1945-49

 

Alliierte Besatzung: Berliner Deklaration

Photo: Die Oberbefehlshaber der vier Besatzungsmächte, 1945
Photo: Berliner Hauseingang mit selbstgenähten Fahnen der vier Siegermächte, 1945

Am 5. Juni 1945 unterzeichnen die Oberbefehlshaber der Siegermächte Sowjetunion, USA, Großbritannien und Frankreich in Berlin die "Erklärung in Anbetracht der Niederlage Deutschlands" und übernehmen damit die "Oberste Regierungsgewalt in Deutschland". Das Deutsche Reich bleibt zwar bestehen, wird jedoch in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Die Gebiete östlich von Oder und Lausitzer Neiße werden abgetrennt und polnischer sowie sowjetischer Verwaltung unterstellt. Jede der vier Mächte übernimmt für eine Zone die alleinige Verantwortung. Alle Angelegenheiten, die Deutschland als Ganzes betreffen, sollen durch einen Alliierten Kontrollrat entschieden werden, der sich aus den vier alliierten Militärgouverneuren zusammensetzt.

Die Hauptstadt des Deutschen Reiches, Berlin, wird von den Siegermächten in vier Sektoren aufgeteilt und soll von einer Alliierten Kommandatur gemeinsam verwaltet werden. Jeder der vier Sektoren wird einem Stadtkommandanten unterstellt.
Eine deutsche Zentralgewalt gibt es nicht mehr, nachdem auf sowjetischen Druck am 23. Mai 1945 die "Geschäftsführende Reichsregierung" des noch von Adolf Hitler zum "Reichspräsidenten" ernannten Großadmirals Karl Dönitz in Flensburg verhaftet worden war. Lediglich auf lokaler und kommunaler Ebene bleiben deutsche Verwaltungen weiterhin bestehen.

Dokument Erklärung in Anbetracht der Niederlage Deutschlands, 5. Juni 1945

(ag) © Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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