1949-55 |
Zwei Staaten - zwei Wege: Sowjetische Kontrollkommission |
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Nach der Gründung der DDR wird die Sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) aufgelöst. Entsprechend dem Vorgehen der Westmächte in der Bundesrepublik Deutschland ersetzt auch die sowjetische Besatzungsmacht ihre Militärregierung, deren Aufgaben formell an deutsche Verwaltungsorgane übertragen werden. An die Stelle der SMAD tritt am 10. Oktober 1949 die Sowjetische Kontrollkommission (SKK), die sowohl die Regierung der DDR als auch die Länderregierungen kontrolliert. Chef der SKK wird der Oberkommandierende der sowjetischen Truppen in Deutschland, Armeegeneral Wassilij I. Tschuikow. Die SKK soll die Durchführung des Potsdamer Abkommens und der anderen alliierten Beschlüsse in der DDR überwachen sowie die Interessen der UdSSR vertreten. Darüber hinaus unterstützt sie die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) bei ihren Maßnahmen gegen politische Gegner innerhalb und außerhalb der Partei. Nach dem Tode Stalins wird die SKK am 28. Mai 1953 in die Hohe Kommission der Sowjetunion in Deutschland umgewandelt. Der bisherige politische Berater General Tschuikows, Wladimir S. Semjonow, wird zum Hohen Kommissar ernannt. Nach der Verleihung der vollen Souveränität an die DDR im September 1955 schafft die Sowjetunion die Hohe Kommission ab. (ag) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland |