300.000 Besuche in der Ausstellung „Nach Hitler. Die deutsche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus“

Am 5. März begrüßte die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland die 300.000. Besucherin der aktuellen Ausstellung „Nach Hitler. Die deutsche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus“. Die Besuchermarke erreichte Beate Guzdziol-Hoffmann, die die Ausstellung gemeinsam mit ihrem Ehemann Wolfgang Hoffmann besuchte. Zufälligerweise feierte sie an diesem Tag auch ihren Geburtstag – und konnte sich damit gleich doppelt über den Besuch im Museum freuen.

Stiftungspräsident Harald Biermann sagte zum erreichten Meilenstein: „300.000 Besucherinnen und Besucher sind ein starkes Zeichen für die anhaltende Bedeutung der Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus. Die große Resonanz macht deutlich, dass die Auseinandersetzung mit diesem Kapitel unserer Geschichte auch für die Gegenwart unverzichtbar ist.“
 

Die Ausstellung zeigt, wie sich der Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit über Generationen hinweg gewandelt hat. Ereignisse wie die Entnazifizierung oder die Wehrmachtsausstellung stehen exemplarisch für zentrale Wendepunkte der deutschen Erinnerungskultur. Ruth Rosenberger, Stellvertreterin des Präsidenten und Direktorin Digitale Dienste betont: „Unsere Ausstellung macht sichtbar, wie jede Generation ihren eigenen Zugang zur NS-Vergangenheit findet – geprägt von zeitlichem Abstand, neuen Fragen und aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen. Erinnerung ist kein abgeschlossener Prozess, sondern eine Aufgabe, die immer wieder neu verhandelt und weitergegeben werden muss.“

Sie verdeutlicht zudem, warum die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus auch 80 Jahre nach Kriegsende nichts von ihrer Aktualität verloren hat. Angesichts zunehmender antisemitischer Straftaten und des Erfolgs rechtspopulistischer Parteien in Deutschland wird deutlich, wie zentral eine lebendige und reflektierte Erinnerungskultur für die Demokratie ist.

Die Ausstellung läuft noch bis Januar 2027.

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