1949-55

 

Kulturelles Leben: "Kölner Mittwochgespräche"

Photo: Kölner Mittwochgespräch, 1951
Photo: Heinrich Böll beim Kölner Mittwochgespräch, 1953

Unter dem Motto "Freier Eintritt, Freie Fragen, Freie Antworten" besteht in Köln zwischen 1950 und 1956 ein Forum für demokratische Offenheit und Toleranz - die "Mittwochgespräche". Auf Initiative des Buchhändlers Gerhard Ludwig finden in den Wartesälen des Kölner Hauptbahnhofs unter reger Anteilnahme eines engagierten Publikums 260 Diskussionsveranstaltungen statt. Die Umgebung des Bahnhofsbetriebes und die Unmittelbarkeit, mit der sich hier prominente Vertreter aus Politik, Kultur und Wirtschaft direkt mit den "Menschen von der Straße" auseinandersetzen müssen, schaffen die unverwechselbare Atmosphäre der "Mittwochgespräche".

Bekannte Schriftsteller, Künstler, Politiker und Wissenschaftler referieren: Heinrich Böll, Gustaf Gründgens, Werner Finck, Carlo Schmid, Theodor W. Adorno, auch Ernst von Salomon und Wolf Graf Baudissin. Unter der Leitung von Gerhard Ludwig diskutieren sie mit jeweils bis zu 800 interessierten Teilnehmern Themen aus den Bereichen Theater, bildende Kunst, Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Sozialwissenschaft sowie Film und Kino: ein bedeutender, neuartiger und überregional anerkannter Beitrag zur Entwicklung einer demokratischen Gesprächskultur.

(ahw) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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