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März 2017
Ein junger Mensch führt eine geballte Hand mit Nahrung zum weit geöffneten Mund
Szene aus "Darwins Alptraum", © Tamasa Distribution

„Darwins Alptraum“
(OmU)

Spielfilm, Fr / Bel / Aut 2004, 107 Min, Regie: Hubert Sauper

Die Dokumentation „Darwins Alptraum“ (Orig. Titel: Darwin's Nightmare) vom Hubert Sauper skizziert die Fischindustrie in Tansania: Der Fisch steht als eine Metapher für die Ungerechtigkeit der Welt. In einer dortigen Fischfabrik werden Viktoriabarsche filetiert und für den europäischen Markt vorbereitet; die EU überwacht dabei die Einhaltung ihrer Produktionsstandards. Die Flugzeuge, die den Fisch nach Europa bringen, fliegen aber nicht leer nach Tansania: Neben anderen Importprodukten transportieren sie häufig auch Waffen und Kriegsmaterial, die unter anderem in afrikanischen Bürgerkriegsländern landen.

Internationale Wochen gegen Rassismus, © Stadt Leipzig

Internationale Wochen gegen Rassismus

"Hotline für besorgte Bürger – Ein Erfahrungsbericht"
Gespräch

Mit dem Initiator der "Hotline für besorgte Bürger" Ali Can
Moderation: Angelika Kell (Leipzig)
In Kooperation mit der Stadt Leipzig, Referat für Migration und Integration

"Mir ist es wichtig, auch mit denen zu sprechen, die von Integration scheinbar nichts wissen wollen", sagt Ali Can. Der 23-jährige Student mit kurdischen Wurzeln möchte mit seiner "Hotline für besorgte Bürger" Menschen erreichen, die sich in ihrem sozialen Umfeld und von der Politik nicht ernst genommen fühlen. Er versucht dem von vielen Seiten geäußerten Wunsch nach Dialog eine Plattform zu bieten. Das Telefongespräch bildet, ähnlich wie bei anderen seelsorgerischen Telefonnummern, einen vertraulichen und anonymen Rahmen. Mit Wertschätzung und Mitgefühl lädt Ali Can seine Gesprächspartner ein, über ihre Meinungen, Vorurteile und Ängste zum Thema "Flüchtlinge" zu sprechen und diese gemeinsam zu hinterfragen. Das Projekt stieß bisher auf eine große und überwiegend positive Resonanz. Im Gespräch mit der Politikwissenschaftlerin Angelika Kell redet Ali Can über seine Motivation für die Hotline, ihre Entwicklung seit ihrer Einrichtung 2016, über häufig gestellte Fragen sowie Reaktionen auf seine Antworten.

Ali Can (geb. 1993 in der Türkei) immigrierte 1995 mit seiner Familie nach Deutschland. Neben vielen sozialen Engagements, z.B. bei UNICEF, studiert er in Gießen Deutsch und Ethik auf Lehramt und gibt deutschlandweit Seminare für interkulturelle Kompetenzen. Im Herbst 2016 gründete er den Verein "Interkulturell Leben" und richtete die "Hotline für besorgte Bürger" ein.

 

 

Buchcover © Klett Kinderbuchverlag

Pullerpause im Tal der Ahnungslosen
Lesung und Gespräch

Mit der Kinderbuchautorin Franziska Gehm

Für SchülerInnen der 4.-6. Klassen
In Kooperation mit dem Klett Kinderbuch Verlag

Eigentlich wollten Jobst und seine Mutter auf dem Heimweg von ihrem Mittelalter-Urlaub bloß eine Pinkelpause im Jahr 1986 einlegen. Aber dann ist ihr Zeitreisekoffer plötzlich verschwunden und die beiden hängen fest – mitten in der DDR. Ein Land, das Jobst nur aus Erzählungen kennt. Kinder heißen hier Pioniere, im Obst- und Gemüseladen gibt es keine Südfrüchte, sondern das, was gerade da ist, und das Staatsoberhaupt kommt Jobst auch sehr seltsam vor. Doch ohne Koffer keine Heimreise! Die Geschichte regt sowohl zum Lachen als auch zum Nachdenken an.

