1949-55

 

Zwei Staaten - zwei Wege: Alliierte Hohe Kommission

Photo: Die Hohen Kommissare McCloy, Francois-Poncet, Robertson, 1949
Druckschrift: Besatzungsstatut, 1949

Am 21. September 1949 macht Bundeskanzler Adenauer seinen Antrittsbesuch bei der Alliierten Hohen Kommission. Sie nimmt, stellvertretend für die drei Westmächte, eine Reihe von Vorbehaltsrechten gegenüber der Bundesrepublik Deutschland wahr. Die Hohen Kommissare, John J. McCloy (USA), Brian Robertson (Großbritannien), André François-Poncet (Frankreich), die die Militärgouverneure ablösen, residieren in einem Luxushotel auf dem Petersberg hoch über Bonn.

Im Besatzungsstatut, das bis 1955 in Kraft bleibt, sind die Befugnisse der Alliierten Hohen Kommission geregelt. Dazu gehören die Abrüstung, die auswärtigen Angelegenheiten, der Außenhandel, der Devisenverkehr, die Reparationen und die Beachtung des Grundgesetzes. Die Handlungs- und Entscheidungsfreiheit der Bundesregierung ist dadurch stark eingeschränkt.

Überraschend schnell gelingt es Adenauer jedoch, den Hohen Kommissaren Konzessionen abzuringen; beispielsweise im Petersberger Abkommen vom 22. November 1949. Vor allem zu dem amerikanischen Hochkommissar, John J. McCloy, hat Bundeskanzler Adenauer ein gutes Verhältnis. McCloy, der von der Persönlichkeit Adenauers stark beeindruckt ist, ist eine Schlüsselfigur der amerikanischen Deutschlandpolitik der 1950er Jahre.

(ag) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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