch:
https://www.klett-cotta.de/produkt/michal-hvorecky-dissident-9783608505269-t-9373


Link zur Leipziger Buchmesse:
https://blog.leipziger-buchmesse.de/international/dissidenz-ist-bunt/

 

Buchcover
© Kiepenheuer & Witsch
Buchcover
© Rowohlt
Buchcover
© Ullstein
Buchcover
© Droemer

Leipziger Buchmesse - Leipzig liest 

Podiumsdiskussion
Mit der Journalistin Ulrike Herrmann („Geld als Waffe. Wie die Wirtschaft über Krieg und Frieden entscheidet“, Kiepenheuer & Witsch), der Politikwissenschaftlerin Jana Puglierin („Wer verteidigt Europa? Die neuen Kriegsgefahren und was wir tun müssen, um uns zu schützen“, Rowohlt), dem Politiker und Sicherheitsexperten Roderich Kiesewetter („Was wollen wir? Was können wir? Deutschlands Rolle in der globalen Machtverschiebung“, Ullstein) und dem Journalisten Jörg Lau („Der Westen sind jetzt wir. Von unzuverlässigen Freunden und entschlossenen Gegnern: Deutschlands neue Verantwortung“, Droemer)
Moderation: Katharina Peetz (Journalistin)
In Kooperation mit Leipzig liest und der Leipziger Buchmesse

Wie wird Geld zur Waffe? Wer verteidigt Europa? Welche Rolle spielt Deutschland in der globalen Machtverschiebung? Die sicherheitspolitische Landschaft Europas hat sich fundamental verändert. In dieser hochaktuellen Diskussionsrunde präsentieren vier ausgewiesene Expertinnen und Experten ihre unterschiedlichen Perspektiven auf die Herausforderungen unserer Zeit:
Ulrike Herrmann analysiert in „Geld als Waffe" (Kiepenheuer & Witsch) die wirtschaftlichen und finanzpolitischen Dimensionen moderner Konflikte. Jana Puglierin beleuchtet in „Wer verteidigt Europa?" (Rowohlt) konkrete Verteidigungsstrategien und aktuelle Bedrohungsszenarien. Roderich Kiesewetter ordnet in „Was wollen wir? Was können wir?" (Ullstein) die Entwicklungen in den größeren Kontext globaler Machtverschiebungen und Deutschlands strategischer Positionierung ein. Jörg Lau erweitert die Diskussion in „Der Westen, sind jetzt wir" (Droemer) um die grundlegende Frage der westlichen Wertegemeinschaft und Europas neuer Verantwortung in der Weltordnung.

Gemeinsam ermöglichen die vier Werke eine umfassende Auseinandersetzung mit der Zukunft der europäischen Sicherheitsarchitektur aus wirtschaftlicher, strategischer, geopolitischer und wertepolitischer Sicht – ein unverzichtbarer Diskurs in Zeiten fundamentaler Umbrüche.

 

Ulrike Herrmann
geboren 1964 in Hamburg. Ausbildung zur Bankkauffrau, Absolventin der Henri-Nannen-Schule, Studium der Philosophie und Geschichte. Seit 2000 Wirtschaftskorrespondentin der „taz“. Sie ist Autorin zahlreicher SPIEGEL-Bestseller, zuletzt „Das Ende des Kapitalismus“, der in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde.

Link zum Buch:
www.kiwi-verlag.de/buch/ulrike-herrmann-geld-als-waffe-9783462009613

Jana Puglierin
geboren 1978 in Siegen. Leiterin des Berliner Büros des European Council on Foreign Relations und eine profilierte Expertin zum Thema Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik in Deutschland. Seit 2023 ist sie Mitglied des Beirats der Bundesregierung für zivile Krisenprävention und Friedensförderung. In ihrer „Handelsblatt“-Kolumne „Geoeconomics“ sowie in Talkshows und Beiträgen für diverse Medien kommentiert sie regelmäßig das Zeitgeschehen.

Link zum Buch:
www.rowohlt.de/buch/jana-puglierin-wer-verteidigt-europa-9783498007997

Roderich Kiesewetter
geboren 1963 in Pfullendorf/Baden-Württemberg. Politiker (CDU), Oberst a.D. und einer der führenden Experten für Außen- und Sicherheitspolitik in Deutschland. Nach einer langjährigen Karriere in der Bundeswehr, unter anderem als Kommandeur, in Auslandseinsätzen und in internationalen Organisationen wie EU und NATO, ist er seit 2009 Mitglied des Bundestages. Dort engagiert er sich im Auswärtigen Ausschuss für eine wehrhafte Demokratie und eine zukunftsfähige Sicherheitspolitik.

Link zum Buch:
www.ullstein.de/werke/was-wollen-wir-was-koennen-wir/hardcover/9783430212199

Jörg Lau
geboren 1964 in Aachen. Beginn der journalistischen Laufbahn im Feuilleton der „taz“ und der „ZEIT". Als Fellow des German Marshall Fund und Fellow am Center for European Studies in Harvard schärfte er seinen journalistischen Fokus auf internationale Politik, bevor er außenpolitischer Korrespondent der „ZEIT“ in Berlin wurde. Von 2013 bis 2022 war er als Außenpolitik-Chef der „ZEIT“ in Hamburg tätig; seither ist er internationaler Korrespondent der „ZEIT“ mit Sitz in Berlin. 2025 erschien bei Droemer sein SPIEGEL-Bestseller „Worte, die die Welt beherrschen“.

Link zum Buch:
www.droemer-knaur.de/buch/joerg-lau-der-westen-sind-jetzt-wir-9783426562444

 

 

Buchcover
© Neofelis Verlag
Marlene Mähler, Angelique Pershon, Alma-Emilia Jahn (v.l.n.r.) (© Judith Mähler, 2025)

Leipziger Buchmesse - Leipzig liest 

Alma-Emilia Jahn, Marlene Mähler und Angelique Pershon (Hg.)
Postwendekinder. Für eine solidarische und gleichberechtigte deutsch-deutsche Zukunft
Buchvorstellung
Mit den Herausgeberinnen Alma-Emilia Jahn (Künstlerin und Kulturpädagogin), Marlene Mähler (Bildungsreferentin) und Angelique Pershon (Psychologin)
Moderation: Matthias Naumann (Verleger)
In Kooperation mit dem Neofelis Verlag

Deutscher Einheit scheint es noch immer eine imaginäre Grenze zwischen Ost und West zu geben, die auch die nachgeborene Generation spürt. Diese macht sich nicht nur in sozialen und kulturellen Unterschieden bemerkbar, sondern auch in Bezug auf Einkommen, Vermögen und Jobchancen. Die Beschäftigung mit diesen anhaltenden Differenzen ist für junge Menschen mit ostdeutschem Hintergrund mit vielen Fragen verbunden: Welche Spuren haben die DDR und die deutsch-deutsche Teilung hinterlassen? Wie gehen wir mit dem Wahlverhalten in Ostdeutschland um? Sollen wir bleiben oder gehen? In persönlichen Erzählungen, Essays und visuellen Beiträgen erkunden Autorinnen und Autoren ihre (post-)sozialistische Prägung und die Ambivalenzen ihres Ostdeutsch-Seins, thematisieren die bis heute sichtbaren strukturellen Brüche und hinterfragen die recht(sextrem)en Tendenzen in Ostdeutschland. Sie suchen nach einer solidarischen und gleichberechtigten deutsch-deutschen Zukunft.

Alma-Emilia Jahn
geboren 1999 in Erfurt, lebt heute wieder in ihrer Heimatstadt. Sie studierte Soziale Arbeit in Darmstadt sowie Kultur, Ästhetik und Medien in Düsseldorf und ist als Künstlerin und Sozial- und Kulturpädagogin tätig. Im wissenschaftlichen Kontext beschäftigte sie sich mit dem kulturellen Erinnerungsgedächtnis von Menschen mit Ostbiografie.