 

 

Buchcover, © Europa Verlag München

Ein deutsches Leben. Was uns die Geschichte von Goebbels' Sekretärin für die Gegenwart lehrt
Lesung und Gespräch mit Filmausschnitten

Mit dem Autor Thore D. Hansen
Moderation: Christian Strasser
In Kooperation mit dem Europa Verlag München

In dem Dokumentarfilm "Ein deutsches Leben" (Drehbuch: Florian Weigensamer) erzählt die im Januar 2017 im Alter von 106 Jahren verstorbene Brunhilde Pomsel, frühere Sekretärin von Joseph Goebbels, über die Zeit des Nationalsozialismus und ihre Arbeit im Propagandaministerium. In seinem gleichnamigen Buch ordnet der Politikwissenschaftler Thore D. Hansen die Ausführungen der Zeitzeugin Pomsel politisch ein und lotet vor dem Hintergrund gegenwärtig wachsenden Populismus und zunehmender Verbreitung rechten Gedankengutes Parallelen zwischen damals und heute aus: "Nichts haben wir gewusst", sagt Pomsel. Thore D. Hansen fragt dagegen: "Haben wir nichts gelernt?"

 

 

Buchcover, © Verlag J.H.W. Dietz Nachf.

Le Mensch. Die Ethik der Identitäten
Podiumsgespräch

Mit dem deutsch-französischen Politikwissenschaftler Alfred Grosser und dem polnischen Publizisten Antoni Libera
Moderation: Bastian Wierzioch (Journalist)
In Kooperation mit dem Institut français Leipzig, dem Polnischen Institut Berlin – Filiale Leipzig und dem Verlag J.H.W. Dietz Nachf.

Wer bestimmt, was der Mensch ist: als Individuum oder Amtsinhaber, als Angehöriger einer Gruppe, Religion oder Ethnie? Facettenreich und mit vielen persönlichen Rückblicken schreibt der große Europäer Grosser über die Entstehung und Moral sozialer Identität. Alfred Grosser nimmt das Menschsein auf allen Feldern des gesellschaftlichen Lebens unter die Lupe: Kultur, Politik und Erziehung, Geschlecht, Geschichte und Religion, Geld und nationale Mythen – und natürlich unsere Identität in einem Europa mit Flüchtlingen oder ohne. Er warnt eindringlich vor Politikverachtung und zieht Bilanz über das "Menschwerden inmitten der Verzweiflung am Weltgeschehen".

 

 

Buchcover, © Ch. Links Verlag

Frauen in der DDR
Lesung und Gespräch

Mit der Autorin Anna Kaminsky (Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur)
Moderation: Jana Fröbel (Lektorin, Ch. Links Verlag)
In Kooperation mit dem Ch. Links Verlag

Wie lebten Frauen in der DDR? Im Rückblick erscheinen sie oft wie "siebenarmige Göttinnen", die es offenbar spielend schafften, Berufstätigkeit, Mutterschaft und Emanzipation unter einen Hut zu bringen. Ihnen standen viele Wege offen, da, so die offizielle Lesart, der Staat vorbildlich für "seine Frauen" sorgte. Frauen in der DDR waren aber zugleich zwischen all ihren Rollen zerrissen. Anna Kaminsky wagt einen Gesamtblick auf die Situation von Frauen in der DDR, der das politische Leben genauso einschließt wie das berufliche und das private. Biografische Porträts werfen Schlaglichter auf die Vielfalt weiblicher Lebensentwürfe.

 

 

Buchcover, © Carl Hanser Verlag

Ein Kompass für Orient und Okzident?
Lesung und Gespräch

Mit dem Preisträger des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung 2017 Mathias Enard, Leyla Dakhli (Geschichtswissenschaftlerin und Laudatorin) und Daniel Gerlach (Autor, Publizist, Orientalist und Nahost-Experte, Wuppertal)
Begrüßung: Thomas Krüger (Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung)
In Kooperation mit der Stadt Leipzig, der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Carl Hanser Verlag

Enards jüngster Roman "Kompass" ist eine Beschwörung der jahrhundertelangen Passion des Westens für die orientalische Kultur. Unter dem Schock einer alarmierenden medizinischen Diagnose verbringt Franz Ritter, Musikwissenschaftler in Wien, eine schlaflose Nacht. Er begibt sich im Geiste noch einmal an die Orte seiner Forschungsreisen: Istanbul, Damaskus, Aleppo, Palmyra – alles Städte, die für ihn untrennbar mit Sarah verbunden sind, der berühmten Orientalistin, seiner großen Liebe. Seine Erinnerung zaubert immer mehr Fakten, Romanzen und Geschichten hervor, die alle von dem entscheidenden Beitrag des Orients zur westlichen Kultur und Identität zeugen.

 

 

Buchcover, © Carl Hanser Verlag, © Hamburger Edition
Buchcover, © Verlagsgruppe Droemer Knaur, © KLETT-Cotta

Die Neue Rechte und die Rückabwicklung der Moderne
Podiumsdiskussion

Mit Ralf Fücks ("Freiheit verteidigen – Wie wir den Kampf um die offene Gesellschaft gewinnen", Carl Hanser Verlag), Andrea Röpke ("Jahrbuch rechte Gewalt", Verlagsgruppe Droemer Knaur), Michael Wildt ("Volk, Volksgemeinschaft, AfD", Hamburger Edition) und Daniel Pascal Zorn ("Logik für Demokraten. Eine Anleitung", Klett-Cotta)
Moderation: Bastian Wierzioch (Journalist)
In Kooperation mit der Leipziger Buchmesse, Carl Hanser Verlag, Verlagsgruppe Droemer Knaur, KLETT-Cotta J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger und Hamburger Edition

Die Ideologie der Neuen Rechten fußt auf Ideen früherer Epochen: antidemokratisch, völkisch, antimodern, rassistisch, antisemitisch. Neu-rechte Vordenker schaffen ein gesellschaftliches Klima, in dem Gewalttaten von rechtsextremen Tätern stark zugenommen haben. Doch wie können sich Demokraten den Feinden demokratischen Denkens entgegenstellen? Wie können die Errungenschaften der Moderne verteidigt werden? Und was passiert, wenn "das Volk" die Demokratie nicht mehr will?

 

 

Buchcover, © Verlag De Gruyter Oldenbourg

Polen in der Wehrmacht
Gespräch

Mit dem Historiker und Autor Ryszard Kaczmarek (Universität Kattowitz/Polen) und Ingo Loose (Historiker, Institut für Zeitgeschichte, Berlin)
Moderation: Burkhard Olschowsky (BKGE, Oldenburg)
In Kooperation mit dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE) und dem Verlag De Gruyter Oldenbourg

Der Band behandelt jene Teile der polnischen Bevölkerung, die nach NS-Kategorien in der "deutschen Volksliste" erfasst wurden. Diese Volkslistenzugehörigkeit war Voraussetzung für die Einberufung in die Wehrmacht. Das Buch beschreibt den Dienst polnischstämmiger Soldaten an der Front wie auch im Hinterland. Anhand von Zeitzeugenberichten erschließen sich dem Leser zudem die familiären und politischen Bezüge sowie die Ablehnung und Stigmatisierung, die jenen Soldaten in Polen begegnete. Das Buch stellt ein weitgehend unbekanntes Kapitel des Zweiten Weltkrieges und unseres Nachbarlandes vor, das von der nationalsozialistischen Besatzung in besonderer Weise betroffen war.

