1945-49 |
Alliierte Besatzung: Potsdamer Konferenz |
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Vom 17. Juli bis 2. August 1945 treffen sich die Repräsentanten der drei alliierten Siegermächte Sowjetunion, USA und Großbritannien im Potsdamer Schloss Cecilienhof, um auf höchster Ebene über die Neuordnung Europas und das künftige Schicksal Deutschlands zu beraten. Am Verhandlungstisch sitzen Josef Stalin (UdSSR), Harry S. Truman, der Nachfolger Roosevelts (USA) und Winston S. Churchill (Großbritannien), der Ende Juli von Clement R. Attlee abgelöst wird. Im sogenannten Potsdamer Abkommen wird die Demokratisierung, Entmilitarisierung, Entnazifizierung, Dekartellisierung und Dezentralisierung Deutschlands festgelegt. Einig sind sich die Alliierten auch darüber, dass die Deutschen wegen ihrer autoritären Traditionen zuerst einer Umerziehung unterworfen werden müssen. Frankreich tritt dem Potsdamer Abkommen am 7. August 1945 unter Vorbehalten bei. Ein umstrittenes Thema ist die Behandlung der deutschen Ostgebiete. Eigenmächtig hatte Stalin bereits in den Territorien jenseits von Oder und Lausitzer Neiße eine polnische beziehungsweise sowjetische Verwaltung eingerichtet. In Potsdam wird die Oder-Neiße-Linie von den Westmächten de facto zwar anerkannt, jedoch soll die endgültige Festlegung der deutschen Grenzen erst in einem Friedensvertrag erfolgen. Auf der Potsdamer Konferenz
wird vereinbart, dass die "Überführung" der deutschen
Bevölkerung aus Polen, der Tschechoslowakei und Ungarn in "ordnungsgemäßer
und humaner Weise" erfolgen solle. Die Realität der Vertreibung sieht jedoch anders aus.
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