1955-63 |
Teilung Deutschlands: Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) |
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Als Antwort auf den amerikanischen Marshallplan gründen die UdSSR, Polen, Rumänien, Bulgarien, Ungarn und die Tschechoslowakei am 25. Januar 1949 den Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW). Die DDR wird im September 1950 Vollmitglied. Durch eine Koordinierung der nationalen Wirtschaftspläne und arbeitsteilige Produktion will der RGW zu Fortschritt und Wohlstand der Mitgliedsländer beitragen. Im Gegensatz zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) streben die RGW-Staaten aber keinen wirtschaftlichen Zusammenschluss an. Der Versuch des sowjetischen Regierungs- und Parteichefs Nikita S. Chruschtschow, eine überstaatliche Wirtschaftsplanung einzuführen, scheitert 1962. Mit dem Beitritt der Mongolischen
Volksrepublik, Kubas und Vietnams dehnt sich der RGW in den 60er Jahren
auch über Europa hinaus aus. Die Staaten des RGW sind vor allem auf
Rohstoffe aus der UdSSR angewiesen, im Gegenzug liefern sie Konsumgüter
und Maschinen. Die Produktions- und Liefermengen werden dabei allein von
Moskau bestimmt. Die RGW-Länder richten ihren Warenaustausch aufeinander
aus. So verdreifacht sich etwa zwischen 1950 und 1955 der Außenhandel
der DDR mit dem RGW. (ag) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland |