Plakatmotiv der Ausstellung "Mythos Mosaik? Hannes Hegen, sein Werk und die Fans"
Ein Mann mit Hut schaut über den Gartenzaun und spricht mit einer anderen Person.

27. AUGUST 2025 - 31. MAI 2026

Mythos Mosaik?

Hannes Hegen, sein Werk und die Fans

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19. MÄRZ 2025 - 10. JANUAR 2027

Übern Zaun

Gärten und Menschen

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Foto von Herrmann Karte einem Landwirt in Brilon
Hermann Karte - Landwirt in Brilon (© Björn Lindenblatt)

Dokumentation (D 2025, ZDF/ARTE, 86 min, Regie: Marcus Fischötter) 
Filmvorführung und Gespräch
Mit Regisseur Marcus Fischötter, Dr. Michael Gries (ZDF/ARTE-Redaktionsleiter Wissen), Dr. Jens Schöne (Protagonist, Historiker, stv. Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur) und Albert Seifert (Protagonist, Landwirt)
In Kooperation mit ARTE
Eintritt frei

Mit ländlicher Idylle hat Landwirtschaft nur wenig zu tun: Die Produktion von Lebensmitteln hat sich in Europa im vergangenen Jahrhundert zunehmend industrialisiert. Marcus Fischötter zeichnet in seinem Film die Entwicklung in Ost- und Westdeutschland sowie im Nachbarland Frankreich nach. 

Die Dokumentation setzt in den harten und entbehrungsreichen Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg an, als noch Pferde und Ochsen als Zugtiere dienten, und ein Großteil der Arbeit auf den Feldern von Hand erledigt wurde. Dann verfolgt sie, wie der Einsatz von Traktoren, Mähdreschern und Melkmaschinen das bäuerliche Leben ab den 1960er Jahren veränderte. Dabei wird deutlich, dass die Entwicklung in Ost und West sehr unterschiedlich verlief.

Auch in der DDR schritt nach der Kollektivierung der Landwirtschaftsbetriebe die Industrialisierung unaufhaltsam voran. Schon in den 1960er Jahren entstanden gigantische Anlagen, in denen tausende Nutztiere auf engstem Raum gehalten wurden. Die Massentierhaltung sowie der starke Einsatz von Kunstdünger und Pestiziden schadeten der Umwelt – auch im Westen. Anfang der 1980er Jahre kam es dort zu einer Gegenbewegung. Inspiriert durch die aufkommende Öko-Bewegung entschlossen sich die ersten Landwirte, ganz auf den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel zu verzichten. Es war der Beginn des Bio-Booms in der Landwirtschaft, der bis heute anhält.

Im Anschluss an die Filmpräsentation spricht der Regisseur Marcus Fischötter über diese Prozesse und die Entstehung der Dokumentation.

 

Buchcover Ostkreuz Agency of Photographers
Buchcover, Foto: Anne Pfautsch

Buchvorstellung und Gespräch
Mit der Autorin Dr. Anne Pfautsch (Kunsthistorikerin und Kuratorin) und der Fotografin Stephanie Steinkopf (OSTKREUZ–Agentur der Fotografen)
Eintritt frei

Wie spiegelt sich ostdeutsche Identität nach 1989 in der Fotografie wider? Dieser Frage ist die Kunsthistorikerin Anne Pfautsch in ihrer Dissertation, die jetzt als Buch vorliegt, nachgegangen. Sie hat dabei vor allem die fotografische Praxis von „Ostkreuz“, einer 1990 von namhaften Fotografinnen und Fotografen in Ost-Berlin gegründeten Agentur, untersucht. Wie diese Agentur auf die Umbrüche nach der Wiedervereinigung reagierte, stellt Anne Pfautsch im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig vor.

Im Zentrum des Abends steht die Frage, wie „der Osten“ in den Medien, als andere, fremdartige Gesellschaft konstruiert wurde und wie „Ostkreuz“ in Auftragsarbeiten der 1990er Jahre und in eigenen Ausstellungen zwischen 2005 und 2015 mit diesen Zuschreibungen gearbeitet hat. Dabei wird deutlich, dass „Ostdeutschland“ nicht nur eine Fremdzuschreibung war, sondern von den Fotografinnen und Fotografen auch bewusst als Bezugssystem und identitätsstiftendes Moment verwendet wurde und wird. Anne Pfautsch verfolgt dabei die Spannungen zwischen Erinnerung, Selbstverortung und Ausstellungspraxis und zeichnet nach, wie die Herkunft der beteiligten Fotografinnen und Fotografen deren Arbeit bis heute prägt.

Im Gespräch mit Anne Pfautsch ist die Fotografin Stephanie Steinkopf, Mitglied von „Ostkreuz“. Ihre fotografischen Langzeitprojekte widmen sich politischen und sozialen Konflikten, die das individuelle Leben prägen. In einem intimen Zugang nähert sie sich Menschen sowie deren alltäglichen und emotionalen Beziehungen. Dabei verbindet sie dokumentarische Beobachtung mit fiktionalen Momenten. So entstehen Bildräume, die dazu anregen, gesellschaftliche Prägungen, Ausschlüsse und Vorurteile der Gegenwart kritisch zu hinterfragen.

Dr. Anne Pfautsch ist freie Kunsthistorikerin, Kuratorin und Dozentin. 2024 war sie Stipendiatin am Zentralinstitut für Kunstgeschichte und wurde für ihre Dissertation Ostkreuz – Agentur der Fotografen: Tracing the Legacy of the German Democratic Republic in Post-Socialist Photography and Exhibition Making mit dem Jutta-Held-Preis 2023 der Stiftung Kritische Kunst- und Kulturwissenschaft ausgezeichnet. Sie war Curatorial Fellow am Haus der Kunst in München (2022–23) und nahm am Programm Connecting Art Histories der Getty Foundation (2019–21) teil. Im Rahmen des f/stop Festival für Fotografie Leipzig 2027 kuratiert sie die Ausstellung Memory in Suspension für „f/stop LOKAL“.
 

Portraitfoto der MDR Moderatorin Diane Fritzsche Grimmig
© MDR / Wolf Hagen

Vortrag und Austausch
mit der Moderatorin von „MDR Garten“ 
Begleitprogramm zur Ausstellung „Übern Zaun – Gärten und Menschen“
Eintritt frei

Trocknen, Einsalzen, Räuchern, Lagern in Sand oder Fermentieren – die Nachfrage nach Methoden, Erträge aus Garten und Hof haltbar zu machen „wie früher“ hat gerade Konjunktur. Das merkt auch MDR Garten-Moderatorin Diana Fritzsche-Grimmig an den Rückmeldungen ihrer Zuschauerinnen und Zuschauer.

Ins Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig bringt sie Tipps mit, wie das ohne technische Hilfsmittel funktionieren kann – vom Lindenblüten-Trocknen bis zum Sauerkraut-Einlegen. Nach einem einführenden Vortrag können Besucherinnen und Besucher bei einer Tasse „Blümchenkaffee“ direkt mit Diana Fritzsche-Grimmig ins Gespräch kommen.

Diana Fritzsche-Grimmig moderiert seit 2016 die Sendung „MDR Garten“. Geboren wurde sie in der Oberlausitz und ist sorbische Muttersprachlerin. Schon früh zog es sie zum MDR – erst ins Radio, dann auch ins Fernsehen. Ob im Egapark Erfurt, als Reporterin im Land unterwegs oder im Hörfunk-Studio: Diana Fritzsche-Grimmig liebt es, Menschen zu besuchen und fürs Gärtnern zu begeistern.
 

Altes Haus mit Naturgarten
Naturnaher Hausgarten, Foto: ZFL

Kurzführung und Radtour
In Kooperation mit dem Stadt-Umland-Landschaftspflegeverband Leipzig Grün e. V.
Begleitprogramm zur Ausstellung „Übern Zaun – Gärten und Menschen“
Teilnahme kostenfrei

Der Zaun grenzt den Garten von Nachbarn und öffentlichem Raum ab – dennoch ist er selten unüberwindbar, sondern eher symbolischer Natur. Genau das macht sich die Radtour zunutze: Sie lädt ein, mit den Gärtnerinnen und Gärtnern direkt vor Ort ins Gespräch zu kommen. Nach einem 20-minütigen Auftakt in der Wechselausstellung „Übern Zaun – Gärten und Menschen“ im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig geht es mit dem eigenen Drahtesel nach Schkeuditz und in die Waldsiedlung Göhrenz.

Die Tour dauert etwa 5 Stunden und ist 30 Kilometer lang. Picknick kann selbst mitgebracht werden, unterwegs gibt es aber auch eine Einkehrmöglichkeit. Tourleiter ist Michael Berninger, Bildungsreferent beim Stadt-Umland-Landschaftspflegeverband Leipzig Grün e. V.

Teilnahme auf eigene Gefahr. Für Schäden übernehmen die Veranstalter keine Haftung.
 

Audioguide
Eine Hand hält ein Smartphone mit dem AudioGuide zur Dauerausstellung auf dem Display.

Audioguide zur Dauerausstellung

Ob zu Hause, unterwegs oder im Museum: Unseren Audioguide zur Dauerausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum können Sie online jederzeit abrufen. Der Audioguide ist verfügbar in vier verschiedenen Sprachen, in Leichter Sprache, in Deutscher Gebärdensprache (DGS) und mit Audiodeskription.

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Direktorin Uta Bretschneider bei einem Live-Rundgang in der Dauerausstellung