Marlene Mähler
geboren 1999 in (Ost-)Berlin, Studium der Anthropologie und Gender Studies (BA) in Berlin und Athen. Sie absolviert derzeit ein Masterstudium der Bildungswissenschaften in Jena. In ihrer Arbeit als Bildungsreferentin verbindet sie wissenschaftliche Perspektiven mit praktischer Bildungsarbeit und gestaltet Workshops zu gesellschaftlicher Teilhabe rund um den Themenkomplex Ostdeutschland.

Angelique Pershon
geboren 1998 in Lübeck und in Nord-West-Mecklenburg aufgewachsen. Sie hat Psychologie in Lübeck, San Marcos/USA und Leuven/Belgien studiert und praktische Erfahrungen ebendort sowie in Bukarest, Frankfurt am Main und Bad Kissingen gesammelt. Zuletzt hat sie sich in akademischen Forschungsprojekten mit Geteilten Führungsmodellen, Team Performance und Emotionsausdruck in natürlicher Sprachverarbeitung beschäftigt. Sie steht kurz vor ihrem Masterabschluss und ist ehrenamtlich in einem Zukunfts-Think-Tank tätig.

Link zum Buch:
https://neofelis-verlag.de/verlagsprogramm/wissenschaft/politik-debatte/1124/postwendekinder

 

Buchcover
© Vandenhoeck & Ruprecht Verlage

Leipziger Buchmesse – Leipzig liest


Mike Schmeitzner, Andreas Weigelt, Klaus-Dieter Müller, Thomas Schaarschmidt (Hg.)
Todesurteile sowjetischer Militärtribunale gegen Deutsche (1944–1947). Eine historisch-biografische Studie
Buchvorstellung
Mit den Herausgebern Dr. Andreas Weigelt (Leiter der Gedenkstätte Lieberose in Jamlitz), Dr. Klaus-Dieter Müller (ehem. Leiter der Dokumentationsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten in Dresden und stellv. Geschäftsführer der Stiftung), Prof. Dr. Thomas Schaarschmidt (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam), Prof. Dr. Mike Schmeitzner (wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e. V. an der TU Dresden)
In Kooperation mit dem Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung und Vandenhoeck & Ruprecht Verlage

Die Todesurteile, die sowjetische Militärtribunale zwischen 1944 und der Aussetzung der Todesstrafe 1947 gegen Deutsche verhängten, wurden in der Forschung lange weitgehend vernachlässigt. Richteten sich die Todesurteile seit 1950 mehrheitlich gegen Widerstand und Spionage, dienten die Verurteilungen aus der Zeit vor 1947 schwerpunktmäßig der Ahndung deutscher Kriegsverbrechen. Die vorliegenden Ergebnisse beruhen auf Recherchen in russischen, deutschen und amerikanischen Archiven. Zehn Jahre nach Erscheinen der ersten Ausgabe präsentiert die aktualisierte und erweiterte Neuauflage eine umfangreiche statistische und qualitative Auswertung der Urteile sowie eine biografische Übersicht zu 2584 zum Tode Verurteilten. Aufgenommen wurden 124 neue Todesurteile, die Biografien der Verurteilten und zahlreiche biografische Überarbeitungen. Die Tendenz, die die Autoren/Herausgeber vor zehn Jahren hatten, habe sich laut Schmeitzner bestätigt: Circa 70 Prozent der Verurteilten waren NS- und Kriegsverbrecher.

Dr. Andreas Weigelt
ist freiberuflich tätiger Historiker. Er leitet die Dokumentationsstätte DIE LAGER JAMLITZ.

Dr. Klaus-Dieter Müller
leitete die Dokumentationsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten in Dresden und war der stellv. Geschäftsführer der Stiftung.

Prof. Dr. Mike Schmeitzner
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung und apl. Professor an der TU Dresden.

Prof. Dr. Thomas Schaarschmidt
ist als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam tätig.


