1963-74 |
Aufbruch zu neuen Grenzen: Wettlauf im All |
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Seit mit dem sowjetischen Sputnik 1957 erstmals ein Satellit die Erde umkreiste, liefern sich die Weltmächte USA und UdSSR einen Wettkampf im All. Ziel ist, die Überlegenheit des jeweiligen Systems zu demonstrieren. Am 12. April 1961 gelingt der UdSSR ein neuer Coup: Der sowjetische Kosmonaut Juri A. Gagarin (1934-1968) umkreist die Erde und ist damit der erste Mensch im All. Die USA fühlen sich herausgefordert und wollen den sowjetischen Vorsprung aufholen. Der amerikanische Präsident John F. Kennedy ruft deshalb im Mai 1961 zu verstärkten Anstrengungen auf und kündigt noch für die 60er Jahre die Landung eines Amerikaners auf dem Mond an. Tatsächlich holen die USA mit ihrem Weltraumprogramm langsam auf: Mit dem Raumschiff Friendship 7 gelingt im Februar 1962 Amerikas erste bemannte Erdumkreisung. Am 16. Juli 1969 startet vom US- Raumfahrtzentrum Kap Kennedy in Florida das Raumschiff Apollo 11 zu seinem Flug zum Mond. In drei Tagen legen die drei Astronauten Edwin Eugene Aldrin (geb. 1930), Neil Armstrong (geb. 1930) und Michael Collins (geb. 1930) die über 390.000 km zurück. Am 20. Juli 1969 setzt die Landefähre "Eagle" schließlich im "Meer der Ruhe" auf dem Mond auf. Als erster Mensch betritt Neil Armstrong mit den Worten "Ein kleiner Schritt für mich, aber ein großer Schritt für die Menschheit" die Mondoberfläche. Gespannt verfolgen über 500 Millionen Menschen das Ereignis am Bildschirm. Die amerikanischen Astronauten sammeln bei ihrem mehrstündigen "Mondspaziergang" zahlreiche Bodenproben. Außerdem hinterlassen sie eine Metalltafel mit der Inschrift "Hier setzten Menschen vom Planeten Erde zum erstenmal ihren Fuß auf den Mond - Juli 1969 A.D. Wir kamen in Frieden für die gesamte Menschheit." Die Tafel trägt die Unterschrift des US-Präsidenten. Danach verlassen die Astronauten den Erdtrabanten und treten den Rückflug an. Am 24. Juli landen sie nach 60stündigen Flug wie geplant im Pazifik. Die Apollo-11-Mission ist der Höhepunkt des von Präsident Kennedy initiierten Raumfahrtprogramms. (ag) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland |