1949-55 |
Wiederbewaffnung: Nationale Volksarmee (NVA) |
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Die offizielle Gründung der Nationalen Volksarmee (NVA) erfolgt am 18. Januar 1956. Aufgrund der geheimen Vorbereitungen seit 1950 stehen schon im selben Jahr 120.000 Mann unter Waffen. Das neugegründete Verteidigungsministerium wird von Willi Stoph übernommen. Die NVA erhält ihre Ausrüstung, insbesondere schwere Waffen und Flugzeuge, überwiegend aus der UdSSR. Als Ausgleich dafür muss die DDR moderne Maschinen, Schiffe und Konsumgüter liefern. Die Soldaten der NVA rekrutieren sich zunächst aus Freiwilligen. Mit großem Propagandaaufwand bemüht sich das SED-Regime, die Jugend für den Waffendienst zu begeistern. Die Freie Deutsche Jugend (FDJ), die schon die Patenschaft für die Kasernierte Volkspolizei (KVP) übernommen hatte, unterstützt auch die Nachwuchswerbung der NVA. Der massive gesellschaftliche Druck zur "freiwilligen Selbstverpflichtung" erzielt jedoch nicht den gewünschten Erfolg. Nach dem Bau der Mauer 1961 wird im Januar 1962 die allgemeine Wehrpflicht eingeführt. Die NVA ist eine ideologische Armee, in der die Politikschulung großgeschrieben wird. Feindbild ist der "imperialistische Westen". Die Soldaten sind zum widerspruchslosen Gehorsam gegenüber der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) verpflichtet. Um die Akzeptanz der NVA in der Bevölkerung zu erhöhen, setzt die politische Führung auf Paraden, Uniformierung nach dem Vorbild der Wehrmacht sowie Uniformzwang in der Öffentlichkeit. Eine Diskussion über die Wiederbewaffung findet in der DDR nicht statt.
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