Link zum Buch:
https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/themen-entdecken/geschichte/zeitgeschichte-ab-1949/60131/todesurteile-sowjetischer-militaertribunale-gegen-deutsche-1944-1947

 

Frauenrechte unter Druck – wie widerstandsfähig ist Europa?
Podiumsdiskussion
Mit Caroline Ausserer (Referentin für Internationales, Deutscher Frauenrat, Berlin), Anna Cavazzini, MdEP (Abgeordnete im Europäischen Parlament für Bündnis 90/Die Grünen, Brüssel), Marta Dzido (Autorin und Filmemacherin, Warschau), Leonie Stamm (Research Fellow im Europa-Zentrum der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, Berlin)
Moderation: Tanja Samrotzki (Freie Journalistin, Berlin)
In Kooperation mit dem Europa-Haus Leipzig e. V., dem Institut français Leipzig, dem Polnischen Institut Berlin – Filiale Leipzig und der Stadt Leipzig

Gleichberechtigung gehört zu den Grundwerten der Europäischen Union. Doch wie viel davon ist politischer Anspruch, wie viel gelebte Realität? Während Frauen europaweit besser ausgebildet sind als je zuvor, bleiben Macht, Geld und politische Repräsentation oft ungleich verteilt. Völkisch-rechte Bewegungen gewinnen auch in Europa an Einfluss. Frauenrechte werden wieder zur Verhandlungsmasse – Gleichstellung gilt als „Ideologie“, weibliche Selbstbestimmung gilt manchen als Bedrohung.Wo steht Europa heute, wenn es um die Rechte, Repräsentation und Teilhabe von Frauen geht? Wo ist der Druck besonders hoch, wo Widerstand dringend nötig?

Beim 32. Europaforum sprechen wir über Erfolge und Versäumnisse europäischer Gleichstellungspolitik, über strukturelle Hürden, feministische Perspektiven und die Frage, wie ein Europa aussehen müsste, das Gleichberechtigung ernst meint. Ein Gespräch über Macht und Mitbestimmung, politische Kämpfe und neue Wege. Kontrovers, kritisch und mit Raum für Austausch, Fragen und neue Denkanstöße.

 

Buchcover
© Verlag Galiani Berlin
Autorin
Peggy Mädler (© Wenke Seemann)

Leipziger Buchmesse - Leipzig liest

Peggy Mädler
Selbstregulierung des Herzens
Lesung und Gespräch
Moderation: Wolfgang Hörner (Verleger)
In Kooperation mit dem Verlag Galiani Berlin

Der Roman handelt von Liebe und Freundschaft in einer Welt, die Vertrauen nicht kennt, vom Ringen um Nähe, Loyalität und Verbindung im Schatten staatlicher Kontrolle. „Selbstregulierung des Herzens“ entfaltet ein vielfältiges Panorama des Lebens in der DDR und im wiedervereinigten Deutschland. Im Zentrum stehen Georg, der anfangs noch hofft, seinen Staat mithilfe von ersten Computern und Kybernetik vorwärtszubringen, und die Künstlerin Mona. Um sie herum entwickelt sich ein reiches Ensemble an Figuren: der illusionslose Intellektuelle Roland, der in den Westen flieht; Marlies, die versucht, das System von innen zu reformieren, sowie die Künstlerfreunde Monas. Alle treffen sich in einem Dorf in der Nähe von Wandlitz, wo bald seltsame geheime Bautätigkeiten beginnen. Mit stiller Wucht schreibt Peggy Mädler über das Flirren zwischen Halt und Auflösung – über Nähe und Entfremdung, Anpassung und Resilienz.

