Ausschnitt aus dem Plakat zur neuen Dauerausstellung
Junge Frau in der Ausstellung vor Vitrine mit Roboter

Dauerausstellung

Unsere Geschichte

Diktatur und Demokratie nach 1945

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05.05.2022 - 03.10.2022

#DEUTSCHLANDDIGITAL

Ausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig

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Eintritt frei

Der Eintritt zum Museum und allen Ausstellungen ist kostenlos.

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Museumsmagazin 1/2022

Das neue Museumsmagazin ist da! Im Fokus steht die neue Wechselausstellung #DeutschlandDigital, die Anfang Mai im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig eröffnet wird.

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Information

Wegfall der Corona-Regeln

Unser Museum ist für alle zugänglich. Wir empfehlen weiterhin das Tragen einer Mund-Nasen-Maske.

Kommende Veranstaltungen

Beratung und Gespräch 14 - 17 Uhr
Mit der Amadeu Antonio Stiftung

Soziale Netzwerke sind digitale Orte, an denen menschenverachtende Aussagen längst alltäglich geworden sind. Rassismus, Frauenfeindlichkeit oder Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen sind im Netz nicht immer direkt erkennbar und können sich hinter Memes, Videos oder Bildern als „umstrittener Humor“ tarnen. Wird jedoch solchen abwertenden und verletzenden Aussagen (sogenannte Hatespeech oder Hassrede) nicht widersprochen, werden sie früher oder später als „normal“ empfunden. Die Folgen spüren nicht nur die Betroffenen. Zudem gibt es einen Zusammenhang zwischen digitalem Handel und realer Gewalt. Deswegen muss über Hassrede aufgeklärt und dagegen vorgegangen werden. 

Wie erkennen wir Hatespeech und wer ist betroffen? Wer sind die die Urheberinnen oder Urheber und was können wir konkret entgegensetzen? Die Amadeu Antonio Stiftung zeigt die Dynamiken auf und gibt Tipps, wie wir durch Kommentare Haltung beziehen und uns so an der demokratischen Debatte im Netz beteiligen können. 

Die Veranstaltung ist Teil der neuen Formatreihe OpenSpace in der Wechselausstellung #DeutschlandDigital. Dabei laden wir gemeinsam mit Kooperationspartnerinnen und -partnern zu kleinen Aktionen in der Ausstellung ein. Die OpenSpace-Angebote finden während der Laufzeit der Ausstellung immer mittwochs und samstags zwischen 14 und 17 Uhr statt.

Die Amadeu Antonio Stiftung, gegründet 1998, hat das Ziel eine demokra-tische Zivilgesellschaft zu stärken, die sich gegen Rechtsextremismus, Ras-sismus und Antisemitismus einsetzt. Sie unterstützt dafür entsprechende Ini-tiativen und Projekte finanziell und beratend. 


Keine Anmeldung erforderlich. 

Informationen zur Veranstaltungsfotografie

 

Dr. Matthias Schulze, Foto: Jana Neumann

Vortrag und Gespräch mit dem Sicherheitspolitikexperten Dr. Matthias Schulze und dem Redakteur und Moderator Bernd Schekauski  

Seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine gibt es neben den militärischen immer wieder auch Cyber-Angriffe – jedoch nicht in dem Ausmaß, welches Sicherheitsexperten erwartet hatten. Bereits bei der Invasion in Georgien 2008 und 2014 auf der Krim hatte Russland Cyberangriffe durchgeführt und gezeigt, dass es in der Lage ist, die Versorgung, die Organisation oder die Kommunikation seines Gegners zu stören. Warum aber verzichtet Russland im Ukrainekrieg bisher auf große Angriffe? Sind diese noch zu befürchten? Dr. Matthias Schulze klärt, wie der Krieg bisher im Digitalen verläuft, was hinter Begriffen, wie Wiper, Ransomware und DDoS steht, und welche Akteure hinter den Attacken stecken. Im Gespräch mit dem Politikredakteur Bernd Schekauski geht er zudem auf die Wahrscheinlichkeit von Cyber-Angriffen außerhalb der Ukraine ein und führt aus, wie gut Deutschland vor Angriffen geschützt wäre.


Dr. Matthias Schulze ist stellvertretender Leiter der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik bei der Stiftung für Wissenschaft und Politik in Berlin. Seine Forschungsgebiete sind Digitalisierung, Cyber-Sicherheitspolitik sowie Streitkräfte und Militär. Von 2012 bis 2017 promovierte er an der FSU Jena zum Thema „From Cyber-Utopia to Cyber-War. Normative Change in Cyberspace“.


Bernd Schekauski, Redakteur und Moderator, arbeitet beim Mitteldeutschen Rundfunk in den Bereichen Politik, Kulturberichterstattung und Hintergrund. 
 

