Veranstaltungen und Termine
Januar 2026
Vortrag Forum live
„Wir sind die Jugend des Hochverrats“ Kommunistischer Widerstand junger Leipziger Frauen gegen den Nationalsozialismus
Eintritt frei
Vortrag und Gespräch mit Paul Werner (Student am Historischen Seminar der Universität Leipzig)
In Kooperation mit dem Historischen Seminar der Universität Leipzig
Eintritt frei
Zahlreiche junge Frauen leisteten Widerstand gegen den Nationalsozialismus – doch ihre Rolle ist bisher wenig erforscht. Paul Werner, Student am Historischen Seminar der Universität Leipzig, rückt nun in seiner Staatsexamensarbeit den Beitrag junger Akteurinnen im Kommunistischen Jugendverband Deutschlands (KJVD), speziell in Leipzig, in den Mittelpunkt.
Bei einem Werkstattgespräch im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig zeigt Werner, dass die weiblichen Mitglieder des KJVD nicht nur unterstützende, sondern auch führende Funktionen übernahmen. Sie waren in verschiedenen Tätigkeitsfeldern eingesetzt, so etwa als Zellenleiterinnen, Instrukteurinnen oder Produzentinnen illegaler Literatur. Anhand von Archivquellen, insbesondere Prozessakten des nationalsozialistischen Regimes, rekonstruierte Werner, wie die Frauen sozialisiert wurden, wie sie organisatorisch eingebunden waren und wie ihre jeweiligen Tätigkeitsfelder genau aussahen. Dabei zeichnet er unter anderem den Weg der Leipzigerin Erica Gottschalk nach, die gemeinsam mit ihrem Bruder kommunistische Flugblätter verteilte und wegen „Vorbereitung des Hochverrats“ drei Jahre im Zuchthaus Waldheim einsaß.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Werkstattgespräche zur Zeit/Geschichte“. Regelmäßig stellen Studierende und Absolventinnen beziehungsweise Absolventen des Historischen Seminars der Universität Leipzig ihre Forschungsprojekte außerhalb des akademischen Raums zur Diskussion. Besucherinnen und Besuchern eröffnet die Reihe neue Perspektiven auf die universitäre Forschung und lädt zum Mitdiskutieren ein.
Paul Werner lebt seit 2018 in Leipzig. Im Sommer 2025 schloss er sein Lehramtsstudium für die Oberschule in den Fächern Deutsch und Geschichte ab. Im Februar beginnt er seinen Vorbereitungsdienst an einer Schule in Radeberg.
Film Saal
Amour fou im Kalten Krieg – Frankreich und die DDR
Eintritt frei
Dokumentarfilm, D 2024, 44 Min, Regie: Nina Rothermundt
Filmvorführung und Gespräch
Mit den Protagonistinnen Ute Lindner und Gabrielle Robein, Regisseurin Nina Rothermundt und arte-Redakteur Michael Gries
In Kooperation mit arte
Eintritt frei
Die Existenz der DDR ist nach dem Zweiten Weltkrieg aus französischer Sicht vor allem eine Absicherung gegen ein großes, starkes und eventuell bedrohliches Deutschland. Doch die Beziehung der beiden Länder bleibt lange davon geprägt, dass Frankreich die DDR nicht als zweiten souveränen deutschen Staat anerkennt.
Ab 1959 entstehen ostdeutsch-französische Städtepartnerschaften, vor allem mit kommunistisch regierten Städten in Frankreich. Dabei wirbt die SED-Regierung für sich als das antifaschistische, friedliche Deutschland und versucht, eine diplomatische Anerkennung von unten zu erreichen. Jeden Sommer kommen außerdem französische Kinder, meist aus kommunistischen Arbeiterfamilien, in DDR-Ferienlager. Fahnenappelle, Sportwettkämpfe und kulinarische Unterschiede sind für viele französische Kinder ein Kulturschock.
In der DDR – einem Staat, der die Reisefreiheit massiv einschränkt – wird Frankreich für viele Menschen das Land der Sehnsüchte und Träume. Französische Chansons, Literatur und Filme treffen den Nerv der Menschen in der DDR. Mit Erich Honecker beginnt Anfang der 1970er Jahre eine kulturpolitische Liberalisierung. Berühmte französische Stars wie Gilbert Bécaud oder Mireille Mathieu feiern große Erfolge auf DDR-Bühnen und in Fernsehshows. Aber nur wenige Menschen aus der DDR haben das Glück, nach Frankreich reisen zu dürfen, meist dienstlich. Dort angekommen, lernen sie das berühmte „savoir vivre“ kennen, tauchen ein in das französische Lebensgefühl und merken, wie sich Freiheit wirklich anfühlt.
Ute Lindner studierte 1981 bis 1986 Modedesign an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und war nach dem Diplomabschluss Meisterschülerin bei Artur Winter, dem künstlerischen Leiter des Volkseigenen Handelsbetriebs Exquisit. Zwischen 1987 und 1988 wurde sie nach Paris delegiert und lernte als Designassistentin für Louis Féraud, Daniel Hechter, Per Spook sowie im Designatelier des Stoffherstellers Jenast die Luxusmodewelt kennen. 1993 machte sie sich mit einem eigenen Label selbständig und lebt heute bei Berlin.
Gabrielle Robein stammt aus Chaumont in der Champagne. Angeregt durch eine Freundin fuhr sie 1986 mit 10 Jahren das erste Mal in ein DDR-Ferienlager. Weitere Ferienlager folgten, die in ihr die Liebe zur deutschen Sprache weckten. Nach Abschluss Ihres Studiums in Ethnologie und Französisch als Fremdsprache kam sie im Jahr 2000 im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes nach Berlin. Seitdem lebt sie in Deutschland, arbeitete als Französischlehrerin und ist heute Lehrkraft an der Universität in Potsdam.
Nina Rothermundt studierte Germanistik, Journalistik und Hispanistik und arbeitet seit 2003 als freie Journalistin. Sie realisiert als Fernsehautorin und Regisseurin zahlreiche Dokumentationen für ZDF, ZDFinfo, Arte und 3sat. Ihr Schwerpunkt liegt auf zeitgeschichtlichen, gesellschaftspolitischen und kulturjournalistischen Themen.
Michael Gries studierte Biologie und ist langjähriger Wissenschaftsjournalist, Filmemacher, Fernsehredakteur und Formatentwickler von TV-Magazinen, Onlineprojekten und Dokumentationen. Für seine Arbeit bekam er zahlreiche Auszeichnungen. Seit September 2023 ist Michael Gries Subkoordinator Wissen bei ZDF / ARTE.
Vortrag Saal
AlgorithMIX#DDR Geschichte in Social Media: erforscht und gespielt
Eintritt frei
Projektvorstellung mit Spielrunde
Mit Dr. Alexander Leistner und Anja Neubert (Universität Leipzig)
In Kooperation mit dem Historischen Seminar (Professur für Geschichtsdidaktik) und dem Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig
Eintritt frei
Wie steuern Algorithmen unser Bild von Geschichte? Welche Bezüge zur DDR finden sich in Social Media? Welche Themen dominieren den Feed und die Kommentare? Ein Team aus Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und Studierenden der Universität Leipzig hat im Forschungs- und Vermittlungsprojekt AlgorithMIX#DDR Deutungsmuster auf TikTok untersucht und ein Lernspiel entwickelt, das für die Logiken der Geschichtsvermittlung in Social Media sensibilisiert.
Im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig stellt das Team das Projekt vor und präsentiert die Ergebnisse der Studie. Nach einem Einblick, welche DDR-Bezüge auf TikTok zu finden sind, gibt es Gelegenheit, das Lernspiel selbst zu testen. Abschließend soll über die Bedeutung von Algorithmen zwischen historisch-politischer Bildung und digitaler Kompetenz diskutiert werden.
Workshop Wechselausstellung, 3.OG
Vom Garten in die Tasse: Kräuter- und Früchtetees aus eigener Ernte
Eintritt frei
Workshop im Ideengarten
Mit Scarlett Frantziok und Hannah Stöckle (Peißnitzhaus Halle)
Begleitprogramm zur Ausstellung „Übern Zaun – Gärten und Menschen“
Eintritt frei
Ob bei Krankheit oder Kälte – Tee trinken hilft und wärmt besonders in der kalten Jahreszeit. Dabei muss nicht unbedingt auf Mischungen aus industrieller Herstellung zurückgegriffen werden. Der eigene Garten bietet eine große Vielfalt an Kräutern und Früchten, die in heißem Wasser ihren Geschmack entfalten und wohltuende Wirkungen haben. Unter fachkundiger Anleitung können Gäste sich bei diesem Workshop mit dem Potenzial verschiedener Pflanzen auseinandersetzen und Tees verkosten.
Im Ideengarten der Wechselausstellung „Übern Zaun – Gärten und Menschen“ zeigen Scarlett Frantziok und Hannah Stöckle vom Umweltbildungszentrum Peißnitzhaus Halle, welche heimischen Kräuter und Früchte ganz einfach für Tee verwendet werden können und wie sie sich zu passenden Mischungen zusammensetzen lassen. Im Workshop können die Teilnehmenden auch eigene Teekreationen herstellen und die Verpackung dazu individuell gestalten.