Peggy Mädler
geboren 1976 in Dresden, Studium der Theater-, Kultur- und Erziehungswissenschaft, Promotion in Kulturwissenschaften. Als freie Autorin und Dramaturgin arbeitet sie bundesweit mit verschiedenen Theatern, Regisseurinnen und Regisseuren sowie Performancegruppen zusammen. 2011 erschien ihr erster Roman „Legende vom Glück des Menschen“, für „Wohin wir gehen“ (2019) erhielt sie den Fontane-Literaturpreis der Fontanestadt Neuruppin und des Landes Brandenburg. 2024 erschien das Buch „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ von Annett Gröschner, Peggy Mädler und Wenke Seemann.

Link zum Buch:
https://www.kiwi-verlag.de/buch/peggy-maedler-selbstregulierung-des-herzens-9783869713359

 

Buchcover von Was geht mich das an Warum wir den Rechtsdruck nur gemeinsam stoppen können von Marcel Hopp
© S. Fischer Verlag
Marcel Hopp (© Marcus Hoehn)

Leipziger Buchmesse – Leipzig liest

Marcel Hopp
Was geht mich das an? Warum wir den Rechtsruck nur gemeinsam stoppen können
Buchvorstellung
Mit dem Politiker, Lehrer und Autor Marcel Hopp
Moderation: Anna Hoffmeister (Journalistin)
In Kooperation mit dem S. Fischer Verlag

Warum sehen wir Demokratie nicht mehr als gemeinsame Aufgabe? Gesellschaftliche Spaltung beginnt nicht am rechten Rand, sondern in unserer Mitte. Und diese Mitte ist geprägt von Existenzängsten und Wut auf die Regierung. Wenn die Parteien aber weiterhin an der Lebensrealität der Menschen vorbeiregieren, populistische Narrative benutzen und Menschen mit Migrationserfahrung für gesamtgesellschaftliche Probleme verantwortlich machen, gefährdet das die Demokratie von innen. Als Politiker und Vertreter einer postmigrantischen Generation bringt Marcel Hopp eine neue Perspektive in die Debatte um Rechtsruck und Demokratiegefährdung ein. Sein Buch zeigt, wie sehr Politik unser tägliches Leben beeinflusst, es kritisiert politische Missstände, sensibilisiert für demokratische Grundwerte und gibt uns einen politischen Handlungskompass für Krisenzeiten.

Marcel Hopp
geboren 1988 in (West-)Berlin. Gastarbeiterkind, Politiker, Lehrer und Influencer. Als SPD-Mitglied des Berliner Abgeordnetenhaus setzt er sich für bezahlbaren Wohnraum, Bildung für alle und die Bekämpfung von Armut ein. Immer wieder versucht er, zu vermitteln, was Politik im Grunde ist: etwas, das uns alle angeht! Auf Instagram, TikTok und als Podcast-Host von „Power of Color“ und „Hopps genommen“ teilt er Erfahrungen und Themen von BIPoCs und Migrationsgeschichten. Bekannt wurde er mit seiner viralen 100-Tage-#noAfD-Reihe auf TikTok.

Link zum Buch:
https://www.fischerverlage.de/buch/marcel-hopp-was-geht-mich-das-an-9783103977349

 

Buchcover
© Heyne Verlag
Laura Nickel (© Carolin Stecklina)
Max Teske (© Andrea Seiß)

Leipziger Buchmesse – Leipzig liest

Laura Nickel und Max Teske
Rechtsruck im Klassenzimmer. Wie neurechte Ideologien die Schulen durchsetzen und unsere Kinder bedrohen
Buchvorstellung
Mit der Schulleiterin Laura Nickel und dem Lehrer Max Teske
Moderation: Gottfried Haufe (Autor und Moderator)
In Kooperation mit dem Heyne Verlag

Rassismus, Hetze, Gewalt gegen „linke Zecken“, Homosexuelle sowie Migrantinnen und Migranten, offene Holocaust-Leugnung – so erlebten die Lehrkräfte Laura Nickel und Max Teske den Alltag an ihrer Schule in der ostbrandenburgischen Stadt Burg. Entsetzt und zum Handeln entschlossen veröffentlichten sie einen Brandbrief, in dem sie „eine Mauer des Schweigens“ anprangerten sowie die fehlende Unterstützung für Schulen durch Ämter, Politik und Eltern. Nach der Veröffentlichung erlebten die beiden Solidarität, aber auch heftige Anfeindungen. Ihre Erfahrungen und die eindrücklichen Berichte von anderen Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen und Schülern zeigen, wie sehr Kinder in der Schule der Gefahr rechtsradikaler Ideologisierung und Bedrohungen aufgrund ihrer Herkunft, Sexualität oder ihrer politischen Meinung ausgesetzt sind. Ein unterschätztes, brandaktuelles Thema, das Schulen in ganz Deutschland betrifft.