Informationen zur Veranstaltungsfotografie

 

Foto: Tima Miroshnichenko

Gespräch und Beratung 14 - 17 Uhr

Mit dem Hackspace dezentrale e. V.  
Eintritt frei

Das Internet soll funktionieren. Lästige Werbebanner schnell wegklicken, Cookies mal eben akzeptieren, weil es zu lange dauert, die Einstellungen durchzugehen und Newsletter abonnieren, um am Gewinnspiel teilzunehmen – Nutzerinnen und Nutzer nehmen das Datensammeln oft in Kauf, wenn sie online störungsfrei unterwegs sein wollen. Die Devise lautet: „Ich habe ja nichts zu verstecken“ oder „was sollen die schon mit meinen Daten?“ Zudem scheint der Aufwand recht groß, die Privatsphäre zu schützen, wenn digitale Anwendungen im Alltag nun mal notwendig sind. 


Zwei Mitglieder von dezentrale e. V., die sich seit Jahren mit dem Schutz von Privatsphäre im digitalen Raum beschäftigen, geben Besucherinnen und Besuchern praktische Tipps. Wie surfe ich sicherer und schneller im Internet? Wo kann ich Werbung vermeiden? Und wie kann ich verhindern, dass Firmen mich tracken? Interessierte können ihre eigenen Endgeräte (Smartphones und Tablets) mitbringen und sich die Tricks vor Ort am Beispiel zeigen lassen. Es geht nicht um „ganz oder gar nicht“, sondern vielmehr darum, Spuren im Netz zu reduzieren und zu erkennen, wann und wo das sinnvoll ist. Dabei richtet sich das Angebot nicht nur an Digitalprofis, sondern gerade auch an digitale Laien. 

Die Veranstaltung ist Teil der Formatreihe OpenSpace in der Wechselausstellung #DeutschlandDigital. Dabei laden wir gemeinsam mit Kooperationspartnerinnen und -partnern zu kleinen Aktionen in der Ausstellung ein. Die OpenSpace-Angebote finden an ausgewählten Mittwochen und Samstagen zwischen 14 und 17 Uhr statt.


Dezentrale e. V. ist ein Verein im Westen Leipzigs, in dem sich Technik- und Computerinteressierte treffen und austauschen. Er bietet Raum für Themen wie Netz-Aktivismus, den Schutz digitaler Privatsphäre, Computerspiele und Spiele mit Robotern. 


Keine Anmeldung erforderlich. 

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Film des Monats
In der Reihe „Baseballschlägerjahre“
Dokumentarfilm (D 1993, 45 Min, Regie: Esther Schapira)

Am 3. Oktober 1991, dem ersten „Tag der deutschen Einheit“, eskaliert die rassistische Gewalt. Ein Brandanschlag im niederrheinischen Hünxe bestimmt am nächsten Morgen die Schlagzeilen. Drei Jugendliche werfen in der Nacht zum 3. Oktober Molotowcocktails auf das örtliche Flüchtlingsheim. Dabei explodiert ein Brandsatz im Kinderzimmer einer libanesischen Geflüchtetenfamilie, wobei zwei junge Mädchen schwer verletzt werden. Ein Jahr später besucht die Journalistin Esther Schapira mit einem Kamerateam Hünxe. Den Müttern der jugendlichen Täter, deren Freunden, Bewohnerinnen und Bewohnern sowie den Lokalpolitikerinnen und Lokalpolitikern stellen sie Fragen danach, wie es zu dem Anschlag kommen konnte und wie er das Leben in der Kleinstadt verändert hat. Und sie lassen die Opfer zu Wort kommen. Der entstandene Dokumentarfilm ist ein eindrucksvolles Porträt des Anschlags und der Sprachlosigkeit, die ihm vorausging und folgte. 

Esther Schapira, 1961 in Frankfurt am Main geboren, ist eine deutsche Journalistin und Filmemacherin. Schapira studierte Germanistik, Anglistik sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft. Sie war leitende Fernsehredakteurin bei der ARD (hr) und Kommentatorin der Tagesthemen. Schwerpunkt ihrer redaktionellen Arbeit sowie als Filmemacherin und als Autorin sind die Themen Shoa, Rechtsextremismus, Islamismus, Israel und Nahost. Esther Schapira wurde für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet mit Preisen wie dem Elisabeth-Selbert Preis, der Theodor-Lessing-Medaille und dem Prix Europa. Zu ihren ausgezeichneten Filmen gehören „Das Kind, der Tod und die Wahrheit – wer erschoss Mohammed Al Durah?“ und „Der Tag als Theo van Gogh erschossen wurde“. Seit 2021 ist sie freie Autorin und Moderatorin in Frankfurt am Main. 
 

AudioGuide
Eine Hand hält ein Smartphone mit dem AudioGuide zur Dauerausstellung auf dem Display.

AudioGuide zur Dauerausstellung

Ob zu Hause, unterwegs oder im Museum: Unseren AudioGuide zur Dauerausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum können Sie online jederzeit abrufen. Der AudioGuide ist verfügbar in vier verschiedenen Sprachen, in Leichter Sprache, in Deutscher Gebärdensprache (DGS) und mit Audiodeskription.

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Direktorin Uta Bretschneider bei einem Live-Rundgang in der Dauerausstellung