1945-49 |
Politischer Neubeginn: Gewerkschaften |
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Parallel zu den Gründungen der politischen Parteien sieht das Potsdamer Abkommen auch die Bildung freier Gewerkschaften vor. Die Arbeitnehmer organisieren sich im Gegensatz zu den Vorläufern in der Weimarer Republik in weltanschaulich neutralen, partei- und konfessionsungebundenen Einheitsgewerkschaften. Ähnlich wie die Parteien werden in der Sowjetzone auch die Gewerkschaften mit einem erheblichen zeitlichen Vorsprung ab Juni 1945 gegründet und geraten schon bald unter den bestimmenden Einfluss der 1946 gegründeten SED. In der sowjetischen Besatzungszone konstituiert sich der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB) auf seinem ersten Kongress vom 9.-11.2.1946 in Berlin. Er tritt als Einheitsgewerkschaft mit zentralisierter Führungskompetenz an die Stelle der bisherigen Richtungs- und Berufsverbände und soll den "antifaschistisch-demokratischen Neuaufbau" fördern. Die Mitgliederzahl des FDGB beträgt Ende 1946 ca. 4 Millionen gegenüber etwa 3 Millionen in den Gewerkschaften der Westzonen. Gemäß dem demokratischen
Aufbauprinzip "von unten nach oben", wird der gewerkschaftliche Zusammenschluss
in der amerikanischen und französischen
Zone lediglich innerhalb der einzelnen Länder genehmigt. Nur in
der britischen
Besatzungszone erfolgt bereits im April 1947 die Gründung eines
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