Laura Nickel und Max Teske
veröffentlichten im Frühjahr 2023 einen Brandbrief über rechtsextreme Zustände an ihrer Schule in Brandenburg, der bundesweit Schlagzeilen machte. Sie wurden einerseits vom Bundespräsidenten dafür eingeladen und andererseits als Nestbeschmutzer beschimpft. Mit anderen Engagierten aus der Region gründeten die beiden das Bündnis „Schule für mehr Demokratie“.

Link zum Buch:
https://www.penguin.de/buecher/laura-nickel-rechtsruck-im-klassenzimmer/paperback/9783453607385

 

Filmplakat Splitter aus Licht
Filmplakat © wildfilms

Dokumentarfilm, D/UA/DK 2025, 93 Min, Regie: Mila Teshaieva/Marcus Lenz
Filmvorführung und Gespräch
Mit dem Regisseur Marcus Lenz 
In Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung Dresden – Politisches Bildungsforum Sachsen
Eintritt frei


Wie geht das Leben weiter, nachdem Besatzer abgezogen sind? Drei Jahre lang begleitet „Splitter aus Licht – Уламки Світла“ fünf Überlebende in Butscha: eine zwölfjährige Schülerin, einen jungen Rechtsanwalt, einen Yogalehrer und ein frisch verheiratetes Liebespaar. Die Wirren des Angriffs und der Krieg im eigenen Land zerstören ihre Pläne und Träume. Sie wünschen sich nichts sehnlicher, als ihr Leben wieder aufzubauen. Die Last des Traumas in sich tragend, scheinen sie schier unlösbaren Aufgaben gegenüber zu stehen. Dennoch zeigen sie Liebe, Hilfsbereitschaft und Solidarität. Auch innerhalb der Gesellschaft werden Wunden sichtbar. Wie verändert sich das Zusammenleben unter den Bedingungen eines aufgezwungenen Krieges?

Im Anschluss an die Filmvorführung besteht die Gelegenheit, mit dem Regisseur Marcus Lenz über die Entstehung des Films und die Arbeit vor Ort ins Gespräch zu kommen.

 

© Ökolöwe e.V.
© Ökolöwe e.V.

In Kooperation mit dem Ökolöwen – Umweltbund Leipzig e. V.
Begleitprogramm zur Wechselausstellung „Übern Zaun – Gärten und Menschen“
Eintritt frei

Nehmen, geben, tauschen: Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, den Pflanzennachwuchs der Gartengemeinschaft des Stadtgartens Connewitz und anderer Saatgutvermehrer zu durchstöbern. Was gefällt, darf mitgenommen werden. Im Gegenzug können eigenes samenfestes Saatgut und auch Jungpflanzen gern zum freien Tausch oder zum Verschenken mitgebracht werden. Wichtig: Auch wer nichts beisteuern kann, ist willkommen und kann sich für den Garten oder Balkon mit Saaten ausstatten.

Direkt neben dem Tauschmarkt lädt die Wechselausstellung „Übern Zaun – Gärten und Menschen“ zu einem Besuch ein.