 

 

Buchcover, © Mitteldeutscher Verlag

Gelebte Versöhnung. Meine Erinnerungen
Lesung und Gespräch

Mit dem Autor Friedrich Magirius, Rainer Eckert (Historiker und Politikwissenschaftler) und Michael Weichert (Politiker, Bündnis 90/Die Grünen)
Moderation: Wolfgang Kenntemich (Journalist)
In Kooperation mit dem Mitteldeutschen Verlag

Mit Friedrich Magirius legt einer der wichtigsten wie umstrittensten Protagonisten der friedlichen Revolution seine Lebenserinnerungen vor. Der Theologe gewährt Einblicke in seine Jugendzeit während des Krieges, das Studium, den Eintritt in den Dienst der Kirche und in die Zeit als Leiter der Aktion Sühnezeichen in der DDR. 1982 folgt die Berufung zum Superintendenten und zum Pfarrer an der Nikolaikirche, dem Ausgangspunkt der montäglichen Friedensgebete und im Herbst 1989 der Montagsdemonstrationen. Nach der Wiedervereinigung wirkte Friedrich Magirius u.a. als Leipziger Stadtpräsident. Eingehend setzt sich Magirius mit der Gratwanderung zwischen den Ansprüchen des SED-Staates und den Aufgaben der Kirche auseinander und beschreibt seine Suche nach dem richtigen Weg zwischen Widerstand und Anpassung.

 

 

Buchcover, © Ch. Links Verlag

Unter Sachsen. Zwischen Wut und Willkommen
Buchvorstellung und Gespräch

Mit den Herausgebern Heike Kleffner und Matthias Meisner sowie Iris Gleicke, MdB (Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer) und dem Blogger Ali Schwarzer
Moderation: Christoph Links (Verleger)
In Kooperation mit dem Ch. Links Verlag

Sind die sogenannten sächsischen Verhältnisse mit der Pegida-Bewegung und den vielen rechten Gewalttaten ein auf den Freistaat begrenztes Phänomen? Oder muss die zunehmende Radikalisierung der gesellschaftlichen Mitte als Vorbote künftiger politischer Veränderungen in ganz Deutschland verstanden werden? Die Frage "Warum Sachsen?" wird von vielen gestellt. In diesem Buch begeben sich über 40 Autorinnen und Autoren auf die Suche nach Antworten. In Analysen, Interviews, literarischen Texten und sehr persönlichen Kommentaren beleuchten sie beispielsweise den Zustand der sächsischen CDU, die Hintergründe der Pegida-Bewegung und der AfD in Sachsen oder die eigenen Erfahrungen mit Rassismus.

 

 

Buchcover, © DVA München

Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution. Wie eine Gruppe junger Leipziger die Rebellion in der DDR wagte
Buchpremiere

Mit dem Journalisten und Buchautor Peter Wensierski
Moderation: Vladimir Balzer (Journalist)
In Kooperation mit der Deutschen Verlags-Anstalt (DVA) München

Sie sind jung, frech, unangepasst, sie verweigern sich dem System und fordern den Staat heraus. Sie wohnen in Abrisshäusern, planen in langen Nächten ihre Aktionen, drucken heimlich Flugblätter und feiern in ihrer illegalen Nachtbar, bis der Morgen anbricht. Sie demonstrieren im Herbst 1989 in der ersten Reihe und werden von der Staatssicherheit verfolgt. Aber mit jeder neuen Aktion verlieren sie ein Stück mehr Angst und die Diktatur an Kraft. Peter Wensierski schrieb die Geschichte einer ungewöhnlichen Gruppe junger Leipziger auf, die einen Kampf führten, den andere für aussichtslos hielten.

 

 

Buchcover, © dtv Verlagsgesellschaft, © S. Fischer Verlag, © Verlagsgruppe Droemer Knaur

Fremde Heimat: Herausforderungen und Perspektiven der Integration von Geflüchteten
Podiumsdiskussion

Mit Hannah Dübgen ("Über Land", dtv), Christiane Rösinger ("Zukunft machen wir später. Meine Deutschstunden mit Geflüchteten", S. Fischer) und Jasna Zajcek ("Kaltland. Unter Syrern und Deutschen", Droemer Knaur)
Moderation: Bastian Wierzioch (Journalist)
In Kooperation mit der Leipziger Buchmesse, der dtv Verlagsgesellschaft, der Verlagsgruppe Droemer Knaur und dem S. Fischer Verlag

Wie sieht der Alltag von Geflüchteten konkret aus? Wie erleben sie Großstädte und wie die Provinz? Mit welchen Ressentiments wird ihnen begegnet? Welche Hilfe wird ihnen zuteil? Und wie soll es weiter gehen mit dem Mammut-Projekt Integration? Welche Erfolge gibt es bisher, und welche Hindernisse und Herausforderungen sind noch zu überwinden? Die Buchautorinnen Hannah Dübgen, Christiane Rösinger und Jasna Zajcek gehen diesen Fragen im Gespräch mit dem Journalisten Bastian Wierzioch auf den Grund.

 

 

Buchcover, © Verlag am Park

Der rote Koffer. Mein Blick auf ein gespaltenes Land
Buchvorstellung und Gespräch

Mit dem Autor Winfried Sühlo und Thomas Krüger (Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung)
In Kooperation mit dem Verlag am Park und der Bundeszentrale für politische Bildung

Ein Zeitzeuge und Beteiligter erinnert sich: Winfried Sühlo studierte in West-Berlin, als die Studenten Ende der 1960er Jahre auf die Straße gingen. Dort überkam ihn der "kritische Geist", wie er selbst sagt, der ihn nie wieder verlassen sollte. Später arbeitete er u. a. in der Planungsabteilung des Bundeskanzleramtes, in der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik bei der DDR oder in der Staatskanzlei von Schleswig-Holstein. In seinem Bewusstsein war die DDR stets als Teil Deutschlands präsent – nicht pflichtschuldig, sondern als gelebte Realität. Winfried Sühlo verbindet in seinem Buch die große Geschichte mit seiner persönlichen und hält dabei auch die Erinnerung an viele interessante Aspekte deutsch-deutscher Kulturgeschichte wach.

 

 

Buchcover, © Knaus Verlag

Briefe ohne Unterschrift. Wie eine BBC-Sendung die DDR herausforderte
Lesung und Gespräch

Mit der Autorin Susanne Schädlich
In Kooperation mit dem Knaus Verlag

Sie schreiben Briefe und gehen ein hohes Risiko ein – Adressat: BBC London. 1949 startet die britische Rundfunksendung "Briefe ohne Unterschrift". Immer am Freitagabend werden anonyme Zuschriften von DDR-Bürgern darin verlesen, über 25 Jahre lang. Susanne Schädlich entdeckte diese einzigartigen Zeitdokumente und erzählt nun von den britischen Journalisten, die so lange dem SED-Regime die Stirn boten. Vor allem aber setzt sie den mutigen Absendern ein Denkmal, die der gnadenlosen Verfolgung durch die Staatssicherheit zum Opfer fielen – unter ihnen befand sich auch ein Junge aus Greifswald.

 

 

Leipziger Europaforum 2017

24. Leipziger Europaforum

„Nach den Wahlen in den USA – Neue Herausforderungen für Europa“
Podiumsdiskussion

Mit Reinhard Bütikofer (Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzender der Europäischen Grünen Partei), Marek Cichocki (Philosoph und Historiker, College of Europe, Natolin, Warschau), Emmanuel Droit (Historiker, Stellv. Direktor des Centre Marc Bloch/Deutsch-französisches Forschungszentrum für Geistes- und Sozialwissenschaften, Berlin) und weiteren Gästen
Moderation: Eckart D. Stratenschulte (Europäische Akademie Berlin)
In Kooperation mit verschiedenen Leipziger Institutionen und der Stadt Leipzig

Erst seit wenigen Wochen im Amt, hat der 45. Präsident der USA Donald Trump damit begonnen, seine Ankündigungen aus dem Wahlkampf in die Tat umzusetzen. An den ersten Dekreten lassen sich bereits Grundzüge seiner Außenpolitik erkennen: die konsequente Verfolgung nationaler Interessen unter dem Motto „America First“, das Hinterfragen traditioneller Bündnissysteme, der Schutz vor globalem Wettbewerb durch Strafzölle und Abschottung sowie die Orientierung auf „Deals“ – ungeachtet ideologischer Differenzen und der Wahrung westlicher Werte.

