Veranstaltungen und Termine

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März 2026
Filmplakat Splitter aus Licht
Filmplakat © wildfilms

Dokumentarfilm, D/UA/DK 2025, 93 Min, Regie: Mila Teshaieva/Marcus Lenz
Filmvorführung und Gespräch
Mit dem Regisseur Marcus Lenz 
In Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung Dresden – Politisches Bildungsforum Sachsen
Eintritt frei


Wie geht das Leben weiter, nachdem Besatzer abgezogen sind? Drei Jahre lang begleitet „Splitter aus Licht – Уламки Світла“ fünf Überlebende in Butscha: eine zwölfjährige Schülerin, einen jungen Rechtsanwalt, einen Yogalehrer und ein frisch verheiratetes Liebespaar. Die Wirren des Angriffs und der Krieg im eigenen Land zerstören ihre Pläne und Träume. Sie wünschen sich nichts sehnlicher, als ihr Leben wieder aufzubauen. Die Last des Traumas in sich tragend, scheinen sie schier unlösbaren Aufgaben gegenüber zu stehen. Dennoch zeigen sie Liebe, Hilfsbereitschaft und Solidarität. Auch innerhalb der Gesellschaft werden Wunden sichtbar. Wie verändert sich das Zusammenleben unter den Bedingungen eines aufgezwungenen Krieges?

Im Anschluss an die Filmvorführung besteht die Gelegenheit, mit dem Regisseur Marcus Lenz über die Entstehung des Films und die Arbeit vor Ort ins Gespräch zu kommen.

 

© Ökolöwe e.V.
© Ökolöwe e.V.

In Kooperation mit dem Ökolöwen – Umweltbund Leipzig e. V.
Begleitprogramm zur Wechselausstellung „Übern Zaun – Gärten und Menschen“
Eintritt frei

Nehmen, geben, tauschen: Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, den Pflanzennachwuchs der Gartengemeinschaft des Stadtgartens Connewitz und anderer Saatgutvermehrer zu durchstöbern. Was gefällt, darf mitgenommen werden. Im Gegenzug können eigenes samenfestes Saatgut und auch Jungpflanzen gern zum freien Tausch oder zum Verschenken mitgebracht werden. Wichtig: Auch wer nichts beisteuern kann, ist willkommen und kann sich für den Garten oder Balkon mit Saaten ausstatten.

Direkt neben dem Tauschmarkt lädt die Wechselausstellung „Übern Zaun – Gärten und Menschen“ zu einem Besuch ein.

 

April 2026
Filmausschnitt aus Lonig und Havendel
© Claudia Tuyết Scheffel
Filmausschnitt aus Lonig und Havendel
© Claudia Tuyết Scheffel

Film des Monats
Lonig & Havendel
Mystik, D 2025, 116 Min, Regie: Claudia Tuyết Scheffel
Filmvorführung und Gespräch
Mit der Regisseurin Claudia Tuyết Scheffel und dem Filmkurator Dr. Andreas Kötzing (Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung, Dresden)
In der Reihe „Ein anderer Kino-Osten #2“
Eintritt frei

Um Schnee zu sehen und Deutsch zu lernen, zieht die junge Vietnamesin Trúc Lâm nach Sachsen, in einen kleinen Ort mitten im Erzgebirge. Hier verirrt sie sich in einem Bergwerk – und erwacht in einer Spiegelwelt, wo sie den Jungen Dúc kennenlernt, aber auch ihr Schicksal in die Hände eines mysteriösen Berggeists legen muss. 

Claudia Tuyết Scheffel wurde 1995 als Tochter einer vietnamesischen Vertragsarbeiterin und eines ostdeutschen Vaters geboren und ist im Erzgebirge aufgewachsen. 2021 erschien ihr Roman „Scherben im Plateau“. Sie studierte Bildende Kunst mit Schwerpunkt Film an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. „Lonig & Havendel“ ist ihr Abschlussfilm, für den sie 2025 den Max Ophüls Preis bekam.
 

Eltern mit Babys in Tragen in der Dauerausstellung
© Punctum / Stefan Hoyer

ElternZEITGeschichte
Begleitung für Eltern mit Babys
Eintritt frei

Frühmorgens mit den Kindern in die Krippe, dann Arbeit im sozialistischen Kollektiv, nach Feierabend Schlange stehen am Obst- und Gemüseladen und am Wochenende ab in den mit etwas Glück und Vitamin B ergatterten Kleingarten – was hat es mit diesen Klischees über den Alltag in der DDR auf sich? Wie wohnten, arbeiteten und erholten sich die Menschen, wie kauften sie ein?

Diesen und anderen Fragen über den Alltag in der DDR der 1970er und 1980er Jahre geht die Begleitung für Eltern mit Baby in unserer Dauerausstellung nach. Sie dauert kompakte 45 Minuten; im Anschluss ist Zeit zum Austausch und für Rückfragen an den Museumsguide. Der Rundgang ist auf die Bedürfnisse von Eltern mit Babys abgestimmt. Ein Raum zum Stillen, Wickeln und Beruhigen ist vorhanden. Da in der Ausstellung nur begrenzter Platz für Kinderwagen ist, empfehlen wir für die Babys ein Tragesystem.

Die Begleitung ist Teil des neuen Elternzeit-Angebots des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig, das Eltern mit Babys an mehreren Terminen im Jahr einlädt, Kapitel der Dauerausstellung sowie die aktuelle Wechselausstellung näher zu erkunden. 

Weitere Termine 2026 sind:

Mittwoch, 3. Juni 2026, 14.00 Uhr
Übern Zaun – Gärten und Menschen. Begleitung durch die aktuelle Wechselausstellung

Dienstag, 25. August 2026, 11.00 Uhr
Von den Montagsdemos zur Wiedervereinigung. Die Friedliche Revolution und der Fall des Eisernen Vorhangs

Mittwoch, 11. November 2026, 14.00 Uhr
Aufbrüche und Abbrüche im wiedervereinten Deutschland
 

Buchcover Raus aus der Spur Silly und die DDR
Buchcover "Raus aus der Spur — Silly und die DDR" (© Landeszentrale für politische Bildung Thüringen)
Portraitfoto Michael Rauhut
Dr. Michael Rauhut (© privat)

Buchvorstellung
Mit Autor und Musikwissenschaftler Dr. Michael Rauhut (Universität Adger, Kristiansand/Norwegen)
Moderation: Ben Hänchen (Journalist, mdr Kultur)
Eintritt frei

Silly galten in der DDR als eine Klasse für sich. Ihre Songs hatten eine enorme Bildkraft, sie klangen international und fanden auch im Westen ein Publikum. Michael Rauhut zeichnet die außergewöhnliche Karriere der Band um Sängerin Tamara Danz anhand der fünf Amiga-Alben nach. Er erzählt die Emanzipationsgeschichte einer Rockgruppe, die sich Stück für Stück aus der Umklammerung des kulturpolitischen Apparats befreite und mit jeder Platte zu neuen künstlerischen Horizonten aufbrach. Bislang unveröffentlichte Archivdokumente und die Erinnerung der Beteiligten gestatten einen spannenden Blick hinter die Kulissen. Die Veranstaltung bietet eine kurzweilige Präsentation, untermalt mit filmischen Fundstücken und Raritäten aus dem Deutschen Rundfunkarchiv.

Michael Rauhut, 1963 in Altdöbern (Lausitz) geboren, ist Musikwissenschaftler, Autor und Kenner der DDR-Musikszene. Er studierte von 1984 bis 1989 Musik- und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, 1993 wurde er promoviert. Rauhut arbeitete und lehrte am Berliner Institut für zeitgeschichtliche Jugendforschung, am Institut für Musik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und in der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg. Seit 2008 ist er Professor für populäre Musik am Institut für Musik der Universität Agder in Kristiansand (Norwegen). Rauhut ist Autor, Herausgeber und Mitherausgeber zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und Sachbücher zur Rockgeschichte der DDR. Er ist außerdem als Hörfunkjournalist und Filmautor tätig.