 

Vorschau
Buchcover Raus aus der Spur Silly und die DDR
Buchcover "Raus aus der Spur — Silly und die DDR" (© Landeszentrale für politische Bildung Thüringen)
Portraitfoto Michael Rauhut
Dr. Michael Rauhut (© privat)

Buchvorstellung
Mit Autor und Musikwissenschaftler Dr. Michael Rauhut (Universität Adger, Kristiansand/Norwegen)
Moderation: Ben Hänchen (Journalist, mdr Kultur)
Eintritt frei

Silly galten in der DDR als eine Klasse für sich. Ihre Songs hatten eine enorme Bildkraft, sie klangen international und fanden auch im Westen ein Publikum. Michael Rauhut zeichnet die außergewöhnliche Karriere der Band um Sängerin Tamara Danz anhand der fünf Amiga-Alben nach. Er erzählt die Emanzipationsgeschichte einer Rockgruppe, die sich Stück für Stück aus der Umklammerung des kulturpolitischen Apparats befreite und mit jeder Platte zu neuen künstlerischen Horizonten aufbrach. Bislang unveröffentlichte Archivdokumente und die Erinnerung der Beteiligten gestatten einen spannenden Blick hinter die Kulissen. Die Veranstaltung bietet eine kurzweilige Präsentation, untermalt mit filmischen Fundstücken und Raritäten aus dem Deutschen Rundfunkarchiv.

Michael Rauhut, 1963 in Altdöbern (Lausitz) geboren, ist Musikwissenschaftler, Autor und Kenner der DDR-Musikszene. Er studierte von 1984 bis 1989 Musik- und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, 1993 wurde er promoviert. Rauhut arbeitete und lehrte am Berliner Institut für zeitgeschichtliche Jugendforschung, am Institut für Musik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und in der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg. Seit 2008 ist er Professor für populäre Musik am Institut für Musik der Universität Agder in Kristiansand (Norwegen). Rauhut ist Autor, Herausgeber und Mitherausgeber zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und Sachbücher zur Rockgeschichte der DDR. Er ist außerdem als Hörfunkjournalist und Filmautor tätig.

 

Portraitfoto Christian Landrock
Dr. Christian Landrock, © smac | Annelie Blasko
Offizielles Logo von The Simpsons
© Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

Vortrag
Mit Dr. Christian Landrock (Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz)
Im Rahmen des Themenjahres „Tacheles 2026 I Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen“
Eintritt frei

Wer vor dem Jahrtausendwechsel als Kind oder Jugendlicher Zugang zu einem Fernseher hatte, wuchs mit den Simpsons, den Schlümpfen, Sailor Moon oder Friends auf. Um die Fernsehprogramme zu füllen, kauften viele Sender ihre Inhalte bei US-amerikanischen Anbietern ein. Dabei wurden auch immer wieder Serien im deutschen Fernsehen gezeigt, die den amerikanischen Alltag präsentierten, in dem jüdisches Leben und jüdische Kultur selbstverständlich waren. Das Judentum wurde mitunter zentraler Gegenstand einzelner Episoden. So versöhnten Bart und Lisa Simpson beispielweise Clown Krusty mit seinem Vater, der ein orthodoxer Rabbiner war. In South Park musste sich der jüdische Junge Kyle immer wieder den Angriffen von Cartman erwehren. Auf diese Weise kamen Kinder und Jugendliche als Konsumenten dieser Serien mit einer komplett anderen Abbildung jüdischen Lebens in Berührung als der in deutschen Fernsehproduktionen geläufigen Darstellung, die sich auf die NS-Zeit und die Shoah konzentrierte.

Dr. Christian Landrock, geboren 1987, studierte in Jena und Magdeburg Geschichte und Kommunikationswissenschaften. Nach seinem Masterabschluss in Europäischer Kulturgeschichte promovierte er an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg über die Nachkriegszeit des Dreißigjährigen Krieges. Nach seinem Volontariat 2018/19 im Schloss- und Kulturbetrieb Residenzschloss Altenburg, arbeitete er für das Deutsche Hygiene-Museum Dresden als Pressereferent bei der 4. Sächsischen Landesausstellung „Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen“. Derzeit ist er als wissenschaftlicher Kurator im Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz (smac) tätig.
 