Ist die Entwicklung in den USA Teil einer allgemeinen politischen Neuausrichtung? Was bedeutet Trumps Politik für Europa? Wie reagieren insbesondere die ostmitteleuropäischen Länder auf die isolationistische Kehrtwende der USA? Muss die europäische Union nun international mehr Verantwortung übernehmen und enger zusammenarbeiten?

 

 

Buchcover, © Aufbau Verlag

Heimaterde. Eine Weltreise durch Deutschland
Lesung und Gespräch

Mit dem Autor Lucas Vogelsang
Moderator: Jörg Schieke (Mitteldeutscher Rundfunk)
In Kooperation mit dem Aufbau Verlag

Vietnamesen, die Zuwanderern Deutsch beibringen, Türken, die auf die Mittagsruhe pochen, Iraner, die ihre Gartenzwerge bemalen, oder ein Politiker mit palästinensischen Wurzeln, der dem Stammtisch erklärt, was Deutschsein heute bedeutet. Lucas Vogelsang fährt vom Berliner Wedding aus quer durch die Bundesrepublik und trifft Menschen, die von Herkunft und Identität erzählen: in Pforzheim, Rostock-Lichtenhagen oder Castrop-Rauxel. So reist er hinein in die Gegenwart unseres Landes – "Heimaterde" stellt sich der großen Frage, wer wir sind.

 

 

Buchcover, © Schöfflin Verlag

Kollwitz 66. Eine Berliner Kindheit in den fünfziger Jahren
Lesung

Mit dem Autor Dieter Krause
In Kooperation mit dem Schöfflin Verlag

Dieter Krause wächst am Ost-Berliner Kollwitzplatz auf, dessen Hinterhöfe den Murmelspielern und Indianern gehören. Anstelle von ideologischen Kämpfen werden Konflikte mit Tüten voller Wasser und Stinkbomben ausgefochten. Die fünfziger Jahre sind für den Jungen eine Übergangszeit: Zwischen heimlich gehörten Elvis-Songs und Begegnungen mit russischen Soldaten wechselt er regelmäßig von einem Sektor in den anderen und beinahe ebenso häufig die Schule. Dies ändert sich jedoch, als mitten in die Sommerferien 1961 die Nachricht vom Mauerbau platzt. Dieter Krause schildert liebevoll die Freiheit seiner Berliner Straßenkindheit, kommentiert scharfzüngig ihre staatliche Begrenzung und erzählt so das Heranwachsen am Prenzlauer Berg zur Frühzeit der DDR wie unter dem Mikroskop: Man sieht alles sehr genau vor sich – man atmet gewissermaßen die Luft aus Schwefel und Bohnerwachs.

Friedrich Schorlemmer, © privat

Leben und Wirkung des frommen Rebellen Martin Luther

Vortrag von Friedrich Schorlemmer
In Kooperation mit dem Aufbau Verlag

Friedrich Schorlemmer sieht in Martin Luther einen im Glauben verwurzelten Menschen, rebellisch, von seinem Gewissen geleitet, unerschrocken aus Fröhlichkeit. Luther war ein Kirchen- und Sozialreformer, der darüber hinaus mit seiner Bibelübersetzung zum Sprachschöpfer wurde. Luthers Persönlichkeit beschreibt Schorlemmer in all ihren Facetten: den unbeugsamen Mönch, den streitbaren Publizisten, den begnadeten Prediger, treusorgenden Freund, Ehemann und Hausvater. Der große Reformator bleibt jedoch umstritten. Schorlemmer stellt zur Diskussion, welche Wirkungen Luthers Werk bis heute hat, und zeigt, wie viel Erkenntnis, Trost und Ermutigung aus Luthers Schriften bis heute geschöpft werden können.

 

 

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