 

Veranstaltungsplakat zu Clowns Golems und das Feiertagsgürteltier
Portraitfoto des Vortragenden Doktor Christian Landrock
Dr. Christian Landrock, © privat

Vortrag
Mit Dr. Christian Landrock (Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz)
Im Rahmen des Themenjahres „Tacheles 2026 I Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen“
Eintritt frei

Wer vor dem Jahrtausendwechsel als Kind oder Jugendlicher Zugang zu einem Fernseher hatte, wuchs mit den Simpsons, den Schlümpfen, Sailor Moon oder Friends auf. Um die Fernsehprogramme zu füllen, kauften viele Sender ihre Inhalte bei US-amerikanischen Anbietern ein. Dabei wurden auch immer wieder Serien im deutschen Fernsehen gezeigt, die den amerikanischen Alltag präsentierten, in dem jüdisches Leben und jüdische Kultur selbstverständlich waren. Das Judentum wurde mitunter zentraler Gegenstand einzelner Episoden. So versöhnten Bart und Lisa Simpson beispielweise Clown Krusty mit seinem Vater, der ein orthodoxer Rabbiner war. In South Park musste sich der jüdische Junge Kyle immer wieder den Angriffen von Cartman erwehren. Auf diese Weise kamen Kinder und Jugendliche als Konsumenten dieser Serien mit einer komplett anderen Abbildung jüdischen Lebens in Berührung als der in deutschen Fernsehproduktionen geläufigen Darstellung, die sich auf die NS-Zeit und die Shoah konzentrierte.

Dr. Christian Landrock, geboren 1987, studierte in Jena und Magdeburg Geschichte und Kommunikationswissenschaften. Nach seinem Masterabschluss in Europäischer Kulturgeschichte promovierte er an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg über die Nachkriegszeit des Dreißigjährigen Krieges. Nach seinem Volontariat 2018/19 im Schloss- und Kulturbetrieb Residenzschloss Altenburg, arbeitete er für das Deutsche Hygiene-Museum Dresden als Pressereferent bei der 4. Sächsischen Landesausstellung „Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen“. Derzeit ist er als wissenschaftlicher Kurator im Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz (smac) tätig.
 

Das  Bild zeigt ein Beispiel für ein Baumbeet und die Workshop Leiterin Antje Osterland
© Ökolöwe e.V.

Workshop
Mit Antje Osterland (Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e. V.)
Begleitprogramm zur Wechselausstellung „Übern Zaun – Gärten und Menschen“
Eintritt frei

Aus den meist kahlen Flächen rund um Stadtbäume können blühende kleine Oasen werden, die zu einer lebendigen, klimaangepassten und artenreichen Stadt beitragen. Der Workshop vermittelt Besucherinnen und Besuchern detaillierte Infos darüber, wie sich solche Baumbeete anlegen und pflegen lassen.

Im Ideengarten der Wechselausstellung „Übern Zaun – Gärten und Menschen“ gibt Antje Osterland, Projektleitung von „Leipzig blüht auf“, Einblicke in sechs Jahre praktischer Arbeit rund ums Anlegen und Pflegen von Baumbeeten in Leipzig. Die Expertin thematisiert unter anderem Genehmigungswege, Standortwahl, geeignete Pflanzen sowie typische Herausforderungen und Erfolgsfaktoren aus der Praxis. Im Anschluss gibt es Raum für Fragen, Austausch und Diskussion.

 

Buchcover Osmans Garten
Buchcover "Osmans Garten", © Jaron Verlag
Portraitfoto Michael Feindler
Michael Feindler, © privat
Portraitfoto Lars Quester
Lars Quester, © privat

Lesung und Gespräch
Mit dem Autor Michael Feindler und dem Illustrator Lars Quester
Für Kinder ab 5 Jahren
In Kooperation mit dem Jaron Verlag
Eintritt frei

Das Kinderbuch „Osmans Garten. Eine Mauergeschichte“ thematisiert die wahre Geschichte des anatolischen Gastarbeiters Osman Kalin, der in den 1980er-Jahren auf Brachland an der Berliner Mauer in Kreuzberg (Westberlin) einen Gemüsegarten anlegt. Als „Baumhaus an der Mauer“ erlangt der Garten überregionale Bekanntheit als Symbol für sanften Widerstand – gegen den Kalten Krieg einerseits und gegen bürokratische Prinzipienreiterei andererseits. Das Buch bringt Kindern ein Stück Berliner Vergangenheit nahe und ist zugleich ein zeitloses, freundliches Plädoyer für mehr Menschlichkeit und gegenseitige Toleranz. Den Text des Buches verfasste Michael Feindler. Illustriert wurde es von Lars Quester.

Michael Feindler begann als Dichter und Kabarettist in Wuppertal, lebte einige Jahre in Berlin und ging später mit Bühnenprogrammen auf Tour. Er lebt in Leipzig und entwickelt Stoffe fürs Fernsehen.

Lars Quester ist Designer und lebt in Aachen. Als Illustrator und Comiczeichner widmet er sich mit besonderem Interesse historischen Themen und deren Bedeutung für die Gegenwart.
 

Plattenbau mit Schild "Zur Kleinen Kneipe"
Zur Kleinen Kneipe, Leipzig-Grünau, Foto: ZFL

Ein Kneipenabend zum 50. Geburtstag von Leipzig-Grünau
Moderation: Yvonne Fiedler (Zeitgeschichtliches Forum Leipzig) und Tim Rood (Stadtgeschichtliches Museum Leipzig)
In Kooperation mit dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig und der „Kleinen Kneipe“ in Leipzig-Grünau
Anmeldung: Anmeldung-ZFL@hdg.de

Grünau wird 50 – wenn das kein Grund ist, ausgiebig in Erinnerungen, Diamagazinen und Fotoalben zu kramen! Die „Kleine Kneipe“ in Grünau-Ost, das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig und das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig laden dazu ein, einzigartige, skurrile, witzige oder einfach unvergessene persönliche Geschichten aus fünf Jahrzehnten Großwohnsiedlung auszutauschen. Gesucht sind Aufnahmen und Erzählungen, aus denen sich ein Bild von der Geschichte des Stadtteils und vom Leben in ihm zusammensetzen: Erstbezug, Alltag im Viertel, Treffpunkte, Baufortschritte, Rückbau und Leerstand, aktuelle Entwicklungen.

Dabei sein geht folgendermaßen:
1.    Dias oder Fotos vom Leben in Grünau rauskramen
2.    Lieblingserinnerung und dazu maximal sieben Dias/Fotos auswählen,
3.    maximal drei Nachbarn, Freundinnen oder Familienmitglieder als Unterstützung mobilisieren,
4.    sich selbst, die Begleiterinnen und Begleiter anmelden unter Anmeldung-ZFL@hdg.de (Annahme so lange die Plätze reichen),
5.    am 27. April vorbeikommen, Geschichten erzählen, Bilder zeigen und mit den anderen Gästen ins Schwatzen kommen.
Der Eintritt ist frei; Essen und Getränke gibt es à la carte.

Die inspirierendsten Bilder möchten wir gern ab 2. Juli 2026 in der Galerieausstellung „Lebensgefühl Platte“ (Arbeitstitel) im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig zeigen.

Veranstaltungsort
Zur Kleinen Kneipe
Alte Salzstraße 60
04209 Leipzig
 

Portraitfoto des Vortragenden Elias Huff
Elias Huff, © privat

Vortrag und Gespräch mit Elias Huff (Student am Historischen Seminar der Universität Leipzig)
In Kooperation mit dem Historischen Seminar der Universität Leipzig
Eintritt frei

Die Leipziger Konsumgenossenschaft ist bis heute im Stadtbild Leipzigs und im Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner präsent. In ihrer fast 150-jährigen Geschichte war sie weit mehr als ein Einzelhandelsunternehmen. Seit dem Kaiserreich stellte sie eine wichtige Säule der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung dar.

Im Nationalsozialismus nahmen die Konsumgenossenschaften eine bemerkenswerte Sonderrolle ein. Obwohl die nationalsozialistische Partei NSDAP sie als „marxistische Brutstätten“ diffamierte, wurden sie 1933 nicht zerschlagen. Der Leipziger Konsumverein war fortan vieles zugleich: ein Ort intensiver Auseinandersetzungen zwischen demokratischer Praxis und faschistischer Umformung, ein Schutzraum für Regimegegnerinnen und -gegner, aber auch ein effizienter Betrieb im Zeichen von Krieg und Verfolgung.

Schon bald nach dem Ende der NS-Diktatur wurde diese ambivalente Vergangenheit von den Machthabern in der DDR instrumentalisiert – und die Genossenschaft so zu einem Schauplatz einer weiteren, drastischen Wendung.

Elias Huff ist in seiner Staatsexamensarbeit dieser bewegten Genossenschaftsgeschichte nachgegangen und stellt im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig seine Ergebnisse zur Diskussion. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Werkstattgespräche zur Zeit/Geschichte“. Regelmäßig stellen Studierende und Absolventinnen beziehungsweise Absolventen des Historischen Seminars der Universität Leipzig ihre Forschungsprojekte außerhalb des akademischen Raums zur Diskussion. Besucherinnen und Besuchern eröffnet die Reihe neue Perspektiven auf die universitäre Forschung und lädt zum Mitdiskutieren ein.

Elias Huff, geboren 2000 in Berlin, studiert seit 2021 an der Universität Leipzig die Fächer Deutsch und Geschichte für das Lehramt am Gymnasium. Er hat als studentischer Mitarbeiter an verschiedenen universitären Projekten mitgewirkt. 2023 absolvierte er ein Auslandsemester an der Hebräischen Universität Jerusalem.
 

Vorschau
Bildausschnitt aus dem Film Rote Sterne überm Feld
© farbfilm verleih

Film des Monats
Rote Sterne überm Feld
Krimi, D 2025, 133 Min, Regie: Laura Laabs
Filmvorführung und Gespräch
Mit der Regisseurin Laura Laabs und dem Filmkurator Dr. Andreas Kötzing (Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung, Dresden)
In der Reihe „Ein anderer Kino-Osten #2“
Eintritt frei

Nach ihrer Rückkehr in ihr kleines ostdeutsches Heimatdorf entdeckt die Aktivistin Tine eine alte Leiche im örtlichen Moor. Daraufhin macht sie sich auf, sowohl die verborgene Vergangenheit der Gemeinde als auch die Geheimnisse ihrer Familie aufzudecken. Als Tine mit einer Gruppe junger Leute beschließt, einen Kurzfilm zu drehen, kommt sie der Wahrheit näher.

Laura Laabs, 1985 in Ost-Berlin geboren, ist freie Regisseurin und Autorin. Sie studierte Politik und Filmwissenschaft sowie anschließend Filmregie an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg. Ihr Spielfilmdebüt „Rote Sterne überm Feld“ gewann den Kritiker-Preis beim Max Ophüls Festival. Sie lebt in Bad Kleinen und Berlin.
 

Filmplakat von Mit der Faust in die Welt schlagen
© Across Nations Filmverleih GmbH

Film des Monats
Mit der Faust in die Welt schlagen
Drama, D 2025, 110 Min, Regie: Constanze Klaue
Filmvorführung und Gespräch
Mit der Regisseurin Constanze Klaue und dem Filmkurator Dr. Andreas Kötzing (Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung, Dresden)
In der Reihe „Ein anderer Kino-Osten #2“
Eintritt frei

Philipp und Tobi wachsen in der Provinz Sachsens auf. Ihre Kindheit ist geprägt von dem Zerfall der eigenen Familie und der Perspektivlosigkeit einer ganzen Region. Als Jahre später ein Heim für Geflüchtete entstehen soll, eskaliert die Situation. Während sich der eine Bruder zurückzieht, findet der andere ein Ventil für seine Wut. 

Constanze Klaue, 1985 in Ost-Berlin geboren, studierte zuerst Germanistik in Dresden und Jazzmusik in Köln und Osnabrück. 2014 ging sie an die Kunsthochschule für Medien Köln, um sich ganz dem Filmemachen zu widmen. Als freie Autorin und Regisseurin schreibt und inszeniert sie für Film, Musik und Literatur gleichermaßen. 2025 feierte Constanze Klaue mit ihrem Langfilm-Debüt „Mit der Faust in die Welt schlagen“ auf der Berlinale Weltpremiere.