1955-63 |
Die Mauer: Kennedy-Besuch |
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Vom 23. bis 26. Juni 1963 besucht US-Präsident John F. Kennedy die Bundesrepublik Deutschland. Bürgerinnen und Bürger begegnen ihm mit herzlicher und spontaner Zuneigung. Den Höhepunkt der Reise bildet sein Besuch in West-Berlin, dessen Einwohner ihn mit überschwänglichem Jubel als Garanten der Freiheit ihrer Stadt feiern. In einer großen Rede vor dem Schöneberger Rathaus findet Kennedy die legendären Worte: "Alle freien Menschen, wo immer sie leben mögen, sind Bürger Berlins, und deshalb bin ich als freier Mann stolz darauf, sagen zu können: Ich bin ein Berliner". Als Nachfolger von US-Präsident Eisenhower tritt John F. Kennedy im Januar 1961 sein Amt an. Seine jugendliche und enthusiastische Ausstrahlung macht ihn nicht nur in Amerika zu einem Hoffnungsträger für eine bessere Zukunft. Am 3. Juni 1961 kommen Kennedy und der sowjetische Regierungs- und Parteichef Chruschtschow zu einem Gespräch in Wien zusammen. In einem Memorandum droht der Kreml-Chef mit dem Abschluss eines separaten Friedensvertrages mit der DDR. Dadurch wäre der freie Zugang der Westmächte nach Berlin in das Ermessen des SED-Regimes gestellt worden. Präsident Kennedy setzt dieser Drohung Ende Juli 1961 seine "Three essentials" entgegen: Am freien Zugang nach Berlin, der Anwesenheit der Westmächte in der Stadt und der Freiheit der Bevölkerung West-Berlins darf nicht gerüttelt werden. Da der Mauerbau am 13. August 1961 diese Punkte nicht verletzt, wird er von den Westmächten ohne Gegenmaßnahmen hingenommen. Die UdSSR verzichtet ihrerseits auf den Friedensvertrag mit der DDR und hält am Viermächtestatus von Berlin fest.
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