Buchcover Osmans Garten
Buchcover "Osmans Garten", © Jaron Verlag
Portraitfoto Michael Feindler
Michael Feindler, © privat
Portraitfoto Lars Quester
Lars Quester, © privat

Lesung und Gespräch
Mit dem Autor Michael Feindler und dem Illustrator Lars Quester
Für Kinder ab 5 Jahren
In Kooperation mit dem Jaron Verlag
Eintritt frei

Das Kinderbuch „Osmans Garten. Eine Mauergeschichte“ thematisiert die wahre Geschichte des anatolischen Gastarbeiters Osman Kalin, der in den 1980er-Jahren auf Brachland an der Berliner Mauer in Kreuzberg (Westberlin) einen Gemüsegarten anlegt. Als „Baumhaus an der Mauer“ erlangt der Garten überregionale Bekanntheit als Symbol für sanften Widerstand – gegen den Kalten Krieg einerseits und gegen bürokratische Prinzipienreiterei andererseits. Das Buch bringt Kindern ein Stück Berliner Vergangenheit nahe und ist zugleich ein zeitloses, freundliches Plädoyer für mehr Menschlichkeit und gegenseitige Toleranz. Den Text des Buches verfasste Michael Feindler. Illustriert wurde es von Lars Quester.

Michael Feindler begann als Dichter und Kabarettist in Wuppertal, lebte einige Jahre in Berlin und ging später mit Bühnenprogrammen auf Tour. Er lebt in Leipzig und entwickelt Stoffe fürs Fernsehen.

Lars Quester ist Designer und lebt in Aachen. Als Illustrator und Comiczeichner widmet er sich mit besonderem Interesse historischen Themen und deren Bedeutung für die Gegenwart.
 

Plattenbau mit Schild "Zur Kleinen Kneipe"
Zur Kleinen Kneipe, Leipzig-Grünau, Foto: ZFL

Ein Kneipenabend zum 50. Geburtstag von Leipzig-Grünau
Moderation: Yvonne Fiedler (Zeitgeschichtliches Forum Leipzig) und Tim Rood (Stadtgeschichtliches Museum Leipzig)
In Kooperation mit dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig und der „Kleinen Kneipe“ in Leipzig-Grünau
Anmeldung: Anmeldung-ZFL@hdg.de

Grünau wird 50 – wenn das kein Grund ist, ausgiebig in Erinnerungen, Diamagazinen und Fotoalben zu kramen! Die „Kleine Kneipe“ in Grünau-Ost, das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig und das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig laden dazu ein, einzigartige, skurrile, witzige oder einfach unvergessene persönliche Geschichten aus fünf Jahrzehnten Großwohnsiedlung auszutauschen. Gesucht sind Aufnahmen und Erzählungen, aus denen sich ein Bild von der Geschichte des Stadtteils und vom Leben in ihm zusammensetzen: Erstbezug, Alltag im Viertel, Treffpunkte, Baufortschritte, Rückbau und Leerstand, aktuelle Entwicklungen.

Dabei sein geht folgendermaßen:
1.    Dias oder Fotos vom Leben in Grünau rauskramen
2.    Lieblingserinnerung und dazu maximal sieben Dias/Fotos auswählen,
3.    maximal drei Nachbarn, Freundinnen oder Familienmitglieder als Unterstützung mobilisieren,
4.    sich selbst, die Begleiterinnen und Begleiter anmelden unter Anmeldung-ZFL@hdg.de (Annahme so lange die Plätze reichen),
5.    am 27. April vorbeikommen, Geschichten erzählen, Bilder zeigen und mit den anderen Gästen ins Schwatzen kommen.
Der Eintritt ist frei; Essen und Getränke gibt es à la carte.

Die inspirierendsten Bilder möchten wir gern ab 2. Juli 2026 in der Galerieausstellung „Lebensgefühl Platte“ (Arbeitstitel) im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig zeigen.

Veranstaltungsort
Zur Kleinen Kneipe
Alte Salzstraße 60
04209 Leipzig