Februar 2026
Film Saal
Film des Monats: Im Staub der Sterne
Eintritt frei
Science-Fiction, DDR 1976, 100 Min, Regie: Gottfried Kolditz
Filmvorführung
In der Reihe „Babelsberg statt Hollywood – 80 Jahre DEFA“
Eintritt frei
Auf der Erde wird ein Hilferuf vom Planeten TEM 4 empfangen. Die Kommandantin Akala landet mit ihrem Raumschiff Cynro auf TEM 4, aber von einer Notsituation keine Spur. Der Herrscher des Planeten gibt für seine Gäste ein rauschendes Fest, bei dem er ihr Bewusstsein manipuliert. Der an Bord gebliebene Navigator Suko bemerkt das und versucht nun, das Geheimnis des Planeten zu entschlüsseln. Er entdeckt ein Bergwerk, in dem die Turi, Ureinwohner des TEM 4, Sklavenarbeit verrichten müssen. Von ihnen stammte auch der Hilferuf. Die Kosmonauten stehen vor der Frage, wie sie den Turi helfen können, doch deren Unterdrücker wollen sie zum Abflug zwingen.
Gottfried Kolditz (1922–1982) war einer der produktivsten DEFA-Regisseure der 1960er und 1970er Jahre. Viele seiner Filme waren große Publikumserfolge in der DDR. Er studierte in Leipzig Germanistik, Schauspiel und Regie. Nachdem Kolditz einige Erfahrungen am Theater gesammelt hatte, ging er als Musikberater zur DEFA. Er drehte fortan in den verschiedensten Genres Filme wie etwa Märchen, Musicals, Komödien und Science-Fiction. Auch machte er sich einen Namen mit den sogenannten Indianerfilmen mit Gojko Mitic in der Hauptrolle.
Wissenschaftskino Saal
The Zone of Interest
Eintritt frei
Spielfilm (USA/Vereinigtes Königreich/Polen 2023, 106 Min)
Regie: Jonathan Glazer
Filmvorführung und Gespräch
Mit Dr. Axel Doßmann (Historiker, Berlin)
Moderation: Dr. Julia Roos (Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow, Leipzig)
In Kooperation mit dem Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow und dem Referat Wissenspolitik der Stadt Leipzig
Eintritt frei
„The Zone of Interest“ von Regisseur Jonathan Glazer beleuchtet die Schrecken des Holocaust aus der Perspektive von Rudolf und Hedwig Höß. Der Kommandant von Auschwitz und seine Frau führten mit ihrer Familie in einem Bilderbuchheim – Mauer an Mauer mit dem Vernichtungslager – ein äußerst privilegiertes Leben. Rudolf Höß wird dargestellt von Christian Friedel. In der Rolle von Höß‘ Frau Hedwig brilliert die Leipziger Schauspielerin Sandra Hüller. Der Spielfilm erhielt bei der Oscarverleihung 2024 die Preise für den besten internationalen Film und den besten Ton.
Im Anschluss an die Filmvorführung ist das Publikum eingeladen, mit dem Historiker Dr. Axel Doßmann (Berlin) und Dr. Julia Roos (Leipzig) vom Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow über den historischen Kontext sowie die filmischen Darstellungsstrategien ins Gespräch zu kommen. Dr. Axel Doßmann lehrt und forscht zur Kultur- und Mediengeschichte des Nationalsozialismus und Kommunismus. Die Historikerin Dr. Julia Roos verantwortet die Wissenschaftskommunikation des Dubnow-Instituts.
Ferienprogramm Wechselausstellung, 3. OG
Ferienprogramm: „Übern Zaun – Gärten und Menschen“
Eintritt frei
Laubenpieper, Bausparer, Bloggerin oder Balkongärtnerin – warum zieht es Menschen ins Grüne? Wer macht was im Garten? Wie verändern sich unsere Gärten und wie wollen wir Städte in Zukunft gestalten?
Komm mit und entdecke unsere Wechselausstellung bei einem gemeinsamen Rundgang mit kleinen Extras.
Für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren (mit Eltern oder Großeltern), kostenfrei und ohne Anmeldung.
