1949-55 |
Wiederbewaffnung: Aufbau der Bundeswehr |
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Am 2. Januar 1956 rücken in Andernach, Nörvenich und Wilhelmshaven die ersten Soldaten der Bundeswehr ein. Unter diesen Freiwilligen befinden sich viele Angehörige des Bundesgrenzschutzes. Die allgemeine Wehrpflicht wird erst im Juli 1956 durch den Bundestag beschlossen. Erster Verteidigungsminister ist Theodor Blank. Nach den bitteren Erfahrungen der Vergangenheit ist die Suche nach gültigen Traditionen für die Soldaten der Bundeswehr oft problematisch. Als Symbol der Bundeswehr wird 1956 das Eiserne Kreuz eingeführt. Der Aufbau der Bundeswehr vollzieht sich im Rahmen der Nordatlantischen Verteidigungsorganisation (NATO),
der die Bundesrepublik am 9. Mai 1955 beitritt. Bei Ausrüstung und Ausbildung der Bundeswehr leisten die NATO-Partner wertvolle Unterstützung. Schon 1957 können die
ersten Bundeswehreinheiten dem NATO-Oberbefehl unterstellt werden. Wie im Wehrergänzungsgesetz vom 6. März 1956 festgeschrieben, liegt die Befehls- und Kommandogewalt über die Bundeswehr beim Bundesminister der Verteidigung. Im Verteidigungsfall geht sie auf den Bundeskanzler über. Damit ist die politische Führung der Bundeswehr sichergestellt. Zur besseren Kontrolle des Bundestages über die Streitkräfte wird ein Verteidigungsausschuss eingerichtet und das Amt des Wehrbeauftragten geschaffen. Der Wehrbeauftragte soll im Auftrag des Bundestages den Schutz der Grundrechte der Soldaten gewährleisten.
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