Ausstellungsbegleitung
ElternZEITGeschichte: „Die Partei hat immer recht“. SED-Herrschaft, Widerstand und Massenflucht in der frühen DDR
Eintritt frei
ElternZEITGeschichte
Begleitung für Eltern mit Babys
Eintritt frei
Diese Spezialführung richtet sich an Eltern, die mit Baby unsere Ausstellungen entdecken und lebendiger Zeitgeschichte begegnen wollen. In kompakten 45 Minuten geht es zurück in die 1950er und 1960er Jahre in der DDR. Wie sicherte die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) sich die Macht in dem neu gegründeten Staat? Wie und warum leisteten Menschen dagegen Widerstand, warum flohen Tausende in den „Westen“? Im Anschluss ist Zeit zum Austausch und zu Rückfragen an den Museumsguide.
Der Rundgang ist auf die Bedürfnisse von Eltern mit Babys abgestimmt. Ein Raum zum Stillen, Wickeln und Beruhigen ist vorhanden. Da in der Ausstellung nur begrenzter Platz für Kinderwagen ist, empfehlen wir für die Babys ein Tragesystem.
Die Führung bildet den Auftakt zu einem neuen Elternzeit-Angebot des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig, das Eltern mit Babys an mehreren Terminen im Jahr einlädt, Teile der Dauerausstellung sowie die aktuelle Wechselausstellung näher zu erkunden.
Weitere Termine 2026 sind:
Dienstag, 14. April 2026, 14.00 Uhr
Bückware, Datsche und Kollektiv. DDR-Alltag in den 1970er und 1980er Jahren
Mittwoch, 3. Juni 2026, 14.00 Uhr
Übern Zaun – Gärten und Menschen. Begleitung durch die aktuelle Wechselausstellung
Dienstag, 25. August 2026, 11.00 Uhr
Von den Montagsdemos zur Wiedervereinigung. Die Friedliche Revolution und der Fall des Eisernen Vorhangs
Mittwoch, 11. November 2026, 14.00 Uhr
Aufbrüche und Abbrüche im wiedervereinten Deutschland
Ferienprogramm Wechselausstellung, 3.OG
Ferienprogramm: „Übern Zaun – Gärten und Menschen“
Eintritt frei
Laubenpieper, Bausparer, Bloggerin oder Balkongärtnerin – warum zieht es Menschen ins Grüne? Wer macht was im Garten? Wie verändern sich unsere Gärten und wie wollen wir Städte in Zukunft gestalten?
Komm mit und entdecke unsere Wechselausstellung bei einem gemeinsamen Rundgang mit kleinen Extras.
Für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren (mit Eltern oder Großeltern), kostenfrei und ohne Anmeldung.
Vortrag Forum live
Kuriert oder kontrolliert? Wie Frauen in der DDR zwangsweise auf Stationen für Geschlechtskrankheiten eingewiesen wurden
Eintritt frei
Vortrag und Gespräch mit Jennifer Schatz (Referendarin für Deutsch und Geschichte an der Wieratalschule Langenleuba-Niederhain)
In Kooperation mit dem Historischen Seminar der Universität Leipzig
Eintritt frei
„Herumtreiberinnen“, „Arbeitsbummelanten“ oder „Asoziale“ – mit solchen Zuschreibungen waren Frauen und Mädchen gebrandmarkt, die in der DDR zwangsweise in sogenannte venerologische Stationen eingewiesen wurden. „Tripperburgen“ nannte der Volksmund diese Einrichtungen, denn vorgeblich sollten hier Geschlechtskrankheiten behandelt werden. Tatsächlich dienten sie vielmehr der Disziplinierung, Isolation und Umerziehung von Frauen, deren Verhalten in den Augen der Machthaber nicht den gesellschaftlichen Normen entsprach.
Jennifer Schatz hat in ihrer Staatsexamensarbeit an der Universität Leipzig den Umgang mit Frauen in geschlossenen venerologischen Stationen der DDR untersucht und dabei besonders die Leipziger Einrichtung im Stadtteil Thonberg in den Blick genommen. Ihre Ergebnisse stellt sie im Rahmen eines Werkstattgesprächs im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig vor. Im Fokus stehen die rechtlichen, medizinischen und organisatorischen Rahmenbedingungen auf den Stationen. Dabei wird deutlich, dass die eingewiesenen Frauen und Mädchen häufig ohne Aufklärung oder Einwilligung medizinisch behandelt wurden, und dass ihre Einweisung oft mit Gewalt, Demütigung und Traumatisierung verbunden war. Jennifer Schatz fragt daher auch nach den psychischen und körperlichen Folgen für die Betroffenen sowie nach gesellschaftlicher Aufarbeitung und Wiedergutmachung. Nicht zuletzt ordnet sie die DDR-Praxis in einen internationalen Kontext ein und zeigt, dass vergleichbare Einrichtungen auch in der Bundesrepublik und anderen Ländern existierten.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Werkstattgespräche zur Zeit/Geschichte“. Regelmäßig stellen Studierende und Absolventinnen beziehungsweise Absolventen des Historischen Seminars der Universität Leipzig ihre Forschungsprojekte außerhalb des akademischen Raums zur Diskussion. Besucherinnen und Besuchern eröffnet die Reihe neue Perspektiven auf die universitäre Forschung und lädt zum Mitdiskutieren ein.
Jennifer Schatz studierte von 2020 bis 2024 Deutsch und Geschichte auf Lehramt an der Universität Leipzig. Aktuell absolviert sie ein Referendariat an der Wieratalschule Langenleuba-Niederhain in Thüringen. Ihre wissenschaftlichen Interessen liegen vor allem im Bereich der DDR-Geschichte, der historischen Bildungsarbeit und der Aufarbeitung staatlicher Repressionsmechanismen.
Vorschau
Film Saal
Film des Monats: Winter adé
Eintritt frei
Dokumentarfilm, DDR 1988, 116 Min, Regie: Helke Misselwitz
Filmvorführung
In der Reihe „Babelsberg statt Hollywood – 80 Jahre DEFA“
Eintritt frei
Regisseurin Helke Misselwitz begibt sich auf eine filmische Fahrt durch die DDR: vom sächsischen Zwickau bis nach Sassnitz auf der Insel Rügen. Auf ihrer Reise lernt sie verschiedene Frauen kennen: die erfolgreiche Werbeökonomin Hiltrud, die alleinerziehende Fabrikarbeiterin Christine, die Punkmädchen Kerstin und Anja, die 85-jährige Margarete, die mit ihrem Mann Diamantene Hochzeit feiert, die stellvertretende Bürgermeisterin von Niehagen und Erika Banhardt, die hauptberuflich ein Kinderheim leitet. Sie alle berichten aus ihrem Leben, über Ehe und Familie, die Arbeit, Schicksalsschläge und Perspektiven für die Zukunft.
Helke Misselwitz (geboren 1947) ist eine der wichtigsten ostdeutschen Dokumentarfilmerinnen. Am bekanntesten wurden ihr Dokumentarfilm „Winter adé“ (1988) und der Spielfilm „Engelchen“ (1997). Nach einem Regiestudium an der Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg war sie freie Regisseurin, ab 1985 Meisterschülerin bei Heiner Carow an der Akademie der Künste in Ost-Berlin. Von 1997 bis 2014 lehrte sie als Professorin an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg.
Begleitprogramm zur Ausstellung 3. Etage
Übern Zaun – Das Quiz für Gartenteams
Eintritt frei / Anmeldung erforderlich
Moderation: Josephine von Blueten Staub (Autorin, Bühnenpoetin)
In Kooperation mit der Stadt Leipzig – Amt für Stadtgrün und Gewässer, Fachbereich Gärten
Begleitprogramm zur Wechselausstellung „Übern Zaun – Gärten und Menschen“
Eintritt frei, Teilnahme nur nach Anmeldung
Kneipenquiz im Museum: Rätselspaß, Teamgeist und überraschende Erkenntnisse warten auf alle, die Lust haben, ihr Wissen rund ums Gärtnern auf die Probe zu stellen. Ob aus dem Kleingarten oder dem Gemeinschaftsgarten – im Team wird geknobelt und gelacht, und dabei gibt es auch noch jede Menge spannende Erkenntnisse aus der Welt des Kleingärtnerns. Die Fragen sind knifflig bis kurios und führen quer durch die Welt privater Gärten – von der Praxis mit Tipps, Tricks und kuriosen Pflanzen, über die Geschichte des Gärtnerns mit ihren überraschenden Wendungen, bis hin zum Kleingartenrecht, das manchmal erstaunliche Details reguliert. Und natürlich darf auch die Zukunft des Gärtnerns nicht fehlen: zwischen Hochbeet und App, Tradition und Technik.
Dabeisein können Teams aus Klein- und Gemeinschaftsgärten mit jeweils maximal fünf Personen. Auf die besten drei Teams warten spannende Sachpreise der Stadt Leipzig.
Wer schon früher kommen und sich vielleicht einen kleinen Wissensvorsprung sichern möchte: Bereits um 18.00 Uhr lädt unser Format Museum nach Feierabend zu einer Führung durch die Wechselausstellung „Übern Zaun – Gärten und Menschen“ ein.
Teams, die mitspielen wollen, melden sich bitte bis zum 15. Februar 2026 unter anmeldung-zfl@hdg.de an. Bitte nennen Sie den Namen Ihres Teams und die Namen der Teammitglieder. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet – Schnellsein lohnt sich also.